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Österreich träumt von der Sensation

Österreich hat schon vor dem letzten Qualifikationsspiel gegen Dänemark am Samstag einen Platz in den Play-offs sicher, die junge Truppe profitiert von der Forcierung der Nachwuchsarbeit beim ÖFB.

Laura Feiersinger gilt als große Hoffnungsträgerin
Laura Feiersinger gilt als große Hoffnungsträgerin ©FPF

Schon jetzt kann vom größten Erfolg des österreichischen Frauen-Nationalteams gesprochen werden. Bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen Dänemark steht fest, dass die Auswahl von Dominik Thalhammer in den Play-offs zur UEFA-Europameisterschaft für Frauen steht. Zumindest. Denn auch der Gruppensieg oder Direktaufstieg als bestes zweitplatziertes Team ist noch möglich.

"An einem guten Tag können wir mit den europäischen Spitzenmannschaften durchaus mithalten. Dem EM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark sehe ich daher positiv entgegen", so der Trainer. Das wird aber alles andere als eine leichte Aufgabe, denn dazu müsste ein Sieg gegen die Skandinavierinnen her. Dänemark konnte die bisherigen sechs Spiele gewinnen – und das mit einem unglaublichen Torverhältnis von 25:0.

Die meisten Probleme wird den Alpen-Kickerinnen vermutlich wieder Pernille Harder bereiten. Acht Treffer durfte die erst 19-Jährige in dieser Qualifikation bereits bejubeln. Drei davon erzielte sie beim 3:0-Heimsieg über Österreich im vergangenen Oktober. Selbst im Fall eines Überraschungssieges der ÖFB-Elf müsste Dänemark dann noch gegen Portugal patzen, um die Spitzenposition zu verlieren.

So gering die Chancen auf den Gruppensieg auch sind – die Stimmung trübt das bei den Österreicherinnen nicht. Kein Wunder, immerhin spielt man eine bärenstarke Qualifikation. Fünf Siege in Serie durften sie nun schon feiern. Noch nie qualifizierte sich der ÖFB für eine EM, noch nie war man in den Play-offs. "Im Frauen-Team ist ein echter Fortschritt erkennbar", fiel auch der höchsten nationalen Ebene, nämlich ÖFB-Präsident Leo Windtner, auf.

Mit ein Grund für den Höhenflug ist mit Sicherheit die Forcierung der Nachwuchsarbeit. Der Fußballbund eröffnete vor knapp einem Jahr das neue Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten. "Der ÖFB und ich als Präsident stehen voll hinter diesem Projekt. Man merkt, dass hier nicht nur das Rundherum perfekt ist, sondern auch die Seele stimmt. Es ist ein Schritt in die Zukunft, denn im modernen Frauenfußball ist es ohne hochklassige Ausbildungsstätten nicht möglich, international mitzuhalten", so Windtner.

Teamchef Thalhammer profitiert von den immer besser werdenden Talenten ungemein. Beim so wichtigen 3:2-Auswärtserfolg in der Tschechischen Republik waren gleich sechs Startelf-Spielerinnen nach dem 1.1.1990 geboren. Nadine Prohaska und Sarah Puntigam bedankten sich für das Vertrauen mit Toren. Auch Senkrechtstarterin Laura Feiersinger vom FC Bayern München konnte in dieser Qualifikation bereits dreimal jubeln. Gestützt werden die jungen Wilden von Führungsspielerinnen wie Nina Burger. Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob das Team schon reif genug für eine weitere große Überraschung ist. Zutrauen darf man es Österreich auf jeden Fall.

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