Der Spaß am Umgang mit Rückschlägen
Donnerstag, 19. September 2013
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Nach dem 2:2 gegen den FC Slovan Liberec gab es lange Gesichter beim SC Freiburg, der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus, aber Trainer Christian Streich behält dennoch die Ruhe.
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Der Ärger war groß beim SC Freiburg nach dem 2:2 zum Auftakt der Gruppe H der UEFA Europa League gegen den FC Slovan Liberec. 2:0 hatten die in der Bundesliga schwächelnden Breisgauer vorn gelegen, am Ende mussten sie sich mit einem Punkt zufrieden geben, nach zwei schweren individuellen Fehlern. Der Anschluss fiel durch einen dicken Patzer von Keeper Oliver Baumann, den Trainer Christian Streich aber verteidigte. “So etwas passiert auch ganz tollen Torhütern.“ Und Kapitän Julian Schuster baut darauf, dass seine Mannschaft auch mit diesem “Negativerlebnis“ gut umgehen kann.
Christian Streich, Trainer SC Freiburg
Liberec hat zurückgezogen gespielt, da haben wir Räume gefunden und das war gut. Aber was in der zweiten Halbzeit passiert ist, ist wahnsinnig schade, aber die Jungs haben noch nicht diese Stabilität. Einige Spieler sind sehr am Kämpfen mit sich, und dann passieren halt Fehler.
Das beim Oliver Baumann war ein Fangfehler, das gibt es immer mal wieder, selbst bei ganz tollen Torhütern. Ewig ist bei ihm nichts passiert, er war sehr stabil, und heute ist es eben passiert. Das sind Dinge, mit denen wir im Moment leben müssen. Es werden nicht die letzten Rückschläge sein, aber es macht mir Spaß, auch mit Niederschlägen umzugehen. Denn wenn man solche Dinge bewältigt, dann haben wir was ganz Besonderes geschafft. Darum geht es.
Julian Schuster, Kapitän SC Freiburg
Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, in der wir alles das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. In der zweiten Halbzeit verlieren wir das Spiel durch individuelle Fehler. Es ist schade, dass man das Spiel nicht während der gesamten Dauer durchziehen kann. Das ist einfach der Grund, warum wir das Spiel nicht gewinnen.
Natürlich geht es für uns weiter. Es war immer unsere große Stärke, dass wir solche Negativerlebnisse verarbeitet haben, und das muss auch diesmal unsere Stärke sein, wenn wir in zwei Wochen in Sevilla antreten.
Pavel Krmaš, Verteidiger SC Freiburg
Wir haben in der ersten Halbzeit 2:0 geführt und nach 90 Minuten ist leider das Spiel unentschieden ausgegangen, weil wir zwei unnötige Tore bekommen haben, das ist schade, denn wir wollten unbedingt gewinnen, was uns nicht gelungen ist. In der zweiten Hälfte hat Liberec das Spiel umgestellt und mit zwei Stürmern gespielt, sie haben Pressing und hopp oder topp gespielt, alles oder nicht. Wie die Tore gefallen sind, wissen wir, es ist einfach schade.
Wir haben in diesem Spiel viele gute Dinge gezeigt, und auch in der Defensive haben wir ordentlich gearbeitet. Wir haben zwar nicht viele Torchancen herausgespielt, aber die waren sehr effektiv. Deshalb lassen wir den Kopf nicht hängen.