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Ryf kann mit Punkt gut leben

Nach den ersten beiden Spielen der Gruppe A, die jeweils remis endeten, herrschten bei den Trainern unterschiedliche Gefühlslagen. Der Schweizer Claude Ryf war zufrieden.

Der enttäuschte Ukraine-Trainer Yuriy Kalitvintsev
Der enttäuschte Ukraine-Trainer Yuriy Kalitvintsev ©Sportsfile

Nach dem torlosen Remis gegen Slowenien zum Auftakt der UEFA-U19-Europameisterschaft bemängelte der ukrainische Trainer Yuriy Kalitvintsev den nervösen Beginn seiner Mannschaft, sein slowenischer Kollege Miloš Kostič war dagegen mit dem Punkt zufrieden. Der Schweizer Claude Ryf dankte der göttlichen Fügung, weil Sébastien Wüthrich gegen England erst in letzter Minute den Ausgleich markiert hatte. Englands Coach Brian Eastick war deshalb natürlich enttäuscht. uefa.com fasst die Aussagen der vier Trainer zusammen.

UKRAINE - SLOWENIEN 0:0
Yuriy Kalitvintsev, Trainer der Ukraine

Natürlich bin ich nicht zufrieden, vor allem, weil wir zu Hause spielen. Die zweite Halbzeit war noch etwas besser. Ich sage nicht, dass ich damit zufrieden war, aber sie war besser. Ich habe schon damit gerechnet, dass die Spieler in den ersten 15 Minuten - maximal 20 - nervös sein werden, aber schließlich wurden es 35, das ist einfach zu viel. Aber ich bin zufrieden, dass sie dann doch irgendwann ihre Nerven im Griff hatten und unser Spiel durchgezogen haben. Slowenien hat das gezeigt, was wir erwartet hatten. Es ist schade, dass wir keinen Vorteil daraus ziehen konnten. Nach dem Schlusspfiff waren die Spieler in der Kabine traurig, dass wir nicht gewonnen haben. Das hat mich glücklich gemacht. Die andere Partie endete ebenfalls mit einem Unentschieden, also sagen wir einfach, dass der erste Spieltag nicht stattgefunden hat!

Miloš Kostič, Trainer von Slowenien
Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Wir wollten spielen, aber eine sehr starke ukrainische Mannschaft hat uns das nicht erlaubt. Nach dem Platzverweis haben wir um diesen Punkt gekämpft, am Ende sind wir glücklich damit. Mit meinem Torhüter und der Abwehr bin ich sehr zufrieden - sie haben einen sehr guten Job gemacht. Es ist schwer, wenn alle Spieler so hart arbeiten, irgendjemanden hervorzuheben, aber beide Innenverteidiger und der Torwart waren wirklich gut. Jetzt sind wir alle müde, und ich bin mir sicher, das sind auch die Ukrainer. Ich lebe in jedem Spiel mit meiner Mannschaft mit, und wenn man 100 Prozent gibt, dann ist man hinterher immer müde. Glauben Sie mir, das bin ich jetzt.

ENGLAND 1-1 SCHWEIZ
Brian Eastick, Trainer von England

Das ist natürlich enttäuschend; wenn man kurz vor Schluss 1:0 führt, geht man davon aus, dass man gewinnt. Aber wir haben einfach nicht gut genug gespielt, um das Spiel zu gewinnen. Über die ganzen 90 Minuten gesehen hat die Schweiz das Unentschieden verdient. Ihre Einstellung war fantastisch, sie haben nie aufgegeben. Wir hätten ein zweites Tor gebraucht, das war klar. Wir haben uns in 90 Minuten nicht genug Chancen erspielt; wir hatten durch Danny Welbeck eine gute Chance, aber die wurde nicht genutzt. Wenn wir sie genutzt hätten, dann glaube ich, hätten wir auch gewonnen.

Claude Ryf, Trainer der Schweiz
Unsere Vorbereitung auf dieses Turnier war sehr schwer; wir sind mit 14 Spielern hier angereist, drei weitere kamen gestern und einer heute. Meine Mannschaft war in der ersten Halbzeit noch nicht bereit, obwohl England nicht viele Chancen hatte. Im zweiten Abschnitt waren wir besser. Jetzt sind wir im Turnier angekommen; das Tor in der 92. Minute war ein Geschenk Gottes, dafür danke ich ihm. Das Unentschieden ist wie ein Sieg, vor allem für die Psyche. Wenn man in die Gesichter der Spieler schaut, dann war es für England eine Niederlage und für uns ein Sieg. Jetzt haben wir alle Chancen, ein gutes Turnier zu spielen.