Hegerberg ist #UWCL-Toptorjägerin

Ada Hegerberg hat Rekordtorschützin Anja Mittag mit ihrem 53. Treffer überholt, dazu brauchte die Norwegerin lediglich 50 Spiele.

Ada Hegerberg stellte bei ihrem 50. Einsatz mit insgesamt 53 Toren einen neuen Rekord auf
Ada Hegerberg stellte bei ihrem 50. Einsatz mit insgesamt 53 Toren einen neuen Rekord auf ©Getty Images

Ada Hegerberg hat die bisherige #UWCL Rekordtorschützin Anja Mittag mit ihrem 53. Treffer überholt, dazu brauchte die Norwegerin nur ganze 50 Spiele.

Mittag, die ihre Karriere im Mai beendet hatte, erreichte diese Marke als damals 32-Jährige für ihren Verein Rosengård gegen Olimpia Cluj in der Runde der letzten 32 der Saison 2017/18. Damit war sie die erste Frau, die in der UEFA Women's Champions League bzw. im Vorgängerwettbewerb UEFA-Frauenpokal die magische Zahl von 50 Treffern geschafft hat.

Die frühere deutsche Nationalspielerin gewann mit Turbine Potsdam zwei Titel und wechselte dann erstmals zur schwedischen Mannschaft Rosengård, wohin sie nach Engagements bei Paris Saint-Germain und Wolfsburg zurückkehrte.

UEFA.com nimmt die führenden Torschützinnen seit Einführung des UEFA-Frauenpokals im Jahr 2001 bzw. der Umstrukturierung des Wettbewerbs acht Jahre später unter die Lupe.

1 Ada Hegerberg (Stabæk, Turbine Potsdam, Lyon) 53
Mit gerade einmal 25 Jahren hat Hegerberg diesen Wettbewerb mit Lyon bereits viermal gewonnen und schickt sich an, auf eine ähnliche Rekordjagd wie Cristiano Ronaldo und Lionel Messi in der UEFA Champions League zu gehen. Für ihre ersten 37 Treffer benötigte die Norwegerin lediglich 37 Spiele. 2017/18 hat sie 15 Mal getroffen und damit ihre Marke aus der Saison 2015/16 verbessert, als sie mit 14 Treffern Torschützenkönigin wurde. In ihrem 49. Europapokalspiel zog sie mit einem Doppelpack mit Mittag gleich, in ihrem 50. Einsatz stellte sie mit zwei weiteren Treffern den neuen Rekord auf.

Anja Mittag mit Potsdam
Anja Mittag mit Potsdam©Getty Images

2 Anja Mittag (Turbine Potsdam/Rosengård/Paris Saint-Germain/Wolfsburg) 51
Mittag traf 2005 im Endspiel gegen Djurgården für Potsdam und war auch an Turbines Sieg 2010 beteiligt, bevor es sie nach Schweden zog. Ein jahr zuvor wechselte sie nach Paris und erzielte dort ihr 49. Tor gegen Örebro. Als frischgebackene Goldmedaillengewinnerin ging sie nach Wolfsburg, wo sie sich jetzt auf die Jagd nach dem 50. Treffer machte. Diesen aber schaffte sie auch in sechs Anläufen nicht, 2017 kehrte sie nach Rosengård zurück. Im Mai 2019 beendete sie ihre Karriere.

3 Conny Pohlers (Turbine Potsdam/FFC Frankfurt/Wolfsburg) 48
Pohlers erzielte 2004/05 beim Sieg Potsdams gleich 14 Tore, ein Rekord, der nur von Margrét Lára Vidarsdóttir 2008/09 und Frankfurts Célia Šašić 2014/15 eingestellt wurde. Nach dem Wechsel nach Frankfurt gelangen Pohlers im Endspiel 2008 drei Treffer. Außerdem durfte sie sich über zwei weitere Titel mit Wolfsburg in ihren letzten beiden aktiven Spielzeiten 2012/13 und 2013/14 freuen. Vier Siege im Europapokal gelangen außer ihr nur noch Viola Odebrecht. Zudem brauchte sie für ihre 48 Tore nur 45 Einsätze, zehn weniger als Mittag.

4 Eugénie Le Sommer (Lyon) 47
Le Sommer hatte an allen sieben Siegen von Lyon ihren Anteil. Sie schoss bei ihren ersten beiden Europapokalspielen 2010/11 Tore gegen AZ Alkmaar und traf auch in den Endspielen 2012, 2018 und 2020. Im Viertelfinale 2018/19 gegen Wolfsburg schoss sie drei Tore und knackte die 40er-Marke, Camille Abily (43 Tore) wurde in der Saison 2019/20 nach Treffern in der Runde der letzten 32 gegen Ryazan-VDV und im Achtelfinale gegen Fortuna überholt. Mit ihrem Tor im Rückspiel gegen Fortuna zog sie mit Marta gleich und überholte die Brasilianerin mit dem Tor im Finale gegen Wolfsburg.

5 Marta (Umeå/Tyresö/Rosengård) 46
Bei Rosengård wurde Marta von Mittag abgelöst; sie wechselte in die USA zu Orlando Pride. Die brasilianische Stürmerin war 18, als sie für Umeå erstmals in Europa spielte, sie traf in Hin- und Rückspiel des Halbfinales gegen Brøndby und schoss in den Endspielen bei den beiden Siegen gegen Frankfurt drei weitere Treffer. Das war überraschenderweise das bislang letzte Mal, dass Marta diesen Titel gewinnen konnte: 2007 und 2008 verlor sie mit Umeå das Endspiel, 2014 dann ebenso mit Tyresö. Für Rosengård gelangen ihr 2014/15 auf dem Weg ins Viertelfinale vier Tore, in der Saison darauf schoss sie weitere fünf, inklusive eines Dreierpacks gegen Verona im Viertelfinale.

Es wurden die Vereine genannt, für die die Spielerinnen im Europapokal aufliefen, auch wenn sie dabei kein Tor erzielten; Zahlen aktuell zum 30. Oktober 2019

Torschützenköniginnen nah Saison
2019/20: Vivianne Miedema (Arsenal) 10, Emueje Ogbiagbevha (Minsk) 10, Berglind Thorvaldsdóttir (Breidablik) 10
2018/19: Pernille Harder (Wolfsburg) 8
2017/18: Ada Hegerberg (Lyon) 15
2016/17: Zsanett Jakabfi (Wolfsburg), Vivianne Miedema (Bayern München) 8
2015/16: Ada Hegerberg (Lyon) 13
2014/15: Célia Šašić (FFC Frankfurt) 14
2013/14: Milena Nikolić (ŽFK Spartak) 11
2012/13: Laura Rus (Apollon Limassol) 11
2011/12: Camille Abily, Eugénie Le Sommer (beide Lyon) 9
2010/11: Inka Grings (Duisburg) 13
2009/10: Vanessa Bürki (Bayern München) 11
2008/09: Margrét Lára Vidarsdóttir (Valur Reykjavík) 14
2007/08: Vira Dyatel (Kharkiv), Patrizia Panico (Bardolino Verona), Margrét Lára Vidarsdóttir (Valur Reykjavík) 9
2006/07: Julie Fleeting (Arsenal) 9
2005/06: Margrét Lára Vidarsdóttir (Valur Reykjavík) 11
2004/05: Conny Pohlers (Turbine Potsdam) 14
2003/04: Maria Gstöttner (Neulengbach) 11
2002/03: Hanna Ljungberg (Umeå) 10
2001/02: Gabriela Enache (Codru Anenii Noi) 12