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UEFA-Forschungsstipendien-Programm: 15 Jahre wegweisende Forschung 

Die UEFA Forschungsstipendium Wissenschaftler Entwicklung

Warum sind Leistenverletzungen so häufig? Wie kann Fußball gegen Übergewicht bei Kindern helfen? Warum hören so viele Mädchen mit dem Fußball auf? Das sind nur einige der Fragen, die mit Unterstützung des Programms erörtert werden sollen.

Die Forschungsprojekte reichen von Good Governance bis Verletzungsprävention.
Die Forschungsprojekte reichen von Good Governance bis Verletzungsprävention. Getty Images

Im Rahmen des UEFA-Forschungsstipendien-Programms wurden in den letzten 15 Jahren akademische Forschungsarbeiten unterstützt, die dazu beigetragen haben, dass sich der Fußball sowie die Spieler/-innen anpassen, verbessern und weiterentwickeln konnten.

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Programms hat die UEFA Academy, die für das Forschungsstipendien-Programm zuständig ist, eine Sonderausgabe ihrer Publikation „Insights“ herausgegeben.

Auf der Grundlage von Interviews, die 2025 geführt wurden, werden darin 15 wegweisende Projekte beleuchtet – eines aus jedem Jahr seit Einführung des Programms. Dabei kommen die jeweiligen Autor/-innen zu Wort, um über den Einfluss ihrer Forschungsarbeiten, die seit der Veröffentlichung gewonnenen Erkenntnisse und die noch zu untersuchenden Fragen zu reflektieren.

„Jedes Forschungsprojekt trägt zum Erfolg des europäischen Fußballs bei und unterstützt die strategische Entscheidungsfindung innerhalb der UEFA und ihrer Mitgliedsverbände“, sagte Thomas Junod, Leiter der UEFA Academy. „Wir freuen uns auf weitere Meilensteine und fördern weiterhin Innovationen, die den Fußball voranbringen.“

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Eines der ersten Projekte befasste sich mit der Professionalisierung des Frauenfußballs.
Eines der ersten Projekte befasste sich mit der Professionalisierung des Frauenfußballs.Alex Caparros/UEFA

Investitionen von EUR 1,2 Mio. in die Forschung

Seit dem Start des Programms wurden über EUR 1,2 Mio. in 81 Projekte investiert, aus denen mehr als 730 Publikationen hervorgegangen sind.

Jedes Jahr werden Stipendien von bis zu EUR 20 000 an Wissenschaftler/-innen vergeben, die in einem breiten Spektrum von Disziplinen tätig sind – von den Wirtschafts- über die Rechtswissenschaften bis hin zur Soziologie. Ihre Arbeit verbindet der Wunsch, den Fußball durch ein tieferes Verständnis des Sports und seiner Wirkung voranzubringen.

Dabei wurden Themen untersucht, die von Governance bis hin zu Erfahrungen von Spieler/-innen, Coaches, Referees und Fans reichen, um wissenschaftliche in praktische Erkenntnisse für den Fußball umzusetzen.

„Gute Forschung kann still, aber nachhaltig verändern, was wir tun.“

Michel D’Hooghe, Jury-Vorsitzender des Forschungsstipendien-Programms

Diese breite Aufstellung zeigt sich auch bei den Forscher/-innen, die in der neuen Publikation vorgestellt werden. Zu ihnen gehört Jean Williams, eine der ersten Stipendiatinnen des Programms, deren wegweisende Studie vier Jahrzehnte Frauenfußball in Europa beleuchtet und zu einer Referenz geworden ist, um dessen Entwicklung zu verstehen.

Unlängst hat Siv Rosendahl Skard mit dem norwegischen Verein Brann Bergen zusammengearbeitet, um zu untersuchen, welche Rolle Fans bei der Reduzierung des Abfallaufkommens an Spieltagen spielen können.

„Im Laufe der Jahre habe ich gesehen, wie gute Forschung im Stillen, aber nachhaltig das verändern kann, was wir tun“, so Michel D’Hooghe, der den Vorsitz der Jury aus Wissenschaftler/-innen und Vertreter/-innen des Fußballs innehat, welche die Stipendien vergibt. „Wir sind entschlossen, den Fußball und seine Wirkung besser zu verstehen und ihn letztendlich zu verbessern – nicht in abstrakter Hinsicht, sondern auf praktische, messbare Weise.“

Jüngste Studien untersuchten, wie Fans dazu beitragen können, das Abfallaufkommen an Spieltagen zu verringern
Jüngste Studien untersuchten, wie Fans dazu beitragen können, das Abfallaufkommen an Spieltagen zu verringernUEFA

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Das Programm hat sich parallel zum Fußball weiterentwickelt. 2023 hat die UEFA ein Parallelprogramm für die Bereiche Medizinisches, Gesundheit und Antidoping auf den Weg gebracht. Beide Programme bieten neben internationaler Anerkennung auch Zugang zu finanziellen Mitteln und wertvollen Daten von UEFA-Mitgliedsverbänden.

Sie haben zudem die Zusammenarbeit zwischen Verbänden und Universitäten erleichtert und internationale Projekte gefördert, indem sie es bis zu drei Forscher/-innen aus verschiedenen Gebieten ermöglichen, gemeinsame Anträge einzureichen.

Beiden Stipendienprogrammen liegt die Überzeugung zugrunde, dass erstklassige Forschung nicht nur Fragen beantwortet, sondern zu weiteren Untersuchungen anregt und dem Fußball hilft, zu lernen, innovativ zu sein und sich weiterzuentwickeln.

Für den Zyklus 2026/27 des Forschungsstipendien-Programms wurden sechs Projekte ausgewählt, eines davon zum Schwerpunktthema: „Wege der körperlichen Entwicklung im Nachwuchsfußball“. Die ausgewählten Projekte betreffen Dänemark, England, Italien, die Republik Irland, Russland und die Ukraine.  

Informationen zur UEFA Academy 

An der UEFA Academy werden Fußball-Leadership und -Management vermittelt. Die Weiterbildungsprogramme für Führungskräfte sollen Menschen inspirieren und im Fußball etwas bewirken.

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