Kuyts Vorfreude auf Duell mit Fenerbahçe

"Ich hatte dort eine großartige Zeit", sagte Dirk Kuyt zu UEFA.com vor der Rückkehr zu Fenerbahçe - als Kapitän von Feyenoord. Er freut sich darauf, gegen einen Klub zu spielen, "der immer in meinem Herzen war".

Dirk Kuyt bedankt sich im De Kuip nach Feyenoords Sieg am ersten Spieltag gegen ManU bei den Fans
Dirk Kuyt bedankt sich im De Kuip nach Feyenoords Sieg am ersten Spieltag gegen ManU bei den Fans ©Getty Images

Feyenoord-Kapitän Dirk Kuyt freut sich darauf, am zweiten Spieltag der UEFA Europa League gegen Fenerbahçe anzutreten, wo er einst spielte. Der 36-Jährige sprach mit UEFA.com über seine Zeit in der Türkei und warum all seine alten Klubs bei ihm angenehme Gefühle auslösen.

UEFA.com: Feyenoord spielt gegen Ihren Ex-Klub Fenerbahçe. Woran denken Sie, wenn Sie an diese Zeit denken?

Dirk Kuyt: Als ich mich entschied, Liverpool zu verlassen, gab es in Europa eine Menge Klubs, zu denen ich hätte gehen können. Aber ich wollte zu einem ambitionierten Verein wechseln - und dann kam Fenerbahçe daher. Ich und auch meine Familie hatten dort eine großartige Zeit. Ich war sehr erfolgreich. Wir haben den Pokal gewonnen, wir haben die Liga gewonnen und wir haben in Europa gut gespielt - zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte [als erstmals das Halbfinal eines Europapokals erreicht wurde: 2012/13 in der UEFA Europa League]. Es ist großartig, wenn man sieht, wie leidenschaftlich die Fans das europäische Abenteuer erleben. So sollte es sein.

UEFA.com: Sie verließen 2006 Feyenoord, um nach Liverpool zu wechseln, und 2015 sind Sie zurückgekommen. Was bedeutet Ihnen dieser Klub?

Kuyt: Feyenoord ist mein Klub. In meiner ersten Zeit hatten wir hier drei fantastische Jahre. Und ich habe immer gesagt, vielleicht ein wenig zu laut, dass ich gern eines Tages hierher zurückkehren würde. Ich hatte das Gefühl, hier noch einen Job erledigen zu müssen. Bei dem Klub, der immer in meinem Herzen gewesen ist. Ich habe vier Kinder, vor allem die Jungs sind verrückt nach Feyenoord. Feyenoord ist ein Teil unserer Familie, und das war schon immer so. In meiner ersten Zeit habe ich hier keine Titel gewonnen, und das wollte ich wirklich, so bin ich glücklich, dass wir jetzt den niederländischen Pokal geholt haben.

UEFA.com: Sie und Feyenoord-Trainer Giovanni van Bronckhorst waren bei der Nationalmannschaft Kollegen. Wie fühlt sich das an, ihn als Trainer zu haben?

Kuyt: Ich muss ihn Trainer nennen, und das ist ein wenig seltsam, aber ich bin wirklich beeindruckt. Er macht einen fantastischen Job. Und es ist für ihn natürlich großartig, dass er in seiner ersten Saison bereits den Pokal gewonnen hat, weil so etwas dem Klub schon acht Jahre nicht mehr gelungen war. Und er möchte noch mehr, er möchte immer besser werden, Wenn es eine Person gibt, die ich respektiere, dann ist das Giovanni van Bronckhorst.

UEFA.com: Mit 36 sind Sie noch immer stark, glauben Sie, dass Sie sich noch verbessern?

Kuyt: Das ist der letzte Teil meiner Karriere, obwohl es sich nicht so anfühlt. Ich genieße es wirklich sehr, Fußball zu spielen, sodass ich alles tue, solange wie möglich fit zu bleiben. Ich bin noch sehr ambitioniert, und solange ich fit und stark bin und das genieße, möchte ich weitermachen.

UEFA.com: Während Ihrer Karriere – bei Utrecht, Feyenoord, Liverpool und Fenerbahçe – waren Sie immer Publikumsliebling. Woran liegt das?

Kuyt: Auf eine gewisse Weise sind alle Klubs, für die ich gespielt habe, ähnlich. Rotterdam, Liverpool und Istanbul sind alles Hafenstädte, aber es sind auch Städte, wo die Manschen schwer arbeiten müssen, und ich war immer in der Lage, mich damit zu identifizieren. Schwer arbeiten und alles für die Mannschaft tun. Das ist etwas, das die Leute während der Jahre akzeptiert haben.

Dirk Kuyt hat seine Zeit bei Fenerbahçe genossen
Dirk Kuyt hat seine Zeit bei Fenerbahçe genossen©Getty Images