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Benítez gratuliert seiner Mannschaft

Die Fans von Valencia CF feierten Rafael Benítez, doch der Trainer lobte seine siegreichen Spieler.

Von Graham Hunter in Valencia

Noch lange, nachdem seine Mannschaft Villarreal CF im Halbfinal-Rückspiel des UEFA-Pokals mit 1:0 besiegt und damit das Finale erreicht hatte, wurde Rafael Benítez von den Valencia CF-Anhängern stürmisch gefeiert. Doch der Trainer gab das Lob schnell an seine Spieler weiter.

"Spieler entscheiden"
"Meinen Namen? Habe ich nicht gehört", scherzte Benítez, bevor er eingestand: "OK, es war schön für uns alle, solchen Beifall zu erhalten, aber es ist wichtig, dass man die Spieler heraushebt. Sie sind diejenigen, die Spiele entscheiden. Der Trainer ist zwar auch wichtig, aber ich stand heute nicht auf dem Spielfeld. Wenn die Fans meinen Namen riefen, war das nur, weil meine Spieler so gute Arbeit leisteten." 

Mista der Held
Ein in der ersten Halbzeit von Mista, dem bisherigen Helden der Saison, verwandelter Strafstoß brachte das Mestalla zum Kochen und Valencia zum ersten Mal ins UEFA-Pokal-Endspiel. Noch eine Stunde nach dem Spiel wollten etwa 10.000 Anhänger die Calle Suecia außerhalb des Stadions, in dem Valencia mit 1:0 triumphierte, nicht verlassen. Sie warteten so lange, bis sich jeder Spieler und Trainer Benítez einzeln auf dem Balkon zeigte und feiern ließ.

"So stolz"
Mista, der in dieser Saison schon 19 Treffer für den Spitzenreiter der Primera División erzielte, machte deutlich, das er sehr stolz darauf sei, beim ersten Einzug in ein europäisches Endspiel - seit den beiden Finalniederlagen in der UEFA Champions League 2000 und 2001 - bei den Fans solch eine große Begeisterung zu sehen. "Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich auf das Spielfeld gehe und ein volles, lärmendes Stadion sehe", sagte er. "Dann ist es Zeit, um zu glänzen. Aber jetzt müssen wir am Freitag gleich wieder zurück an die Arbeit und uns darauf konzentrieren, Sevilla FC zu schlagen. Schließlich wollen wir ja den Titel holen."

"Schweres Spiel"
Benítez setzte auf die bewährte Rotation in der Mannschaft und vertraute auf die richtigen Ersatzspieler. Seine Mannschaft blieb deshalb während des ganzen Spiels frisch. Villarreal dagegen, das in seiner langen Saison schon das 18. Spiel auf europäischer Bühne bestritt, ging die Luft aus. "Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine Mannschaft, die niemals leicht zu schlagen ist", fuhr Valencias Trainer fort. "Die Wahrheit ist, dass wir vor allem in der ersten Halbzeit eine Menge Möglichkeiten hatten. Diese hätten wir nutzen können und auch müssen. Dann hätten unsere Fans schon früher feiern können, und niemand hätte bis zum letzten Moment zittern müssen."

Unbezwingbarer Cañizares
Benítez wies auf die letzten 15 Minuten hin, als man ganz schön unter Druck stand. Zuvor hatte sein Team bei einer tollen Aktion von David Albelda ihre letzte gute Möglichkeit, doch José Reina konnte dessen Schuss mit der Glanzparade des Abends parieren. Ein Vorstoß gleich nach der Pause hätte den Gästen beinahe ein Auswärtstor und damit das Weiterkommen beschert. Doch trotz des späten Anrennens konnte Villarreal Santiago Cañizares nicht bezwingen und musste eine bittere Niederlage hinnehmen.

"Großer Schmerz"
Der enttäuschte Trainer Francisco García sagte: "Ich fand die Elfmeterentscheidung gegen uns hart. Es ist enttäuschend, so weit zu kommen und dann zu verlieren." Doch Villarreals Präsident Fernando Roig sagte: "Morgen werden wir uns gratulieren, dass wir so weit gekommen sind - jetzt überwiegt natürlich der Schmerz."

"Unglaubliche Sensation"
Valencias Kapitän Albelda war der Ansicht, dass die Anhänger eine Schlüsselrolle bei diesem Sieg hatten. "Das war ein wirklicher Test, ob wir überhaupt erfolgshungrig sind, und wie hart wir dafür arbeiten, um unsere Meisterschaft zu holen", sagte er. "Aber wir haben den Test bestanden, und das Gefühl, unsere Fans so voller Glück zu hören, ist eine unglaubliche Sensation."