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Finanzielles Fairplay sichert die Stabilität des Fußballs

FFP

UEFA-Präsident Michel Platini hat betont, dass das finanzielles Fairplay-Konzept des europäischen Dachverbandes entscheidend dazu beitragen wird, die langfristige Stabilität des Fußballs zu gewährleisten.

Finanzielles Fairplay sichert die Stabilität des Fußballs
Finanzielles Fairplay sichert die Stabilität des Fußballs ©UEFA.com

Die UEFA hat betont, dass ihr finanzielles Fairplay-Konzeptentscheidend dazu beitragen wird, die langfristige Stabilität des Fußballs zu gewährleisten. Nur so könne man die Klubs aus der Kostenspirale befreien, die so viele Vereine in jüngster Zeit an den Rande des Abgrunds geführt hat.

UEFA-Präsident Michel Platini erklärte am Dienstag zusammen mit einigen hochrangigen UEFA-Vertretern und Karl-Heinz Rummenigge, dem Vorsitzenden der European Club Association (ECA), die Pläne der Öffentlichkeit.

Zweck dieser Maßnahme ist es, die langfristige Gesundheit und Handlungsfähigkeit des europäischen Fußballs zu sichern und damit die Integrität und den reibungslosen Ablauf der internationalen Wettbewerbe. Außerdem sollen so langfristige Investitionen in die Jugendarbeit und die sportlichen Infrastrukturen der Klubs garantiert werden.

Letztes Jahr gab die UEFA die Regeln für Klublizenzierung und finanzielles Fairplay heraus, in denen die Kriterien für die Einführung der finanziellen Fairplay-Maßnahmen der UEFA näher erläutert wurden.

Die phasenweise Einführung der Maßnahmen wird drei Jahre in Anspruch nehmen, die wichtigste Maßnahme – die "break-even"-Anforderung – wird mit dem Jahresabschluss des Berichtsjahres 2012 in Kraft treten und während der Europapokal-Saison 2013/14 geprüft werden. Erste Sanktionen gegen Klubs, die gegen die "break-even-Anforderungen" verstoßen, können somit schon in der Spielzeit 2013/14 verhängt werden.

Diese Anforderungen besagen, dass die Klubs nicht mehr Geld ausgeben dürfen als sie einnehmen. Zudem werden die Vereine unter bestimmten Risikofaktoren bewertet, in die auch Schulden und Gehaltszahlungen einfließen. Vom nächsten Sommer an muss gewährleistet sein, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen pünktlich nachkommen.

"Es ist ein komplexes Projekt, aber eines, das ich für wesentlich für die Zukunft des Fußballs halte", sagte Michel Platini. "Finanzielles Fairplay ist nicht dazu gedacht, die Klubs in Schwierigkeiten zu bringen, im Gegenteil. Es soll mithelfen, aus einer höllischen Spirale auszusteigen, die es vielen Klubs unmöglich macht, lebensfähige mittel- oder langfristige Modelle in die Tat umzusetzen.

"Fans und Liebhaber des Fußballs haben kein Interesse daran, dass traditionsreiche Vereine aufgrund haarsträubender Managementfehler von der Bildfläche verschwinden. Es war absolut unerlässlich für den Dachverband einzuschreiten und genau das haben wir jetzt getan." Der UEFA-Präsident fügte an, dass die UEFA nicht zögern werde, geeignete Maßnahmen gegen Klubs zu ergreifen, die gegen die neuen Regularien verstoßen.

Unterstützt wird dieses völlig neue Konzept von allen wichtigen Kräften im europäischen Fußball – vor allem von den Klubs selbst. "Ich muss klar und deutlich sagen, dass ich vom ersten Moment an diese Entscheidung, diese Idee [von Michel Platini] unterstützt habe, als schon damals klar zu sehen war, dass wir finanziell im Klubfußball in die falsche Richtung fahren", sagte Rummenigge. "Ich glaube, es ist ein guter Moment, den wir jetzt erreicht haben, um vom Vollgas runter zu gehen und auf die Bremse zu treten, um ganz einfach wieder zu mehr Rationalität im Klubfußball zu kommen". Der ECA gehören 197 Klubs aus ganz Europa an.

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit größerer finanzieller Disziplin. Die Einnahmen aus dem Fußballgeschäft sind beständig gestiegen – im Finanzjahr 2009 betrug der Gesamtumsatz 11,7 Milliarden Euro. Durch gestiegene Kosten entstanden jedoch Nettoverluste in Höhe von 1,2 Milliarden Euro – fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Zahlreiche Klubs zahlen Unsummen für Spielergehälter. Die gesamten Transfersummen betrugen in erwähnten Zeitraum 2,2 Milliarden Euro, fast 800 Millionen davon wurden erst nach zwölf Monaten fällig.

Viele der Klub-Rechnungsprüfer äußerten ihre Bedenken darüber, ob die Klubs auch weiterhin als Unternehmen geführt werden können. Die Vereine wurden aufgefordert, sich auf die finanzielle Zukunft vorzubereiten, indem sich ihre Betriebsstrategien unter die Lupe nehmen. Vor allem die Break-even-Regel soll die Klubs ermutigen, mit ihren Einnahmen auszukommen und sogar noch in Infrastruktur und Jugendarbeit zu investieren.

"Ich bin überzeugt, dass alle Klubs, auch die Top-Klubs in Europa, alles tun werden, dass sie die Regeln erfüllen", sagte Rummenigge, der die negativen Auswirkungen auf den Fußball hervorhob, sollte sich ein Klub sportlich für die UEFA Champions League qualifizieren, der dann aus finanziellen Gründe aber passen müsse. "Wenn die Klubs den Willen des europäischen Fußballs nicht respektieren, müssen sie die Konsequenzen tragen", warnte Michel Platini. "Es gibt keinen Weg zurück mehr."

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