Vom Praktikum zur Führungsposition
Mittwoch, 23. September 2026
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Karrierewege verlaufen selten genau nach Plan. Viele der Menschen, die heute bei der UEFA ein Team leiten, haben das nicht von langer Hand geplant. Sie haben sich spontan beworben, zufällig mit jemandem gesprochen oder ein Praktikum absolviert, das dann zu etwas geworden ist, womit sie nie gerechnet hätten.
Niki, Monika, Alex und Stéphane kamen vor einiger Zeit für ein Praktikum zur UEFA. Heute bekleiden sie leitende Funktionen in der Organisation. Hier sind ihre Geschichten.
Niki hatte nicht geplant, in einer Fußballorganisation zu arbeiten.
Damals studierte Niki Internationale Entwicklung in Leeds und war überzeugt, dass ihre Zukunft irgendwo in der Weltpolitik liegen würde. Spontan bewarb sie sich für ein Praktikum in der UEFA-Abteilung Medizinisches und Antidoping. „Eigentlich sollte ich nur administrative Unterstützung leisten", erinnert sie sich.
Dann kam die Pandemie. Plötzlich stand die Abteilung, in der sie arbeitete, im Zentrum des Geschehens: Hunderte E-Mails pro Tag, dringende Entscheidungen mit Auswirkungen auf Spielerinnen und Spieler, Teams und Wettbewerbe in ganz Europa. Niki sah sich plötzlich damit konfrontiert, Vereine zu informieren, direkten Austausch mit Spielern zu pflegen und mit einem Druck umzugehen, den sie sich nicht hätte vorstellen können, als sie als Praktikantin zur Organisation gestoßen war.
„Man muss Geduld haben, auch wenn man einen Wandel herbeiführen will.“
Sie übernahm Verantwortung. Das blieb nicht unbemerkt. Und ihre Karriere bei der UEFA, die quasi per Zufall begonnen hatte, wurde nach und nach zu einer bewussten Entscheidung.
„Man muss Geduld haben,“ sagt sie jetzt, „auch wenn man einen Wandel herbeiführen will.“ Sie ist der Meinung, dass Wachstum bei der UEFA, auf Neugier, Widerstandsfähigkeit und der Bereitschaft beruht, auch in Bereichen dazuzulernen, in denen man sich unsicher fühlt.
Monika kam nicht zufällig zur UEFA. Für sie war es ein lang gehegter Traum.
Monika ist in einer Fußballfamilie aufgewachsen. Ihre Mutter sagte immer, dass der UEFA-Sitz in Nyon ein magischer Ort sei. Als Monika gerade ihren Master in Politikwissenschaften und Soziologie in Lyon abschloss, hatte sie bereits beim Armenischen Fußballverband gearbeitet und wusste genau, wohin es als Nächstes gehen sollte.
Sie bewarb sich. Sie erinnert sich, dass sie sehr nervös war, weil sie den Job so sehr wollte.
„Talent öffnet Türen. Disziplin und Beständigkeit halten sie offen.“
Sie begann ihr Praktikum im März und erhielt praktisch sofort echte Verantwortung. Das Endspiel der UEFA Champions League 2008 in Moskau war eines ihrer ersten großen Projekte. Dank ihrer Russischkenntnisse stand sie im Mittelpunkt der Kommunikations- und CSR-Aktivitäten rund um das Spiel. Beim Finale im Luschniki-Stadion wurde ihr etwas klar, das sie seitdem nicht mehr losgelassen hat.
„Wenn man seine Fähigkeiten einbringt und Qualität liefert, wird man geschätzt – unabhängig vom Jobtitel.“
Heute leitet Monika das Team Kommunikation Nationalverbände – eine Rolle an der Schnittstelle zwischen den institutionellen Prioritäten der UEFA und den Realitäten der 55 europäischen Nationalverbände. Der Weg von jenem ersten Praktikum bis zu ihrer heutigen Position verlief nicht ohne Hürden. Doch sie hat Herausforderungen nie als Hindernisse betrachtet. „Ich habe sie als Stufen betrachtet“, sagt sie rückblickend. „Talent öffnet Türen. Disziplin und Beständigkeit halten sie offen.“
Fragen wir Alex, wie er zum Leiter der Personalabteilung wurde: „Das ist eine lange Geschichte.“
Alex ist in Nyon aufgewachsen, in der Heimatstadt der UEFA. Da er schon lange Fußballfan ist, wollte er immer schon für den europäischen Fußballdachverband arbeiten. Seine Chance kam nach dem Studium, als er als Praktikant eingestellt wurde, um bei den Vorbereitungen für die Klubwettbewerbssaison mitzuhelfen. Der Sommer ist stets die arbeitsintensivste Zeit des Jahres, bevor die Ligaphase beginnt. Alex wollte verstehen, wie die UEFA-Wettbewerbe aus organisatorischer Sicht funktionieren. Er dachte dabei nicht an seine Karriere. Er wollte einfach verstehen, was hinter der Planung und Durchführung der UEFA-Spitzenwettbewerbe steckt.
Was ihn am meisten beeindruckt hat, waren die Menschen dahinter. Sie waren leidenschaftlich, hochkompetent und unglaublich engagiert – ihnen lag sehr viel daran, alles richtig zu machen. Ihm wurde schnell klar, dass der Erfolg der UEFA auf Tausenden von Details beruht, die tagtäglich von Fachleuten hinter den Kulissen gemanagt werden. Diese Liebe zum Detail und die harte Arbeit schätzen zu lernen, wurde zu einer der prägendsten Lektionen seiner Karriere.
„Der Fußball steht im Zentrum unseres Handelns. Aber es sind die Menschen, die ihn ermöglichen.“
Während er verschiedene Positionen innerhalb der Organisation durchlief (zunächst in der Division Fußball, später im Exekutivbüro), entwickelte er ein immer größeres Interesse am großen Ganzen, also wie Teams zusammenarbeiten, wie Entscheidungsprozesse erleichtert werden können und wie eine große Organisation wie die UEFA ihre Ziele erreicht. Diese übergeordnete Perspektive beruht jedoch auf einem tiefen Verständnis für die operativen Details und die vielen verschiedenen Rollen, die für den Erfolg der UEFA erforderlich sind.
Ein Thema zog sich wie ein roter Faden durch Alexanders erste Jahre bei der UEFA: die Zusammenarbeit. Ob bei der Zusammenarbeit mit Kolleg/-innen innerhalb der UEFA, mit Vereinen oder Nationalverbänden – er stellte fest, dass die besten Ergebnisse entstehen, wenn man Menschen zusammenbringt, um kreative und pragmatische Lösungen zu finden. Er strebt immer danach, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der Zusammenarbeit florieren kann.
Das führte ihn schließlich zu seiner heutigen Position als Leiter der Personalabteilung. Es war nie sein konkretes Karriereziel, aber in vielerlei Hinsicht vereint diese Position alles, was ihm am meisten Spaß macht: den Wert der Arbeit jedes Einzelnen zu erkennen, die Organisation dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen, die Zusammenarbeit zu fördern und den Mitarbeitenden zum Erfolg zu verhelfen. „Der Fußball steht im Zentrum unseres Handelns“, sagt er. „Aber es sind die Menschen, die ihn ermöglichen.“
Stéphane kam für einen Sommer. Dann blieb er 20 Jahre.
Stéphanes Bewerbungsgespräch im Jahr 2001 drehte sich fast ausschließlich um Fußball. Man wollte herausfinden, wie gut er sich mit Fußball und den europäischen Vereinen auskannte. Das war für ihn eine leichte Übung.
An seinen ersten Arbeitstagen erlebte er einige Situationen, die ihm Ehrfurcht einflößten, und andere, die ihm surreal erschienen: Er musste in Lagerräumen voller Trikots, die die Öffentlichkeit noch nicht zu Gesicht bekommen hatte, auf Leitern klettern und kam auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz immer am Pokal der UEFA Champions League vorbei. „Jeder Tag war wie Weihnachten“, sagte er.
In der nächsten Saison kam er wieder. Ebenso in der darauffolgenden. Irgendwann bekam er eine feste Stelle. Später übernahm er eine Führungsrolle.
Heute leitet Stéphane die UEFA-Abteilung Fußballdienste. Zusammen mit seinem Team ist er während der Saison für die Rekrutierung, Auswahl, Schulung und Ernennung der UEFA-Spieldelegierten (derzeit rund 450) und UEFA-Spielortverantwortlichen (rund 150) sowie der für die bei UEFA-Endrunden eingesetztenMatch Manager/-innen zuständig. Sein Team ist außerdem für die Spielerregistrierung und Ausrüstungsangelegenheiten in allen UEFA-Wettbewerben zuständig.
„Jeder Tag war wie Weihnachten.“
Irgendwann kam ein bestimmter Moment, der seine Sichtweise auf die Arbeit grundlegend veränderte. Er kümmerte sich gerade um Ausrüstung für die UEFA-Kampagne „Nein zu Rassismus“, als ihm plötzlich bewusst wurde, wie weit die Wirkung des Fußballs über den Platz hinausreicht. Seitdem war seine Rolle für ihn weit mehr als nur Logistik.
In den mittlerweile mehr als 20 Jahren bei der UEFA stand für ihn nicht das Streben nach Titeln oder Beförderungen im Vordergrund. Er hob sich durch seine Arbeitseinstellung hervor. Er wollte wissen, wie das gesamte System funktioniert, nicht nur ein kleiner Teil davon. Und lieferte stets höchste Qualität. Die Bereitschaft, mehr zu leisten als das, erwartet wird – präsent zu sein, Fragen zu stellen und aktiv nach Informationen zu suchen, anstatt darauf zu warten, dass sie einem zugetragen werden.
Praktikumsmöglichkeiten bei der UEFA
Vier Personen. Vier Abteilungen. Vier Jahrzehnte bei der UEFA. Und ihnen allen ist etwas gemein: Sie hatten es nicht geplant, aber alle haben sich voll und ganz eingebracht, waren neugierig und haben sich durch ihre Leistung Vertrauen erarbeitet.
Wenn du dich für ein Praktikum bei der UEFA entscheidest, werden auch auf dich viele Überraschungen warten.
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