Experten von der Endrunde begeistert

Die Ausweitung der des UEFA-Fraueneuropameisterschaft auf zwölf Vereine hat sich als Erfolg erwiesen, sagt Schottland-Trainerin Anna Signeul, Mitglied der Technischen Studiengruppe der UEFA.

Karin Stevens war für Debütant Niederlande dabei, nachdem sie zuvor bei der U19-Endrunde gespielt hatte
Karin Stevens war für Debütant Niederlande dabei, nachdem sie zuvor bei der U19-Endrunde gespielt hatte ©Getty Images

Die Ausweitung der des UEFA-Fraueneuropameisterschaft auf zwölf Vereine hat sich als Erfolg erwiesen, sagt Schottland-Trainerin Anna Signeul, Mitglied der Technischen Studiengruppe der UEFA in Finnland.

Neulinge mit starken Auftritten
Bei der Endrunde 2009 durften vier Nationen mehr teilnehmen als bisher. So kamen die Niederlande, Island und die Ukraine zu ihren Debüts in diesem Wettbewerb. Und Russland war auch wieder dabei, nachdem das Turnier 2005 verpasst worden war. Sie setzten sich gegen die von Signeul trainierte schottische Mannschaft in den Playoffs aufgrund der Auswärtstorregel durch. Oranje zeigte eine fantastische Leistung und erreichte das Halbfinale; überhaupt waren diese vier Teams eine echte Bereicherung für das Turnier.

Hoher Standard
Signeul, eine von vier Nationaltrainerinnen, die mithilft, den UEFA-Technik-Report zu erstellen - außerdem gehören Ignacio Quereda (Spanien), Béatrice von Siebenthal (Schweiz) und Anne Noë (Belgien) dazu -, sagte gegenüber uefa.com: "Die eine Sache, über die wir erfreut sind, ist die höhere Zahl der Mannschaften. Wir glauben, dass damit das Turnier konkurrenzbetonter geworden ist. Wir denken, dass die vier Mannschaften anderen Fußball beigesteuert haben, womit es interessanter und attraktiver geworden ist. Wir sind erfreut über das Niveau der Spiele, aber der Standard vor vier Jahren war auch schon recht hoch."

Nachwuchsstars
Beim Turnier in England gehörte Signeul ebenfalls zu den technischen Beobachterinnen - gemeinsam mit ihrer Vorgängerin als schottische Nationaltrainerin, Vera Pauw, die bei diesem Turnier die Niederlande sehr erfolgreich betreut hat. Diesmal, so glaubt Signeul, haben mehr junge Spielerinnen geglänzt. "Es gab Änderungen in der Kadern, einige ältere Spielerinnen, die vor vier Jahren einflussreich waren, sind nicht mehr dabei, und manche sind hier, aber sie sind etwas älter geworden", sagte sie. "Wir haben viele junge Spielerinnen gesehen. Vor vier Jahren hatten wir [Louisa] Nécib und [Isabell] Herlovsen, und die sind jetzt auch hier. Wir haben junge Kader gesehen. Deutschland hat zwei sehr junge Spielerinnen, die in der Startelf stehen: die zentrale Mittelfeldspielerin Kim Kulig, die erst neun Länderspiele hatte, und Rechtsverteidigerin Bianca Schmidt, die statt Kerstin Stegemann, die es auf 190 Länderspiele bringt, fünfmal in der Nationalelf gespielt hatte. Das ist ein kleiner Unterschied zum Turnier vor vier Jahren."

Jugendturniere
Diese Entwicklung geht teilweise einher mit der wachsenden Bedeutung der internationalen Jugendturniere, glaubt Signeul, die Schweden 1999 zum Sieg bei der UEFA-U18-Europameisterschaft für Frauen führte. "Deshalb können wir sehen, dass sich diese junge Spielerinnen so gut entwickeln", sagte sie. "Die russischen Spielerinnen, die [2005] die U19-Europameisterschaft gewannen, hatten ihren Einfluss. Die Erfahrung, an Turnieren teilzunehmen, ist für ihre Entwicklung fantastisch. Das macht es einfacher für sie, wenn sie in dieses Umfeld kommen, sie wissen, was sie erwartet, und sie wissen etwas über den Druck. Das habe ich hervorgehoben, als ich Nachwuchstrainerin war. Es ist wichtig, diese Turniere für junge Spieler zu haben, so dass wir nicht so viele Turniere brauchen, damit sie ihre Leistung bringen. Sie können am ersten Turnier teilnehmen und Leistung zeigen wie Kulig und andere."