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Konstanz ist das Erfolgsgeheimnis von Europa-League-Endspiel-Schiedsrichter Letexier

François Letexier, der am Mittwoch in Istanbul das Endspiel der UEFA Europa League leiten wird, kennt sich auf der großen internationalen Bühne bestens aus.

François Letexier wird das Finale in Istanbul leiten
François Letexier wird das Finale in Istanbul leiten Getty Images

Der 37-jährige Letexier wurde vor zwei Jahren zum jüngsten Schiedsrichter, der je ein Finale einer UEFA EURO leiten durfte, weitere Highlights seiner bemerkenswerten Karriere sind das Spiel um den UEFA-Superpokal 2023, zudem fungierte er 2024 beim Finale der UEFA Champions League als vierter Offizieller.

Nun also ist der Beşiktaş Park die nächste Station in seiner steilen Karriere, wenn er am Mittwoch die Partie zwischen dem SC Freiburg und Aston Villa leiten wird. Gegenüber UEFA.com hat der Franzose erklärt, warum die Erfahrungen der letzten Jahre am Mittwoch für ihn so wichtig sein werden.

Glückwunsch zu Ihrer Berufung, François – was war Ihre erste Reaktion, als Sie erfahren haben, dass Sie das Endspiel der UEFA Europa League leiten werden?

Mein Team und ich haben uns natürlich riesig gefreut, und es fühlt sich wie eine große Belohnung für die Arbeit an, die wir das ganze Jahr über geleistet haben.

Wenn ich zurückblicke, denke ich, dass wir unser Leistungsniveau sehr konstant gehalten haben, und das ist immer ein großes Ziel für uns.

Wie bereiten Sie sich auf das Finale vor?

Man sollte seine Vorbereitungen im Vergleich zu einem regulären Spiel nicht allzu sehr ändern. Aus taktischer Sicht werde ich genau dasselbe tun. Das bedeutet, mir die letzten Spiele beider Mannschaften anzusehen, um ihre Taktik zu analysieren, ihre Standardsituationen zu beobachten und die Spielerstärken zu verstehen. Dabei arbeiten wir mit Taktikexperten der UEFA zusammen, die uns helfen, die entscheidenden Situationen zu identifizieren. Es ist auch wichtig, sich an jede Situation anpassen zu können und gut zu reagieren, wenn etwas Unerwartetes passiert.

Das ist das erste der Europapokal-Endspiele dieses Jahres, daher bleibt mir nur etwas mehr als eine Woche Zeit, mich vorzubereiten, seit ich davon erfahren habe. Bei einem Finale hat man mehr administrative Aufgaben, die einen zeitlich stärker beanspruchen können, aber im Allgemeinen ist es nicht der richtige Zeitpunkt, um seine gewohnten Abläufe zu ändern.

Wie blicken Sie auf das Finale der UEFA EURO 2024 zurück, als Sie gerade mal 35 Jahre alt waren?

Zunächst einmal war es wirklich unerwartet, so früh in meiner Karriere diesen wichtigen Auftrag zu erhalten, und das hat vieles verändert. Es war eine großartige Erfahrung, die meinen Status als Schiedsrichter vor allem zum Positiven verändert hat, und sie hat mich auch auf persönlicher Ebene ein wenig weitergebracht und dazu gebracht, mich anzupassen.

 Letexier (Mitte) mit seinem Team beim Finale der UEFA EURO 2024
Letexier (Mitte) mit seinem Team beim Finale der UEFA EURO 2024Getty Images

Sie arbeiten neben dem Fußball weiterhin als Gerichtsvollzieher – wie bringen Sie diese beiden sehr unterschiedlichen Welten unter einen Hut?

Ich arbeite immer noch in Teilzeit als Gerichtsvollzieher, aber das Schiedsrichterwesen nimmt mittlerweile wahrscheinlich 75% meiner Zeit in Anspruch, und bei großen Spielen dabei zu sein, ist eine außergewöhnliche Erfahrung. Einen anderen Beruf zu haben, hilft mir, ein gutes Gleichgewicht in meinem Leben außerhalb des Fußballs zu finden. Am Tag nach einem Spiel kann ich im Büro ankommen und mich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren, anstatt über das Spiel vom Vorabend nachzudenken. Meine Kollegen am Gericht fragen mich nicht allzu oft nach Fußball, denn ich glaube, sie verstehen, dass ich etwas anderes brauche, wenn ich im Büro bin.

Sie werden auch zur WM reisen, es wird also ein arbeitsintensiver Sommer für Sie. Wie erholen Sie sich?

Meine Familie bedeutet mir sehr viel, deshalb verbringe ich viel Zeit mit ihr. Ich habe zwei Söhne, fünf und eineinhalb Jahre alt, und das hilft mir, vom Fußball abzuschalten. Außerdem treibe ich sehr gerne Sport – Badminton, Tennis, Leichtathletik und natürlich Fußball.

Zu guter Letzt: wenn Sie die Partie in Istanbul abpfeifen, was gibt Ihnen das Gefühl, Ihre Aufgabe gut gemeistert zu haben?

Für mich wird es darauf ankommen, zu wissen, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben, die von den Spielern verstanden und akzeptiert wurden, und dann zu versuchen, diesen Moment gemeinsam mit meinem Team zu genießen.

Das Schiedsrichter-Team beim Finale der UEFA Europa League 2026

Schiedsrichter: François Letexier (Frankreich)
Assistenten: Cyril Mugnier und Mehdi Rahmouni (beide Frankreich)
4. Offizieller: Alejandro José Hernández Hernández (Spanien)
Ersatz-Schiedsrichter: José Enrique Naranjo Pérez (Spanien)
VAR: Jérôme Brisard (Frankreich)
VAR-Assistent: Willy Delajod (Frankreich)
VAR-Support: Dennis Higler (Niederlande)

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