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Schafft Schalke auch die Hürde Ajax?

Optimismus aller Orten bei Schalke vor dem Viertelfinal-Hinspiel bei Ajax. Doch "wir müssen höllisch aufpassen", sagt Max Meyer vor dem Duell mit dem Traditionsverein.

So wie gegen Wolfsburg will Schalke auch nach dem Viertelfinale jubeln
So wie gegen Wolfsburg will Schalke auch nach dem Viertelfinale jubeln ©Getty Images

Günstiger hätte der Zeitpunkt für dieses 4:1 in der Bundesliga gegen Wolfsburg nicht sein können. Denn dieser Triumph von Schalke 04 kam nur wenige Tage vor dem so wichtigen Hinspiel im Viertelfinale der UEFA Europa League bei Ajax.

Bislang war es ein ewiges Auf und Ab in dieser Saison für die Königsblauen. Und nun hoffen sie darauf, dass das Auf bis in den nächsten Monat hinein anhält, dann könnte das noch eine gelungene Spielzeit werden – auf heimischer und europäischer Ebene.

"Schuld" daran hätte natürlich auch Guido Burgstaller, der im Winter von Zweitligist Nürnberg kam und als echtes Schnäppchen bislang schon achtmal zuschnappte. Zweimal im Europapokal und am Wochenende schoss er gegen die Wölfe einen Doppelpack und erhöhte so sein Bundesligakonto auf sechs Treffer.

Doch der Österreicher ist längst noch nicht satt. "Jetzt haben wir am Donnerstag die nächste wichtige Partie. In Amsterdam wollen wir uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeiten." Was für eine Karriere! Vor gut einem Vierteljahr kickte er noch gegen Sandhausen oder Aue, jetzt schickt er sich an, Europa zu erobern.

Denn "wer im Viertelfinale steht, träumt natürlich davon, noch eine Runde weiterzukommen", sagt Max Meyer. Der Mittelfeldspieler weiß allerdings, dass es sich beim niederländischen Rekordmeister nicht gerade um Fallobst handelt: "Ajax hat viele junge Spieler, die technisch sehr gut veranlagt sind, für attraktiven Offensivfußball stehen und immer für ein Tor gut sind. Da müssen wir höllisch aufpassen."

Aber das hindert ihn nicht daran, selbstbewusst zu sein. Es gibt ja auch allen Grund, vor dem Duell mit Ajax optimistisch zu sein. "Ich denke, Ajax wird auch Respekt vor uns haben. Gerade in der Europa League haben wir in dieser Saison sehr gute Spiele gezeigt."

Erinnern wir uns nicht zuletzt daran, wie sie im Achtelfinale Mönchengladbach rausgeworfen haben. Einer jedoch hat bereits negative Erfahrungen mit Ajax gemacht. Allerdings in der UEFA Youth League. Thilo Kehrer denkt zurück an die Spiele im Jahre 2015, die beide verloren gingen. "Ich kann mich noch daran erinnern, dass ein gewisser Kasper Dolberg beim Rückspiel in Amsterdam zwei Tore erzielt hat. Es war schon damals ein sehr athletischer Stürmer mit einer guten Technik. Er ist kopfballstark und dynamisch. Auf ihn müssen wir aufpassen."

Aber auch Schalke-Idol Youri Mulder ist zuversichtlich, dass sich sein Ex-Klub gegen seinen Ex-Klub durchsetzen kann. Er weiß, wovon er spricht, ist er doch derzeit Co-Trainer von Twente. "Ich habe Ajax im Rückspiel gegen den FC Kopenhagen gesehen - da waren sie richtig gut. Ich habe sie aber auch den Sonntag danach bei Excelsior Rotterdam gesehen - da waren sie richtig schlecht. Zu Hause haben sie eine Chance, aber auf Schalke sollten wir alles klarmachen."

Mit "Wir" meint er natürlich Schalke. Mulder gehört zu jener großen Mannschaft, die 1997 den UEFA-Pokal mit S04 gewann. Nun könnte, rechtzeitig zum Jubiläum der Eurofighter, wieder der große Wurf gelingen. Der heute 48-Jährige erinnert aber auch daran, dass Fortuna ihre Hände etwas im Spiel haben muss.

"Wenn heute alle schwärmen, was für eine super Mannschaft wir waren, darf man nicht den Ball von Mike Büskens vergessen, der nach verschossenem Elfmeter in den Winkel des Brügger Tors geht; oder den Ball von Zamorano, der eben auf die Latte ging und nicht rein. Glück gehört dazu."

Aber da man sich dieses mit Klasse erarbeiten kann, sollte Schalke gute Chancen haben, auch diese Runde zu überstehen und in der nächsten Woche tatsächlich ins Halbfinale einzuziehen. Glück auf!