Celtic zu stark für Leipzig

Leipzig muss nach einem 1:2 bei Celtic um das Weiterkommen in die nächste Runde bangen. Zwar glich Jean-Kévin Augustin die frühe Führung von Kieran Tierney aus, doch eine Minute später schoss Odsonne Edouard das Siegtor.

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RB Leipzig hat im Kampf um den Einzug in die K.-o.-Runde der UEFA Europa League einen Rückschlag erlitten. In der Gruppe B gab es bei Celtic Glasgow, das nun nach Punkten mit den Sachsen gleichgezogen ist, eine 1:2-Niederlage.

Für die Führung der Schotten sorgte bereits in der elften Minute Kieran Tierney. Erst in der 78. Minute schoss Jean-Kévin Augustin den Ausgleich, der aber wenig später schon wieder Makulatur war, denn Odsonne Edouard brachte seine Mannschaft abermals in Front.

Nach dem 3:0 bei der Hertha änderte Ralf Rangnick seine Startelf gleich auf fünf Positionen. Für Péter Gulácsi, Ibrahima Konaté, Diego Demme, Kevin Kampl und Timo Werner standen Yvon Mvogo, Dayot Upamecano, Konrad Laimer, Stefan Ilsanker und Augustin auf dem Platz. Nicht nur Werner ist derzeit verletzt, sondern mit Emil Forsberg und Yussuf Poulsen zwei weitere Leistungsträger.

In den ersten zehn Minuten war wenig von den Schotten zu sehen, RB bestimmte das Spiel, umso überraschender war es, dass die Gastgeber urplötzlich in Führung gingen. Nach einem Freistoß war es James Forrest, der blitzschnell in den Strafraum eilte und die Kugel quer auf Tierney spielte, der sofort abzog und Mvogo keine Chance ließ.

Es war das erste Gegentor für die Leipziger nach 561 Pflichtspielminuten. Die Abwehr der Gäste wirkte in dieser Phase ungewöhnlich unausgeschlafen.

Jetzt hatten die Gastgeber Blut geleckt, machten fortan Druck und zeigten, warum in dieser Saison im Celtic Park noch keine Mannschaft gewinnen konnte. Der schottische Traditionsverein präsentierte sich vor den 60.000 Fans ganz anders als vor zwei Wochen beim 0:2 in Leipzig.

Den nächsten Schock setzte es fünf Minuten später, denn Marcelo Saracchi verletzte sich am Oberschenkel und musste den Platz verlassen.

Nach gut einer halben Stunde gab es auch so etwas wie eine Chance für die Leipziger, Laimer hatte allerdings Pech, dass sein Schuss aus 16 Metern noch zur Ecke geklärt wurde.

Den nächsten Abschluss gab es dann erst 20 Sekunden nach Wiederbeginn, als Bruma es einmal aus der Distanz versuchte. Zwar hatte Craig Gordon damit keine großen Probleme, aber die mitgereisten Fans hofften darauf, dass es fortan mehr dieser Situationen geben würde.

Aber zwei Minuten später hatte der Bundesigist erst einmal viel Glück, denn Scott Sinclair marschierte fast allein auf den Kasten von Mvogo zu, wurde aber entscheidend am Torschuss gehindert.

Und von Leipzig kam lange nicht mehr viel, während Celtic bei strömendem Regen weiter nach vorn spielte und zwei Möglichkeiten durch Edouard hatte. Doch in der 78. Minute schlugen die Gäste zu. Eine Flanke von Konrad Laimer erwischte Augustin mit dem Kopf – der Ausgleich.

Der aber hielt nur eine Minute. Im direkten Gegenzug bereiteten Sinclair und Ryan Christie den Treffer von Edouard vor, der aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte. Die Entscheidung! Denn leider landete ein Schuss von Kevin Kampl in der 87. Minute an der Latte. Kurz darauf schoss er aus aussichtsreicher Position über den Kasten.

Zwar hat Celtic mit Leipzig nach Punkten gleichgezogen, aber positiv ist, dass RB im direkten Vergleich vorn liegt. In drei Wochen haben die Leipziger eine nächste harte Auswärtspartie vor der Brust, denn es geht nach Salzburg, das sich in dieser Saison in Europa extrem stark präsentiert.

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