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Víkingur macht die Färöer stolz

Nach dem sensationellen Erfolg des färöischen Fußballzwergs Víkingur gegen Tromsø IL glaubt Trainer Sigfriður Clementsen, dass seine Spieler "über Wasser laufen" können, beweisen müssen sie dies nun gegen HNK Rijeka.

Víkingurs Coach Sigfrídur Clementsen kann sich zu Recht über sein Team freuen
Víkingurs Coach Sigfrídur Clementsen kann sich zu Recht über sein Team freuen ©Domenic Aquilina

Der färöische Fußballzwerg Víkingur hat mit dem Erreichen der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Europa League Geschichte geschrieben, doch das ist für Trainer Sigfriður Clementsen noch lange kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen.

In der zweiten Qualifikationsrunde setzte sich der krasse Außenseiter gegen Tromsø IL aus Norwegen nach einem 0:0 zuhause in Tromsø mit 2:1 durch und bekommt es jetzt in Runde drei mit HNK Rijeka zu tun, das Hinspiel steigt am Donnerstag in Torshavn. "Obwohl wir ein viel schwereres Spiel erwarten, rechnen wir uns durchaus Chancen aus, die Kroaten zu schlagen und eine Runde weiter zu kommen", erklärte Clementsen. "Im Moment glauben meine Spieler, auf Wasser laufen zu können, diese Herausforderung ist für uns machbar."

Clementsen hat 2006 mit B36 Tórshavn die zweite Runde der Qualifikation zur UEFA Champions League erreicht, doch seinen jüngsten Coup mit Víkingur stellt er auf einen Stufe mit dem heute längst legendären 1:0-Sieg der Färöer-Inseln gegen Österreich im Jahr 1990. "Langsam aber sicher holen die Teams von den Färöer-Inseln auch auswärts gute Ergebnisse, wir machen eindeutig Fortschritte", erläuterte er. "Ich bin unheimlich stolz auf die Spieler und ihren Erfolg. Das ist fantastisch für den gesamten Fußball auf den Färöern."

2009 entstand der Klub aus einer Fusion der beiden Klubs GÍ Gøta und LÍF Leirvík. Der Vorsitzende Brandur Jacobsen verweist stolz darauf, dass die Gemeinde Víkingur gerade mal 2 000 Einwohner hat, "das rückt doch alles in die richtige Perspektive", so Jacobsen.

Stellvertretend für das Team erklärte Spielführer Atli Gregersen. "Es war ein unglaubliches Gefühl, unsere Fans 'Fair Flower' [eine färöische Hymne] singen zu hören, als wir nach dem Spiel auf dem Platz getanzt haben", sagte er. "Es war irgendwie irreal und ich musste einen Schritt abseits gehen, damit sich das alles setzen konnte. Manchmal gibt es Momente, für die man keine Worte findet."