Finale der Women's Champions League: Alle Infos zu Barcelona - OL Lyonnes
Freitag, 8. Mai 2026
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Alles Wissenswerte zum Finale der UEFA Women's Champions League 2026 zwischen Barcelona und OL Lyonnes.
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Der dreimalige Titelträger Barcelona trifft im Finale der UEFA Women’s Champions League 2025/26 auf den achtmaligen Champion OL Lyonnes.
Hier ist unser Leitfaden zum wichtigsten Spiel des Jahres im Frauenfußball.
Wichtige Informationen
Wann und wo findet das Finale der Women's Champions League statt?
Das Finale beginnt am Samstag, dem 23. Mai, um 18:00 Uhr MEZ im Ullevaal Stadion in Oslo, Norwegen.
Wie kann ich das Finale der Women's Champions League sehen?
Informationen dazu, wo die Spiele der Women's Champions League zu sehen sind, findest du hier. Informationen zum Finale werden in Kürze veröffentlicht.
Wo gibt es Informationen zu Tickets?
Informationen zu Tickets findest du über diesen Link.
Kommt der VAR im Finale der Women's Champions League zum Einsatz?
Seit 2020 gibt es den VAR im Finale. In dieser Saison kam er auch in der neuen Ligaphase zum Einsatz.
Neues Wettbewerbsformat
In der Saison 2025/26 wurde eine neue Ligaphase mit 18 Teams eingeführt, die die bisherige Gruppenphase mit 16 Mannschaften ersetzte. Jedes Team trat gegen sechs verschiedene Gegner an und bestritt dabei je drei Heim- und drei Auswärtsspiele.
Die Teams auf den ersten vier Plätzen der Ligatabelle, darunter die beiden Finalisten Barcelona und OL Lyonnes qualifizierten sich automatisch für das Viertelfinale, während die Teams auf den Plätzen 5 bis 12 in Play-offs (Hin- und Rückspiel) die verbleibenden vier Plätze unter sich ausmachten.
Zum ersten Mal hatten einige Teams, die in der Qualifikation zur Women's Champions League ausschieden, die Möglichkeit, ihre europäische Reise im ersten UEFA Women's Europa Cup fortzusetzen, in dessen Finale Häcken Hammarby mit insgesamt 4:2 besiegte.
Die Teams
Barcelona
Nachdem der spanische Meister mit einem eindrucksvollen 7:1-Sieg gegen Bayern München in die Saison gestartet war, beendete man die Ligaphase mit fünf Siegen und einem Unentschieden an der Tabellenspitze.
Im Viertelfinale besiegten sie ihren nationalen Rivalen Real Madrid mit 12:2 und setzten sich in einem spannenden Halbfinale mit 5:3 gegen Bayern durch, wodurch sie zum siebten Mal in acht Spielzeiten und zum sechsten Mal in Folge das Finale erreichten.
Barcelona hat drei Mal die Women's Champions League gewonnen: 2021 besiegte man Chelsea im Finale mit 4:0, 2023 kam man nach Rückstand zu einem 3:2-Sieg gegen Wolfsburg und 2024 gewann man das Endspiel mit 2:0 gegen OL Lyonnes. Im Finale der vergangenen Saison unterlag man Arsenal mit 0:1.
OL Lyonnes
Der Halbfinalist der vergangenen Saison beendete die Ligaphase punktgleich mit Barcelona mit 16 Punkten und belegte aufgrund der schlechteren Tordifferenz den zweiten Platz. Zu den Höhepunkten zählten die Siege gegen Wolfsburg, Manchester United und Atlético Madrid.
Die Französinnen schlugen sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale nach Niederlagen im Hinspiel zurück und besiegten Wolfsburg nach Verlängerung mit insgesamt 4:1 sowie Arsenal nach Hin- und Rückspiel mit 4:3.
Dies ist das zwölfte Finale für OL Lyonnes, womit der Klub einen seiner zahlreichen europäischen Rekorde weiter ausbaut. Die Französinnen holten sich 2011 ihren ersten Titel in der Women's Champions League, nachdem sie im Finale Turbine Potsdam mit 2:0 besiegt hatten, und gewannen anschließend sieben der folgenden elf Titel.
Den letzten Triumph gab es im Jahr 2022, als man Barcelona mit 3:1 besiegte. Das diesjährige Finale ist das vierte dieser beiden Teams, wobei OL Lyonnes zwei und Barcelona eines der bisherigen drei gewonnen hat.
Schlüsselspielerinnen
Angriff
Barcelonas Ewa Pajor führt gemeinsam mit Arsenals Alessia Russo die Torjägerinnenliste der laufenden Saison mit neun Treffern an. Die Polin hat seit ihrem Wechsel aus Wolfsburg vor zwei Jahren dem ohnehin schon beeindruckenden Angriff von Barcelona zusätzliche Durchschlagskraft verliehen und erzielte in der vergangenen Saison in allen Wettbewerben insgesamt 42 Tore.
Ada Hegerberg, die Rekordtorschützin der Women's Champions League, hat auf dem Weg von OL Lyonnes ins Finale drei Mal getroffen. Beim Endspiel in ihrer Heimat Norwegen strebt die 30-Jährige ihren siebten Titel an und hat bereits in vier früheren siegreichen Endspielen getroffen, darunter ein Dreierpack gegen Barcelona im Jahr 2019.
Mittelfeld
Die zweifache Ballon-d'Or-Gewinnerin Alexia Putellas hat in dieser Saison sieben Tore für Barcelona erzielt und sieben weitere vorbereitet. Ihren 500. Einsatz für den Verein krönte sie mit dem Führungstreffer beim 6:0-Erfolg im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid vor 60 067 Zuschauern im Camp Nou.
Melchie Dumornay, die in der vergangenen Saison zur besten Jungen Spielerin der Women's Champions League gekürt wurde, hat auf europäischer Ebene erneut überzeugt und dabei viermal die Auszeichnung als Spielerin des Spiels erhalten. Die 22-Jährige ist mit fünf Toren die beste Torschützin von OL Lyonnes und lieferte die Vorlage für Jule Brands Siegtreffer im Halbfinale gegen Arsenal.
Abwehr
Beide Teams haben in zehn Spielen viermal zu Null gespielt. Irene Paredes und Mapi León bilden regelmäßig ein starkes Duo in der Innenverteidigung von Barcelona und haben in der gesamten Saison nur acht Gegentore zugelassen. Auch Torhüterin Cata Coll ist eine feste Größe, seit sie ab der Saison 2023/24 Sandra Paños im Tor abgelöst hat.
Wendie Renard war bei allen bisherigen elf Endspielen von OL Lyonnes dabei und hat in diesem Wettbewerb 103 Spiele gewonnen. Die mittlerweile 35-jährige Innenverteidigerin dominiert weiterhin in der Luft auf beiden Seiten des Spielfelds, geht als Kapitänin mit gutem Beispiel voran und bewies zudem ihre Nervenstärke vom Punkt. Torhüterin Christiane Endler wechselte 2021 von Paris Saint-Germain zu OL und verhalf dem Klub in ihrer ersten Saison zum achten Champions-League-Titel, dem seitdem eine Reihe weiterer nationaler Erfolge folgten.
Die Trainer
OL-Lyonnes-Trainer Jonatan Giráldez trifft auf seinen ehemaligen Co-Trainer in Barcelona, Pere Romeu, der im Sommer 2024 nach zwei Titeln in Folge in der Women's Champions League zum Nachfolger von Giráldez befördert wurde.
Romeu führte sein Team in der vergangenen Saison zum nationalen Double und erneut ins Champions-League-Finale. Nachdem die Meisterschaft in der Liga F bereits unter Dach und Fach ist, besteht diesmal die Chance auf das Triple. Giráldez, der im vergangenen Sommer nach knapp einem Jahr bei Washington Spirit zu OL Lyonnes wechselte, könnte als erster Trainer den Wettbewerb dreimal gewinnen.