Rekordzahl von 22 Teams beim Unity EURO Cup 2026 im italienischen Coverciano
Freitag, 16. Oktober 2026
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Die fünfte Ausgabe des von der UEFA gemeinsam mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) organisierten Turniers fand am 15. Oktober im technischen Zentrum des Italienischen Fußballverbands statt. Beim Unity EURO Cup kommen Geflüchtete sowie Spielerinnen und Spieler aus den aufnehmenden Ländern aus ganz Europa zusammen.
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Bei der fünften Ausgabe des Unity EURO Cup am 15. Oktober kam die Rekordzahl von 22 Teams in Coverciano, dem legendären nationalen Trainingszentrum des Italienischen Fußballverbands in der Nähe von Florenz, zusammen. Das von der UEFA und dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) organisierte Turnier feiert die Kraft des Fußballs, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen und die gesellschaftliche Inklusion von Flüchtlingen zu fördern.
An der diesjährigen Ausgabe nahmen nochmal vier Teams mehr teil als 2025 – ein deutliches Zeichen für das anhaltende Wachstum der Initiative und ihrer Reichweite in ganz Europa. Geflüchtete und Angehörige ihrer aufnehmenden Gemeinden treten bei einem gemischtgeschlechtlichen Siebener-Turnier gegeneinander an und zeigten, wie der Fußball dazu beitragen kann, Verständnis zu fördern, Kontakte zu knüpfen und Möglichkeiten für eine sinnvolle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu schaffen. Dabei setzt sich jede Auswahlmannschaft aus sieben Geflüchteten und vier Spieler/-innen aus den aufnehmenden Gemeinden zusammen, darunter mindestens drei Frauen.
Gesellschaftliche Inklusion durch Fußball
Durch den Fußball wird ein sicherer und inklusiver Ort geschaffen, an dem Geflüchtete und Vertreter/-innen der aufnehmenden Gemeinden zusammenkommen, Kontakte knüpfen und das Zugehörigkeitsgefühl stärken können – sowohl auf dem Platz als auch in den Gemeinden, in denen die Geflüchteten ein neues Zuhause gefunden haben.
„Wir bringen Geflüchtete und aufnehmende Gemeinden auf dem Rasen zusammen und tragen so dazu bei, Kontakte herzustellen, die weit über den Fußball hinausgehen.“
Der Tag in Coverciano stand im Zeichen von Emotionen, Energie sowie Sportgeist und endete nach einem spannenden Finale zwischen Lettland und der Republik Irland mit einem 2:1-Sieg der baltischen Auswahl. Der Unity EURO Cup war jedoch nicht nur geprägt von Toren und Ergebnissen, sondern von neuen Freundschaften, gegenseitigem Respekt und Solidarität unter allen Beteiligten. Das Endspiel wurde von keinem Geringeren als dem internationalen UEFA-Schiedsrichter Maurizio Mariani geleitet, der im Mai 2026 auch das Endspiel der UEFA Conference League leitete.
Filippo Veglio, UEFA-Bereichsleiter soziale und ökologische Nachhaltigkeit, sagte: „Der Unity EURO Cup zeigt die einzigartige Kraft des Fußballs, Menschen zusammenzubringen, Barrieren zu überwinden und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen. Wir bringen Geflüchtete und aufnehmende Gemeinden auf dem Rasen zusammen und tragen so dazu bei, Kontakte herzustellen, die weit über den Fußball hinausgehen. Die Ausrichtung des diesjährigen Turniers in Coverciano, dem Ausbildungszentrum des italienischen Fußballs, erinnert uns daran, dass der Nutzen des Fußballs nicht nur an Ergebnissen gemessen wird, sondern auch an den Chancen, die er für die Menschen schafft.“
Camilla Jelbart, UNHCR-Leiterin für Partnerschaften und Koordinierung, sagte: „Jedes Jahr ruft uns der Unity EURO Cup in Erinnerung, dass der Fußball für Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, und die aufnehmenden Gemeinden einen entscheidenden Unterschied machen kann. Das Turnier sorgt für einen sicheren Ort, an dem Vertrauen, Zugehörigkeit und ein Gemeinschaftsgefühl entstehen. Es schafft Möglichkeiten für Menschen, die gezwungen wurden, zu fliehen. Beim diesjährigen Unity EURO Cup kamen 22 Teams aus verschiedenen europäischen Fußballverbänden, die sich aus Geflüchteten und Vertreterinnen und Vertretern ihrer aufnehmenden Gemeinden zusammensetzten, im Geist der Einheit in Coverciano zusammen. Es war beeindruckend zu sehen, welche Kontakte und Chancen im Rahmen dieses Turniers auf und neben dem Spielfeld entstanden sind.“
Giovanni Malagò, kommissarischer Leiter des Italienischen Fußballverbands (FIGC), fügte hinzu: „Für die FIGC ist es eine Ehre, den Unity EURO Cup erstmals in Coverciano, der Heimat des italienischen Fußballs, auszurichten. Die Ausgabe 2026 stand unter dem Motto ,Flüchtlingsteams‘ und bot erneut eine hervorragende Gelegenheit, Akzeptanz und Integration zu fördern sowie gleichzeitig die Werte des Sports zu teilen. Dieses Turnier ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Fußball für Inklusion eingesetzt werden kann. Dies steht perfekt im Einklang mit der FIGC-Strategie für soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Es war berührend, unser ,Flüchtlingsteam‘ im italienischen Trikot an einer für uns so historischen Stätte zu sehen und wie es mit Hingabe und Sportgeist gegen andere europäische Mannschaften angetreten ist. Ich möchte der UEFA und dem UNHCR einen großen Dank dafür aussprechen, dass wir diese Emotionen erleben durften.“
Teilnehmende Teams 2026
Albanien, Armenien, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Malta, Niederlande, Nordirland, Österreich, Polen, Republik Irland, Rumänien, Schweiz, Slowenien, Spanien und Tschechien. Zudem war ein Team der europäischen Kommission mit von der Partie.
Hinweis für Medienvertreter/-innen:
Weitere Informationen zum Turnier, seiner Geschichte und der Partnerschaft der UEFA mit dem UNHCR finden sich auf UEFA.com sowie unter folgenden Links:
• UNHCR: Sport als Mittel zum Schutz der Menschen
Der Unity EURO Cup
Der Unity EURO Cup gehört zu den Pfeilern der UEFA-Strategie für nachhaltigen Fußball 2030, in der die gesellschaftliche Integration von Geflüchteten, Asylsuchenden und Vertriebenen durch Fußball im Vordergrund steht. Zusammen mit dem UNHCR nutzt die UEFA die Reichweite des Fußballs, um gesellschaftliche Inklusion zu stärken, Möglichkeiten für Geflüchtete zu schaffen und zu zeigen, dass diese Menschen mit ihrem Talent Vielfalt und neue Perspektiven in den Fußball einbringen und so unseren Sport und die Gesellschaften vor Ort bereichern.