Play-off-Endspurt: Wer holt sich die letzten Plätze?

Eine Reihe namhafter Vereine haben am Donnerstag viel Arbeit vor sich, wenn sie in dieser Saison weiter auf europäischer Bühne spielen wollen. In den Play-off-Rückspielen zur UEFA Europa League wird es zur Sache gehen.

Play-off-Endspurt: Wer holt sich die letzten Plätze?
Play-off-Endspurt: Wer holt sich die letzten Plätze? ©AFP/Getty Images

Vor den Play-off-Rückspielen der UEFA Europa League am Donnerstag bahnen sich einige Überraschungen an.

Während Teams wie Swansea City AFC, Tottenham Hotspur FC, FC Salzburg und Sevilla FC mit einem Bein in der Gruppenphase stehen, sind Feyenoord, Udinese Calcio, AS Saint-Étienne und der VfB Stuttgart ihren Favoritenrollen nicht gerecht geworden.

Richtig für Aufsehen sorgte der FC Slovan Liberec, der sich mit 3:1 bei Udinese durchsetzte. Damit droht Zebrette-Trainer die dritte Play-off-Niederlage in Folge, nachdem er in den letzten zwei Jahren jeweils knapp die UEFA Champions League verpasste.

"Es ist unser Fehler, also dürfen wir nicht über Pech reden", meinte Guidolin nach der Pleite am Donnerstag. "Am 29. August müssen wir eine außergewöhnliche Leistung erbringen. Wir dürfen keine Fehler machen und müssen viele Chancen herausspielen. Ohne eine starke Vorstellung wird es nicht gehen."

Derweil steckt Feyenoord schon sehr früh in der Saison in einer Krise. Die ersten drei Spiele in der Eredivisie gingen verloren und auch beim FC Kuban Krasnodar kassierte man eine 0:1-Niederlage. "Wir haben gesehen, dass Krasnodar eine richtig starke Mannschaft hat", so Trainer Ronald Koeman. "Auf der anderen Seite haben wir nächste Woche ein Heimspiel. Wir nehmen keine gute Ausgangsposition mit, aber mit der Unterstützung der Zuschauer im De Kuip ist alles möglich."

Auch der VfB Stuttgart kommt noch nicht so richtig ins Rollen und darf sich bei Vedad Ibišević bedanken, dass man wenigstens ein wichtiges Auswärtstor mit ins Rückspiel nach Stuttgart nimmt. Ansonsten war bei der 1:2-Niederlage beim HNK Rijeka mal wieder viel Leerlauf im VfB-Spiel. "Dieses Tor verleiht uns Hoffnung und wenn wir im Rückspiel ohne Gegentor bleiben, bin ich auch sehr zuversichtlich", meinte Kapitän Christian Gentner.

Spektakulär ging es am Donnerstagabend an der Nordseeküste in Dänemark zur Sache: Esbjerg fB holte drei Mal einen Rückstand auf und setzte sich mit 4:3 gegen St-Etienne durch. "Wir wären mit einem Unentschieden im Rückspiel weiter, aber es wird sehr schwierig", meinte Trainer Niels Frederiksen, während sein Gegenüber Christophe Galtier gelassen blieb: "Es gibt ein Rückspiel und wir haben die Chance, unsere Fehler zu korrigieren."

Zudem gibt es eine Menge Spiele, die absolut auf Messers Schneide stehen: Die Begegnungen zwischen FC St Gallen und FC Spartak Moskva, IF Elfsborg und FC Nordsjælland sowie SV Zulte Waregem und APOEL FC endeten alle 1:1. Die Analyse von Elfsborgs Trainer Jörgen Lennartsson, dass im Rückspiel "kleine Dinge entscheidend sein werden", lässt sich auf alle drei Partien anwenden.