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"Wir haben zu viel zugelassen"

Nach dem glücklichen Unentschieden bei Estoril Praia bewertete Freiburgs Trainer Christian Streich die überragende Leistung von Gäste-Torwart Oliver Baumann mit gemischten Gefühlen.

Trainer Christian Streich bemängelte die schwache Abwehrleistung seiner Mannschaft
Trainer Christian Streich bemängelte die schwache Abwehrleistung seiner Mannschaft ©AFP/Getty Images

Unglaublich, aber wahr. Selbst nach dem vierten sieglosen Spiel in Gruppe H der UEFA Europa League hat der SC Freiburg als Dritter mit drei Punkten Rückstand auf Platz zwei das Weiterkommen immer noch selbst in der Hand. Dafür dürfen sich die Breisgauer, die nach den Gelb-Roten Karten für Nicolas Höfler und Karim Guédé den Schlusspfiff nur noch zu neunt erlebten, bei Oliver Baumann bedanken. Der Torwart rettete den Gästen bei Estoril Praia das glückliche 0:0. Trainer Christian Streich war jedoch gar nicht froh darüber, dass der Torwart sein bester Mann auf dem Platz war.

Oliver Baumann, Torwart von Freiburg
Die Mannschaft hat wahnsinnig gekämpft, es war wahnsinnig anstrengend. Zum Schluss waren wir nur noch zu neunt. Da mussten wir sehr viel laufen. Estoril hatte viele Chancen. Sie hatten dann natürlich auch viele Räume. Wir haben uns im eigenen Sechzehner barrikadiert. Sich selbst Chancen zu erarbeiten, war da natürlich sehr schwer. Ein Kompliment an die Mannschaft, dass wir uns da reingekämpft haben. Schade aber, dass wir nur sehr wenige Chancen hatten. Wir haben uns hier einen Punkt erkämpft. Aber wir hätten uns auch nicht beschweren dürfen, wenn Estoril gewonnen hätte. Wir sind teilweise noch sehr jung und unerfahren.

Es wäre schön, wenn wir jetzt auch in der Europa League gewinnen könnten. Ob wir dann noch weiterkommen können oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber ein Sieg wäre für den Charakter der Mannschaft sehr wichtig. So könnten wir uns für das, was wir uns im letzten Jahr erarbeitet haben, belohnen. In Liberec wird es auch nicht einfach für uns. Wir hätten einfach unser Heimspiel gegen Estoril gewinnen müssen. Das Unentschieden war wahnsinnig unnötig.

Christian Streich, Trainer von Freiburg
Der Vorwurf, wir würden hier wegen der vielen Wechsel in der Startelf das Spiel herschenken, ist völlig aus der Luft gegriffen. Das entspricht nicht der Realität. Wir haben noch nie ein Spiel hergeschenkt. Es darf nicht sein, dass der Oliver Baumann wieder überragend halten muss, weil wir zu viel zulassen. Andererseits hat Nicolai Lorenzoni in seinem zweiten Europa-League-Spiel seine Sache ordentlich gemacht. Er wird sich entwickeln. Das ist der Freiburger Weg. Die einzige Chance, die wir haben, ist es, immer wieder junge Spieler heranzuziehen. Die müssen auch in solchen Spielen ihren Mann stehen. Den Weg gehen wir, aber es ist ein steiniger Weg für uns alle.