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Jäger setzt sich neue Ziele

Annabel Jäger hat ein schweres Jahr hinter sich, doch der Erfolg der deutschen Nationalmannschaft in Wales lässt sie auf die Zukunft hoffen - der U19-EM-Titel soll her.

Annabel Jäger im Spiel gegen Schweden
Annabel Jäger im Spiel gegen Schweden ©Getty Images

Deutschlands Kapitänin Annabel Jäger hat eine nicht ganz so einfache Saison hinter sich, doch nach den letzten Leistungen bei der UEFA-U19-Europameisterschaft glaubt sie, ihr Tief überwunden zu haben.

Die DFB-Elf wusste bei Siegen gegen Norwegen (5:0) und Schweden (2:0) in Südwest-Wales zu gefallen und sicherte sich durch enormen Ballbesitz schon vor dem letzten Spiel der Gruppe B am Sonntag gegen Finnland einen Platz im Halbfinale. "Wir hätten nicht gedacht, dass es so läuft", sagte Jäger gegenüber UEFA.com. "Wir wussten, dass wir uns auf jedes Spiel einzeln konzentrieren mussten und denken von Schritt zu Schritt. Dass es so gut läuft hat viel mit einer Super-Vorbereitung zu tun." Das Verpassen der Endrunde im vergangenen Jahr bezeichnete sie als "Extra-Motivation", obwohl es bisher nicht so aussah, als ob Maren Meinerts Elf diese nötig hätte.

Auch für Jäger persönlich waren die letzten zwölf Monate nicht wirklich einfach. Die technisch begabte Mittelfeldspielerin wechselte im vergangenen Sommer vom FC Gütersloh 2000 zum VfL Wolfsburg , der zwar alle Titel, darunter auch erstmals die UEFA Women's Champions League gewann, doch Jäger blieb dabei nur Randfigur. Um mehr Spielpraxis zu erlangen, wechselte sie nun zum Bundesliga-Aufsteiger BV Cloppenburg.

"Ich denke, dass ich aus meinem Tief wieder ein bisschen herausgekommen bin, aber auf jeden Fall noch Luft nach oben ist. Ich hoffe, dass ich das in den nächsten Spielen weiter ausbauen kann", sagte sie. "Vielleicht lag das an meiner wenigen Spielpraxis in der letzten Saison, jetzt geht es wieder bergauf. Klar hoffe ich, dass es in Cloppenburg besser läuft. Wie es letztendlich dort aussehen wird, weiß ich natürlich noch nicht. Der Verein hat mir aber gesagt, dass ich mich zuerst auf die EM konzentrieren soll."

Und genau das hat sie auch gemacht. In einer starken deutschen Mannschaft gehört sie zu den Aktivposten und bereitete Pauline Bremers zweites Tor gegen Schweden mit einer Flanke vor. "Ich denke, dass wir eine sehr offensive Mannschaft sind. Die Mittelfeldspieler machen bei uns viel nach vorne mit. Das ist gerade auch das, was uns auszeichnet, wobei wir natürlich die Arbeit nach hinten auch nicht vernachlässigen darf", so die 19-Jährige.

Die bisherigen Spiele haben Deutschland wohl zum Turnierfavoriten gemacht, doch das stört die Nummer 7 nicht wirklich: "Ich glaube, dass andere Länder die Favoritenrolle auch gerne an uns abgeben, um sich selber den Druck zu nehmen. Wir konzentrieren uns auf uns und schauen mal, was dabei herausspringt."

Der vor dem Turnier ausgegebene Wunsch, die Qualifikation zur FIFA U20-Frauen-Weltmeisterschaft zu erreichen, ist bereits in Erfüllung gegangen, so dass Jäger nun ein neues Ziel ins Auge fasst. "Jetzt wollen wir natürlich aufs Ganze gehen, ins Finale kommen und am Ende hoffentlich auch den Pott holen. Bei jedem Spiel für Deutschland nimmt man irgendetwas mit, egal ob für die Mannschaft oder sich persönlich. Irgendwie entwickelt man sich immer weiter. Ich hoffe, dass wir auch in den nächsten Spielen allen zeigen können, was wir drauf haben."

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