„Ich habe geholfen, die Medaillen zu überreichen!“ – die 12-jährige Greta strahlt beim Finale der Women’s EURO 2025
Mittwoch, 30. Juli 2025
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Dieses Jahr wurde bei jedem Endspiel eines UEFA-Wettbewerbs ein von der UEFA-Stiftung unterstütztes Kind eingeladen, zusammen mit dem UEFA-Präsidenten zur Siegerehrung auf das Spielfeld zu gehen.
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Für die meisten Kinder ist es schon spannend genug, ein Endspiel zu sehen. Aber für die 12-jährige Greta, die mit dem Dravet-Syndrom, einer Form von Epilepsie, lebt, war das Finale der UEFA Women’s EURO 2025 noch viel mehr. Sie verfolgte nicht nur das Spiel von der Tribüne, sondern durfte den UEFA-Präsidenten für die Siegerehrung auf das Spielfeld begleiten und ihn bei der Medaillenübergabe unterstützen.
„Zuerst war ich nervös, aber dann haben mich die Spielerinnen angelächelt. Es fühlte sich an, als würde ich zu ihrem Team dazu gehören“, sagte die strahlende Greta nach der Zeremonie.
Bei Greta wurde im Alter von sechs Monaten eine genetisch bedingte Form von Epilepsie diagnostiziert. Die 12-Jährige wurde in Portugal geboren und lebt in der Schweiz. Sie ist sportbegeistert und interessiert sich vor allem für Fußball und Basketball. Sie ist Mitglied von PluSport, einem Verband, der in der ganzen Schweiz Sportangebote für Menschen mit Behinderung organisiert.
Ein Turnier voller Premieren
Bei der UEFA Women’s EURO 2025 ging es nicht nur um Fußball. Das Turnier ermöglichte es Kindern aus ganz Europa und darüber hinaus, besser wahrgenommen zu werden, Teil des Geschehens zu werden und gegebenenfalls selber mit dem Fußballspielen anzufangen. Dank der UEFA-Stiftung für Kinder konnten 66 Kinder als Spielerbegleitkinder auf dem Rasen fungieren. Zudem erhielten in den acht Austragungsstädten über 2 000 Kinder Tickets für ein Spiel – viele von ihnen konnten so zum ersten Mal eine Partie live im Stadion miterleben.
Aus dem Krankenzimmer ins Zentrum des Geschehens
Nicht jedes Kind konnte die Begeisterung vor Ort miterleben, aber dank einer Partnerschaft mit Awabot wurden in vier Stadien – Basel, Bern, Genf und Zürich – insgesamt acht Telepräsenz-Roboter platziert.
So konnten stationär behandelte Kinder virtuell an den Spielen teilhaben, Spielerinnen treffen und die Energie des Publikums miterleben. Die Roboter waren bei 19 Spielen im Einsatz und ermöglichten rund 200 Kindern diese Erfahrung.
„Ich lag in meinem Krankenhausbett, aber es fühlte sich an, als wäre ich direkt im Stadion“, sagte ein junger Fan, der über einen Roboter dazugeschaltet wurde.
2025 kostenlose Tickets für alle
Die UEFA-Stiftung für Kinder und ihre Partner verteilten zahlreiche Freikarten an lokale Verbände, um möglichst viele Kinder am Turnier teilhaben zu lassen.
Nachhaltiges Vermächtnis
Das Ende des Turniers bedeutet nicht das Ende seines Einflusses. Zusammen mit der adidas-Stiftung unterstützt die UEFA-Stiftung für Kinder auch langfristige Projekte in ganz Europa, in deren Rahmen Kinder dazu angeregt werden, Fußball zu spielen und Sport dafür zu nutzen, ihr Leben zu verbessern. Einige der an diesen Projekten teilnehmenden Verbände wurden sogar eingeladen, während des Turniers Spielerinnen zu treffen, bei Trainingseinheiten dabei zu sein und an besonderen Events teilzunehmen – Momente, die noch lange nach dem Abpfiff in Erinnerung bleiben werden.