Derby-Flut an Deutschlands Küste

Mit Werder Bremen und dem Hamburger SV stehen sich im Halbfinale des UEFA-Pokals zwei Bundesligisten gegenüber. Doch auch in anderen Wettbewerben treffen die beiden Nord-Vereine zeitnah aufeinander.

Trainer Martin Jol (Hamburger SV) freut sich auf die anstehenden Derbys gegen den Hamburger SV
Trainer Martin Jol (Hamburger SV) freut sich auf die anstehenden Derbys gegen den Hamburger SV ©Getty Images

Mit Werder Bremen und dem Hamburger SV stehen sich im Halbfinale des UEFA-Pokals zwei Bundesligisten gegenüber. Das Hinspiel findet am 30. April in Bremen, das Rückspiel am 7. Mai in Hamburg statt. Doch auch in anderen Wettbewerben treffen beide Kontrahenten zeitnah aufeinander. Es ist Derby-Zeit im Norden Deutschlands.

Große Konkurrenz
Die ohnehin ausgeprägte Konkurrenz der beiden Nordvereine dürfte in den kommenden Wochen nochmals eine erhebliche Steigerung erfahren. Denn gleich viermal treffen Werder und der HSV in nur 19 Tagen aufeinander. Zunächst steht am 22. April das Halbfinale im DFB-Pokal auf dem Programm, gefolgt von den beiden Partien im UEFA-Pokal, und schließlich gilt es am 10. Mai auch in der Bundesliga, die Nase im Prestigeduell vorn zu haben.

Große Vorfreude
"Jetzt freuen wir uns natürlich auf tolle Spiele gegen den Hamburger SV", machte Werder-Trainer Thomas Schaaf noch in der Nacht des Triumphes über Udinese Calcio keinen Hehl aus seiner Freude über das deutsch-deutsche Halbfinale. Ähnlich zuversichtlich ist die Erwartungshaltung auf Hamburger Seite: "Jetzt stehen wir in zwei Pokalwettbewerben im Halbfinale. Und beide Male geht es gegen Werder Bremen, das ist schon kurios", gestand HSV-Manager Dietmar Beiersdorfer nach dem Weiterkommen gegen Manchester City FC.

Klare Konstellation
Eindeutiger als in dieser Spielzeit könnte die Konstellation mit Blick auf die verbleibenden Spiele im UEFA-Pokal kaum sein: Mit Bremen und Hamburg stehen sich im Halbfinale zwei deutsche und mit dem FC Shakhtar Donetsk und dem FC Dynamo Kyiv im anderen Halbfinale zwei ukrainische Teams gegenüber. Damit winkt den Zuschauern am 20. Mai im türkischen Istanbul ein deutsch-ukrainisches Finale.

Internationales Ansehen
"Das Schöne ist ja, dass auf jeden Fall ein deutscher Verein im Finale stehen wird", geht es für Werder-Manager Klaus Alloffs bei aller Konkurrenz zum HSV auch um das internationale Ansehen der Bundesliga. Denn erstmals seit 2002 wird im Mai wieder ein deutscher Erstligist um den Titel kämpfen. Damals verlor der BV Borussia Dortmund gegen Feyenoord mit 2:3. Nun möchte es entweder Bremen oder der HSV besser machen.