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Bluttests in UEFA-Wettbewerben

Die UEFA wird ab Beginn der Saison 2013/14 in allen Wettbewerben Bluttests durchführen. Derweil gab es keine postiven Befunde bei den Dopingtests in der UEFA Champions League und UEFA Europa League während der letzten Saison.

Die UEFA führt in allen Wettbewerben umfangreiche Dopingkontrollen durch
Die UEFA führt in allen Wettbewerben umfangreiche Dopingkontrollen durch ©Sportsfile

Gemäß einer Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees im Mai wird die UEFA in allen Wettbewerben ab dem Beginn der Saison 2013/14 Bluttests durchführen.

Bisher wurden von der UEFA nur bei den Endrunden der UEFA EURO 2008 und der UEFA EURO 2012 Bluttests durchgeführt. Nun werden Bluttests sowohl während als auch außerhalb des Spielbetriebs eingeführt. Im Rahmen einer Dopingkontrolle kann es dazu kommen, dass Spieler nur Urin- oder Blutproben abgeben müssen, aber auch eine Entnahme beider Proben ist möglich. Die UEFA-Mitgliedsverbände und alle an UEFA-Wettbewerben teilnehmenden Vereine sind darüber bereits durch das Rundschreiben 2013/027 informiert und wurden angewiesen, dies den Spielern und Betreuern mitzuteilen.

Anti-Dopingreglement
Die Ausgabe 2013 des UEFA-Dopingreglements trat am 1. Juli 2013 in Kraft. Für die Saison 2013/14 wurde das Reglement aktualisiert. Die wichtigste Änderung betrifft die Ergänzung einer Bestimmung, welche die Prozedur für individuelle Spieler hinsichtlich Tests außerhalb des Spielbetriebs, also abseits von offiziellen Aktivitäten mit der Mannschaft, detailliert. Diese Regelung findet Anwendung, wenn Spieler und/oder ihre Mannschaften mehrere Verstöße bei der Meldung von Aufenthaltsorten begangen haben und ein Stadium erreicht ist, in dem individuelle Tests von Spielern gerechtfertigt sind.

Die Prozedur der Stichproben-Entnahme ist identisch wie beschrieben im Anti-Dopingreglement der FIFA. Andere Änderungen sind von geringerer Bedeutung, so wie die Neuformulierung gewisser Bestimmungen zum Zwecke der Deutlichkeit und Neustrukturierungen, um das UEFA-Reglement dem der FIFA näher anzupassen. Es gibt keine Änderungen hinsichtlich von Verstößen oder der Verantwortlichkeiten für die Nationalverbände und die Vereine.

Tests während der Saison 2012/13
In der Saison 2012/13 wurden im Rahmen der UEFA Champions League und UEFA Europa League 1 374 Dopingkontrollen durchgeführt. In beiden Wettbewerben gab es keine positiven Tests. In anderen Wettbewerben führte die UEFA 407 Dopingkontrollen durch, allerdings ist die Saison noch nicht beendet. So wird es bei der UEFA Women's EURO 2013 in Schweden ebenso wie bei den drei im Sommer stattfindenden Jugend-Endrunden (U19 sowie U19 und U17 der Frauen) zu regelmäßigen Kontrollen kommen.

UEFA Champions League 2012/13
Die UEFA führt in der UEFA Champions League im Spielbetrieb und während Spielpausen Kontrollen durch. Von den Spielern wurden in der Saison 2012/13 insgesamt 813 Proben entnommen, davon wurden mehr als 67 % der Proben auf EPO - die Substanz, die zur Steigerung des Leistungsvermögens und der Kondition verwendet wird - kontrolliert. Einige Spieler wurden im Laufe der Saison sechs Mal kontrolliert.

Proben im Spielbetrieb
UEFAs Dopingkontroll-Programm basiert auf einer durchdachten Risikoeinschätzung und einer detaillierten Testaufstellung. Kontrollen wurden bei allen Partien während der Play-off-Runde der UEFA Champions League vorgenommen, außerdem wurde bei jedem Team während der Gruppenphase mindestens ein Mal getestet. Von den beiden Finalisten wurden 30 Spieler während der Saison mindestens drei Mal kontrolliert.

Proben während der Spielpausen
Rund 60 % der Dopingkontrollen in der UEFA Champions League wurden außerhalb des Spielbetriebs auf den Trainingsgeländen der Vereine durchgeführt. Über 80 % der Proben während der Spielpausen wurden auf EPO untersucht. Die beiden Finalisten wurden im Verlauf der Saison fünf Mal außerhalb des Spielbetriebs getestet.

UEFA Europa League 2012/13
Während der UEFA Europa League 2012/13 wurden 560 Proben entnommen. Wie in der UEFA Champions League werden die Kontrollen in der UEFA Europa League gemäß einer sorgfältigen Risikoeinschätzung durchgeführt. Jeder Teilnehmer der Play-off-Runde wurde getestet, danach wurden Dopingkontrollen bei über 50 % aller Spiele durchgeführt. Ab dem Achtelfinale wurden bei jedem Spiel Dopingtests vorgenommen.

Steroid-Profile
In Zusammenarbeit mit dem von der WADA zugelassenen Labor in Lausanne wird die UEFA Steroid-Profile von nahezu 900 Spielern erstellen, die in den UEFA-Wettbewerben seit 2008 mindestens drei Proben abgegeben haben. Ziel dieser Untersuchung ist es, anhand von vergangenen Dopingkontrollen eine potenzielle Verbreitung von Steroideinnahme im europäischen Fußball zu erkennen. Die Untersuchung verläuft anonym und die Befunde werden nicht dazu führen, dass Spieler einem Dopingverstoß überführt werden.

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