Wie der Sieger der Europa League an der Champions League teilnimmt

Wir erklären Ihnen, wie das System funktioniert und was dies für die Startplätze in der UEFA Champions League bedeutet.

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Worum geht es?

Ganz einfach: Der Sieger der UEFA Europa League 2018/19 erhält die automatische Teilnahmeberechtigung für die Gruppenphase der UEFA Champions League 2019/20.

War das schon immer so?

Als diese Regel 2014/15 eingeführt wurde (für die Saison 2015/16), erhielt der Sieger einen Platz in den Play-offs der UEFA Champions League und durfte nur direkt in der Gruppenphase ran, wenn entweder er oder der Titelverteidiger der UEFA Champions League sich über seine Liga direkt für die Gruppenphase qualifiziert hatte. Dies war in allen drei Jahren der Fall, in denen diese Regel existierte.

Was passiert, wenn sich der UEL-Sieger direkt über die Liga für die UCL qualifiziert hat?

Sollte sich der Gewinner der UEFA Europa League über seine Liga direkt für die Gruppenphase der Königsklasse qualifizieren, steigt das drittplatzierte Team der in der Fünfjahreswertung an fünf gelegenen Nation (Frankreich) direkt in die Gruppenphase auf. Dies passierte letzte Saison: Atlético Madrid, der Sieger der UEFA Europa League, qualifizierte sich über die spanische Liga direkt für die Gruppenphase, deshalb erhielt auch Lyon, als Dritter der Ligue 1, ein Ticket für die Gruppenphase.

Könnte ein über die Liga "automatisch" qualifiziertes Team den Sprung in die Gruppenphase verpassen?

Das ist noch nicht passiert, aber in der Theorie - ja. Die Nationalverbände haben maximal fünf Plätze in der Gruppenphase der UEFA Champions League. Es könnte also passieren, ist freilich sehr unwahrscheinlich:

  • Die Sieger der UEFA Champions League und der UEFA Europa League müssten aus einem Land kommen (in dieser Saison also aus England*);
  • Beide müssten in der Liga nicht unter die besten Vier kommen.

Sollten beide Bedingungen eintreten, würde der Vierte der nationalen Liga dieses Verbandes statt in der Königsklasse in der Gruppenphase der UEFA Europa League spielen.

*Deutschland, Italien und Spanien wären ebenfalls möglich gewesen, aber die Bundesliga und die Serie A haben keinen Vertreter mehr im Halbfinale der UEFA Champions League, und Barcelona, Spaniens einziger Vertreter in der UEFA Champions League, hat seinen Platz in den Top Vier der spanischen Liga bereits sicher; das gilt auch für Liverpool in England.

Wer hat bislang von der neuen Regel profitiert?

2014/15 – Sieger Sevilla (Fünfter der La Liga)
2015/16 – Sieger Sevilla (Siebter der La Liga)
2016/17 – Sieger Manchester United (Sechster der Premier League)
2017/18 – Lyon

Achtung: die Zuteilungsquote für die Plätze der Verbände kann sich ändern. Die abschließende Teilnehmerliste muss noch von der UEFA bestätigt werden.

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