Forschung und Recherche
Donnerstag, 30. Mai 2024
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Die UEFA ist dank ihrer kontinuierlichen Forschung immer am Puls der Zeit – sie passt die Sportmedizin an die sich wandelnden Bedürfnisse moderner Spielerinnen und Spieler an und arbeitet am besseren Verständnis von Verletzungen.
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Mit der Unterstützung von medizinischen Fachleuten führt die UEFA mehrere wichtige Studien zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit von Spielerinnen und Spielern in UEFA-Wettbewerben durch.
Verletzungsstudie
Seit 2001 betreibt die UEFA ein Forschungsprogramm, in dem jede Saison die Sicherheit von Spielerinnen und Spielern in der Champions League der Frauen und Männer bewertet wird. Durch die Beobachtung von Risiken für und dem Schweregrad von Verletzungen konnte das Wissen über Sportverletzungen vertieft werden. 2004 wurde das Programm auf Teams ausgeweitet, die an EM-Endrunden teilnehmen; 2022/23 kam die Nations League hinzu.
Alle teilnehmenden Vereine erhalten nach der Hälfte und am Ende der Saison je einen Bericht zum Vergleich ihrer Ergebnisse; den Nationalteams wird nach den Endrunden ein Bericht zugestellt.
UEFA-Verletzungsstudie für Eliteklubs (2019/20)
UEFA-Verletzungsstudie für Frauen-Eliteklubs (2019/20)
Studie zu Gehirnerschütterungen und Kopfverletzungen
Nach mehreren aufsehenerregenden Gehirnerschütterungen in UEFA-Wettbewerben hat die UEFA 2019 ihre erste Sensibilisierungskampagne zu Gehirnerschütterungen auf den Weg gebracht, um Spieler/-innen, Coaches, Mediziner/-innen, Unparteiische und die breite Öffentlichkeit zu informieren, wie bei Kopfverletzungen während eines Spiels zu reagieren ist. Zudem müssen alle an UEFA-Wettbewerben teilnehmende Teams die UEFA-Charta zu Gehirnerschütterungen unterzeichnen, in der bewährte Vorgehensweisen im Umgang mit Gehirnerschütterungen festgehalten sind.
„Wir hoffen, dass diese Kampagne ein größeres Bewusstsein dafür schafft, dass Kopfverletzungen immer ernst genommen werden müssen.“
Die UEFA unterstützt außerdem eine internationale Forschungsgruppe, die sich aus Verbänden und Universitäten aus vier Ländern zusammensetzt: den Fußballverbänden Deutschlands, Kroatiens, Norwegens, und der Türkei, sowie der Arktischen Universität in Tromsø, der Acıbadem Universität in Istanbul, der Universität Split und der Universität des Saarlandes. 2023 erhielt diese Gruppe Fördermittel aus Erasmus+, um das Bewusstsein für Gehirnerschütterungen sowie die Präventionsmodelle im europäischen Nachwuchsfußball zu stärken.
Die medizinischen Vorabuntersuchungen umfassen jetzt auch neurologische Baseline-Screenings, damit die Ärztinnen und Ärzte den Gesundheitszustand der Spieler/-innen nach einer Kopfverletzung beurteilen können. Des Weiteren wurde ein Videosystem zur Überprüfung medizinischer Fälle („Medical Video Review System“, MVRS) eingeführt, mit dem die Mediziner/-innen die Ursachen einer möglichen Gehirnerschütterung sofort überprüfen können.
Im Juni 2020 hat die UEFA Richtlinien zum Kopfballspiel für Nationalverbände, Trainer/-innen und Eltern herausgegeben, um junge Fußballerinnen und Fußballer zu schützen. Diese wurden von der Medizinischen Kommission der UEFA und dem Expertenausschuss für die Richtlinien zum Kopfballspiel verfasst.
UEFA-Forschungsstipendien-Programm für Medizin
Das von der UEFA Academy unterstützte Forschungsstipendien-Programm für Medizin richtet sich an Forschende, die sich mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Fußballer/-innen befassen und so eine Grundlage für medizinische Entscheidungen schaffen. Es werden EUR 30 000 für allgemeine Forschung im Bereich Frauenfußball für die Dauer von einem Jahr zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse der Studien werden anschließend mit allen 55 europäischen Nationalverbänden geteilt.
Medizinische Auszeichnungen
Die Erholungsphase von Elitefußballschiedsrichtern im Rahmen eines intensiven Spielplans verstehen (Understanding the recovery time course in elite football referees during a congested match schedule, Javier Sánchez)