Gruppenphase steht vor der Tür

37 Plätze der Gruppenphase sind zu haben. Erfolge aus der Vergangenheit zählen nichts mehr, wenn einige bekannte Namen auf hoffnungsvolle Neulinge treffen.

Liverpools Trainer Roy Hodgson baut auf Fernando Torres
Liverpools Trainer Roy Hodgson baut auf Fernando Torres ©Getty Images

74 Mannschaften aus 31 Nationen – vom CS Marítimo auf Madeira im Westen bis hin zu den Russen vom FC Sibir Novosibirsk im Osten – starten ab Donnerstag in die Play-offs der UEFA Europa League und hoffen auf einen Platz in der Gruppenphase.

Bis jetzt hat nur Titelverteidiger Club Atlético de Madrid seinen Platz für die Gruppenphase sicher, die am 16. September beginnt. Sonst aber zählen vergangene Titel nichts, wenn einige der berühmtesten Klubs im europäischen Fußball sich mit den weniger bekannten Vereinen messen, die auf eine Überraschung und ihre eigene Seite im Geschichtsbuch spekulieren.

Sechs ehemalige Sieger der Königsklasse kommen nun hinzu, so dass man insgesamt auf acht kommt, darunter Liverpool FC und Juventus, die sich in der dritten Qualifikationsrunde durchgesetzt hatten. PSV Eindhoven, bekommt es mit Europapokal-Debütant Sibir zu tun, während Qarabağ FK gegen den BV Borussia Dortmund weiter die Flagge Aserbaidschans hochhalten will.

Während Qarabağ die erste Mannschaft aus Aserbaidschan in der Gruppenphase eines europäischen Vereinswettbewerbes werden möchte, tritt der FK Aktobe aus Kasachstan mit ähnlichen Ambitionen gegen AZ Alkmaar an, ebenso wie der Waliser Meister The New Saints gegen den PFC CSKA Sofia. TNS und Aktobe sind zwei von 15 Mannschaften, die ihre Paarungen in der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League verloren hatten.

Im Rampenlicht steht natürlich auch Manchester City FC, das viel investiert hat und es in Rumänien mit dem FC Timişoara zu tun bekommt. Torhüter Shay Given allerdings räumt ein, dass seine Mannschaft nun Farbe bekennen muss. "Wir haben eine starke Mannschaft und daher sind wir wohl einer der Favoriten, aber wir müssen das nun auf dem Platz beweisen", sagte er UEFA.com.

"Es könnte für den Trainer schwierig werden, alle bei Laune zu halten, aber wir haben einige echt tolle Spieler und auch einige der besten Spieler der Welt, also haben wir eine aufregende Saison vor uns. Die Europa League hat viele Spiele, und da werden wir unseren ganzen Kader brauchen, aber wir haben eine gute Chance, sehr, sehr weit zu kommen."

City ist nicht der einzige Verein mit großen Ambitionen. Nachdem er Fulham FC letzte Saison bis ins Finale brachte, dürfte Roy Hodgson darauf hoffen, das mit seinem neuen Verein Liverpool FC zu wiederholen. Los geht es gegen Trabzonspor, während Luigi Delneri für Juventus "kein Limit" festlegen wollte, bevor man gegen den SK Sturm Graz in den Wettbewerb startet.

Es gibt sogar eine Neuauflage, denn auch in der letzten Saison kam es in den Play-offs zum Duell zwischen dem SK Rapid Wien und Aston Villa FC. Villa mag zwar Trainer Martin O'Neill verloren haben, doch Verteidiger Richard Dunne ist sicher, dass seine Mannschaft erfolgreich Revanche nehmen kann: "Wir haben da etwas klarzustellen."