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Einführung eines medizinischen Übergabeprotokolls für eine bessere Spielerbetreuung  

Die UEFA Medizinisches

Die UEFA hat für die Saison 2026/27 ein neues medizinisches Übergabeprotokoll auf den Weg gebracht und somit eine Pilotphase gestartet, um den Austausch medizinischer Informationen zwischen Klubs und Nationalmannschaften zu fördern.

Einführung eines medizinischen Übergabeprotokolls für eine bessere Spielerbetreuung  
UEFA via Getty Images

Dieses Pilotprojekt geht der Einführung einer integrierten medizinischen Plattform für den europäischen Fußball voraus, mit der langfristig ein effizienter Austausch medizinischer Daten innerhalb des europäischen Fußballs erfolgen soll.

Das neue Protokoll, das in Zusammenarbeit mit den European Football Clubs (EFC) entwickelt wurde, soll dem medizinischen Personal dabei helfen, wichtige Informationen zu Spieler/-innen auf sichere Art auszutauschen, wenn diese sich zwischen ihren Vereinen und den Nationalteams bewegen. Es dient als erster Schritt und soll dazu beitragen, die Prozesse vor der Einführung der neuen Plattform weiter zu verbessern. Gleichzeitig wird die Gesundheit der Spieler/-innen, die Kontinuität der Betreuung und die Wahrung einheitlicher medizinischer Standards im gesamten Fußball gefördert.

Eine Plattform für alle

Mit dem Protokoll wird ein standardisiertes Verfahren für den Austausch medizinischer Informationen eingeführt, der dem Einverständnis der Spieler/-innen sowie den Datenschutzanforderungen unterliegt. Die Umsetzung erfolgt zunächst über das bestehende Online-Tool TIME („Team Information Management Exchange“).

Die Initiative ist ein wichtiger Schritt, um zu testen, wie dem medizinischen Personal relevante Informationen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden können, damit eine sichere und einheitlichere Betreuung der Spielerinnen und Spieler in allen Wettbewerben gewährleistet werden kann. Das Tool wird zunächst den europäischen A-Nationalteams der Männer und Frauen sowie den Vereinen, die Spielerinnen und Spieler für diese A-Teams abstellen, zur Verfügung gestellt. In den nachfolgenden Spielzeiten soll es auch außereuropäischen Vereinen und Nationalverbänden zugänglich gemacht werden.

Die neue Initiative ist Teil des überarbeiteten umfassenderen medizinischen Programms vor Saisonbeginn und bildet den Auftakt für ein umfassenderes Projekt zur Digitalisierung im medizinischen Bereich. Alle Teams müssen eine medizinische Kontaktperson ernennen, die für die Kommunikation im Zusammenhang mit der Abstellung von Spieler/-innen zuständig ist, während das Personal die Informationen auf der Plattform proaktiv überwachen und bei Bedarf aktualisieren muss.

Schutz der Fans

Die medizinischen Mindestanforderungen bei UEFA-Wettbewerben in der Saison 2026/27 bleiben unverändert. Die UEFA hat jedoch neue medizinische Mindestempfehlungen für Zuschauer/-innen (nur auf Englisch) bei UEFA-Spielen eingeführt.

Während die lokalen Behörden für die medizinische Versorgung der Zuschauer/-innen gemäß ihren eigenen Bestimmungen zuständig sind, werden in den neuen Empfehlungen mindestens erforderliche medizinische Dienstleistungen für Zuschauer/-innen festgehalten, die am Spieltag von den UEFA-Sicherheitsbeauftragten überprüft werden.

Weitere Neuigkeiten für die Saison 2026/27

Die UEFA hat neue Richtlinien für die Beurteilung von Kopfverletzungen auf dem Spielfeld eingeführt, um eine strukturierte Beurteilung potenzieller Gehirnerschütterungen bei Spielen zu ermöglichen.

Zudem hat die UEFA ein Rahmenwerk für Kopfballspiel im Nachwuchsbereich eingeführt, mit dem Coaches jungen Spielerinnen und Spielern das sichere, selbstbewusste und korrekte Kopfballspiel beibringen können. Darin wird ein vorsichtiger, altersgerechter Ansatz empfohlen, bei dem jüngere Spieler/-innen mit Schaumstoffbällen, Ballons oder leichten Bällen beginnen sollen, bevor sie schrittweise zu einem kontrollierten Kopfballtraining übergehen. Dabei ist Qualität wichtiger als Quantität, um unnötige Kopfballwiederholungen zu vermeiden. Gleichzeitig wird die gesamte Technik – von Beinarbeit und Körperhaltung über Stärkung der Nackenmuskulatur, Stirnkontakt und Kommunikation bis hin zu einer sicheren Entscheidungsfindung – entwickelt.

Das Rahmenwerk unterstreicht auch die Bedeutung von Übungen zur Stärkung der Nacken- und Rumpfmuskulatur beim Aufwärmen, der korrekten Ballgröße und des richtigen Balldrucks sowie der Verringerung von Trainingseinheiten zum Kopfballspiel nach Partien mit vielen Kopfballduellen.

Mit diesen neuen und aktualisierten Maßnahmen bekräftigt die UEFA ihr Engagement für das Wohlergehen von Spielerinnen und Spielern, eine kontinuierliche Betreuung und klare medizinische Standards im gesamten Fußball.

Zum Medizinischen Reglement der UEFA