Finale der Women's Champions League: Bei Barcelona gegen OL Lyonnes im Fokus
Freitag, 15. Mai 2026
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Der dominierende Klub der 2020er Jahre trifft zum vierten Mal im Finale der UEFA Women’s Champions League auf die Königinnen der 2010er Jahre.
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Barcelona trifft am Samstag, dem 23. Mai im Endspiel der UEFA Women's Champions League 2026 auf OL Lyonnes.
Wir haben einige der wichtigsten Themen, auf die man achten sollte, wenn die Partie um 18:00 Uhr MEZ im Ullevaal Stadion in Oslo, Norwegen, angepfiffen wird.
Neues Kapitel der Rivalität
OL Lyonnes traf zwischen 2013 und 2020 vier Mal im Finale auf Wolfsburg, doch im Endspiel 2019 begann eine neue Rivalität. Barcelona war als erstes spanisches Team ins Finale eingezogen, doch dank eines Blitzstarts gewann OL Lyonnes überzeugend mit 4:1.
Seitdem haben beide Teams jeweils ein Finale zwischen diesen Mannschaften gewonnen – OL Lyonnes triumphierte 2022 mit 3:1 und Barcelona 2024 mit 2:0. Nun treffen sie erneut aufeinander, wodurch sie mit dem Duell OL Lyonnes gegen Wolfsburg gleichziehen und zum am häufigsten ausgetragenen Endspiel des Wettbewerbs werden. Keines der beiden Teams ist Titelverteidiger, da beide in der vergangenen Saison gegen Arsenal verloren haben. Daher werden beide Klubs darauf brennen, den Titel zurückzuerobern.
Die beiden Teams belegten in der neuen Ligaphase die ersten beiden Plätze, getrennt lediglich durch die Tordifferenz. Wird OL Lyonnes zum dritten Mal in vier Endspielen gegen Barcelona gewinnen, oder feiern die Spanierinnen ihren vierten Triumph und rücken damit näher an die acht Titel des Rivalen heran?
Barcelona - OL Lyonnes in Europa
2023/24 Finale: Barcelona - OL Lyonnes 2:0 (Bilbao)
2021/22 Finale: Barcelona - OL Lyonnes 1:3 (Turin)
2018/19 Finale: OL Lyonnes - Barcelona 4:1 (Budapest)
2017/18 Viertelfinale: OL Lyonnes - Barcelona 2:1/1:0 (Gesamt: 3:1)
Erstgenanntes Team bestritt das Hinspiel bei einem Duell mit Hin- und Rückspiel zu Hause
Barcelonas Stars gegen breiten Kader von OL
Durch die Abgänge von Fridolina Rolfö, Jana Fernández und Ingrid Engen im vergangenen Sommer ging Barcelona mit einem veränderten Kader in die Saison 2025/26, doch mit Aitana Bonmatí, Alexia Putellas, Ewa Pajor, Caroline Graham Hansen und Clàudia Pina verfügt der Verein nach wie vor über einige Stars.
Obwohl Barcelona Spielerinnen verloren hat, die an früheren Triumphen in der Women's Champions League beteiligt waren, und Bonmatí verletzungsbedingt fünf Monate ausfiel, dominiert der Klub weiterhin auf allen Ebenen und nähert sich erneut der 200-Tore-Marke in dieser Saison, wobei die Eigengewächse Clara Serrajordi und Aïcha Camara den Sprung in die Startelf geschafft haben.
OL Lyonnes dürfte nach weiteren Verstärkungen in dieser Saison die größte Herausforderung darstellen. Neben Engen verpflichtete der französische Klub auch Marie-Antoinette Katoto, Jule Brand, Ashley Lawrence, Korbin Shrader und Lily Yohannes.
Da die mehrfachen Titelträgerinnen Wendie Renard, Selma Bacha und Ada Hegerberg weiterhin im Kader stehen, half die enorme Kaderbreite, als man im Viertelfinal-Rückspiel gegen Wolfsburg in Rückstand lag. Durch die Einwechslungen von Damaris Egurrola, Melchie Dumornay, Vicki Becho, Katoto und Tabitha Chawinga gelang es, das Blatt zu wenden. Selbst ohne die verletzte Kadidiatou Diani verfügen sie für das Finale weiterhin über eine starke Bank.
Im Blickpunkt
Barcelonas Torjägerin Pajor hofft, ihre persönliche Pechsträhne in den Endspielen der Women's Champions League zu beenden, nachdem sie 2016, 2018, 2020 und 2023 mit Wolfsburg sowie in der vergangenen Saison mit Barcelona unterlag. Die Polin wird es voraussichtlich mit Renard zu tun bekommen, die bei allen elf bisherigen Endspielen von OL Lyonnes dabei war und ihren neunten Titel anstrebt.
Die norwegischen Stars beider Teams wollen auf heimischem Boden den Titel holen, wobei die in Oslo geborene Graham Hansen gegen ihre Nationalmannschaftskolleginnen Engen und die Rekordtorschützin des Wettbewerbs, Hegerberg, antritt. Wird es eine Wiederholung des Finales von 2019 geben, als Dzsenifer Marozsán in ihrer Geburtsstadt Budapest früh traf und OL Lyonnes damit auf die Siegerstraße gegen Barcelona brachte?
Die Trainer sorgen für einen weiteren spannenden Nebenschauplatz. Jonatan Giráldez führte Barcelona zwischen 2022 und 2024 in drei Endspiele und gewann zwei davon, zusätzlich zu seinem Erfolg als Co-Trainer im Jahr 2021. Nach fast einem Jahr bei Washington Spirit kehrte er nach Europa zurück, um sich OL Lyonnes anzuschließen, und hofft nun, als Trainer einen noch nie dagewesenen dritten Titel einzufahren.
Doch er muss sich gegen seinen ehemaligen Co-Trainer Pere Romeu durchsetzen, der die Erfolgsgeschichte von Barcelona – mit zahlreichen Finalteilnahmen und Titelgewinnen – fortgesetzt hat und jetzt, nachdem er in der vergangenen Saison im Finale gegen Arsenal verlor, seinen ersten europäischen Titel als Cheftrainer anstrebt.