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Werders harter Gang nach Spanien

Im Achtelfinale der UEFA Europa League muss Werder Bremen im Hinspiel zunächst in Spanien bei Valencia CF ran. Wie schwierig diese Aufgabe sein kann, wissen die Hanseaten nur zu genau, allerdings haben sie ans Mestalla gute Erinnerungen

Tim Borowski erinnert sich noch zu gut an das letzte Europapokalspiel in Valencia
Tim Borowski erinnert sich noch zu gut an das letzte Europapokalspiel in Valencia ©Getty Images

"Das wird eine schöne Herausforderung für uns. Die Mannschaft ist sehr gut, Platz drei in Spanien sagt alles", sagte Bremens Trainer Thomas Schaaf. "Sie haben tolle Ergebnisse bisher erzielt, mit einer Mannschaft, in der die Mischung stimmt. Sie haben große, kantige Stürmer wie Žigić, aber um ihn herum dribbelstarke, wieselflinke Spieler. Das Team darf man nicht in den Lauf kommen lassen." Werders Übungsleiter hat offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht und weitere Gefahrenherde in des Gegners Reihen gesichtet. "Mata, Hernández und Villa sind solche Spieler, die immer wieder die Zweikämpfe suchen. Die Mannschaft ist sehr torgefährlich. Dazu ist sie sehr diszipliniert, nutzt aber jede Möglichkeit, die sich bietet um schnell nach vorne zu spielen. So sorgen sie für permanente Unruhe."

Angst bei den Grün-Weißen vor solch einem Gegner? Mitnichten, auch die Spieler sehnen den Vergleich mit den Spaniern herbei.  "Valencia gegen Bremen, das ist normalerweise Champions League", heißt es bei Torhüter Tim Wiese und auch Nationalverteidiger Per Mertesacker ist schon heiß auf diese Partie. "Sie gehören zu den Top-Ten-Teams in Europa. Wenn du auf diesem Niveau zu viele Fehler machst und defensiv nicht konsequent stehst, dann hast du keine Chance."

Vor gut fünf Jahren gab es schon einmal einen echten Klassiker bei Valencia. Im letzten Gruppenspiel der UEFA Champions League reiste Werder nach Spanien und benötigte ein Remis zum erstmaligen Einzug ins Achtelfinale. Es entwickelte sich eine emotionale und bis heute legendäre Partie, die mit zwei späten Toren von Nelson Valdez einen glücklichen Ausgang für Werder fand.  "Es war ein enorm wichtiges Spiel für uns damals", erinnert sich Tim Borowski, der mit dabei war. "So ein Spiel vergisst du nicht, vor allem, weil wir eine Klassepartie hingelegt hatten. Schließlich war Valencia zu der Zeit in der Champions League zu Hause zwei Jahre ungeschlagen gewesen."

Auch Marko Marin hat positive Erinnerungen an Valencia: In einem Vorbereitungsspiel noch für VfL Borussia Mönchengladbach gab es 2008 einen 3:1-Sieg gegen die Mannschaft des spanischen Nationalstürmers David Villa. Ich habe sogar ein Tor gemacht. Ein Jahr später ging es mit Werder ja wieder gegen Valencia. Ich war neu, habe auch gespielt und einen Elfmeter herausgeholt. Am Ende haben wir 2:2 gespielt." Beste Aussichten also, bei so vielen positiven Erinnerungen.