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Showdown der Besten

Nach 30 Spielen der U17-Europameisterschaft kommt es am Freitag in Burgas zum Showdown zwischen der DFB-Elf und Frankreich, den, laut Christian Wück, "beiden besten Mannschaften des Turniers".

Trainer und Kapitäne beider Mannschaften vor dem Finale
Trainer und Kapitäne beider Mannschaften vor dem Finale ©Sportsfile

Und dann waren es nur noch zwei. Nach 30 Spielen bei der ersten UEFA-U17-Europameisterschaft seit 2002 mit 16 Mannschaften kommt es am Freitag in Burgas zum Showdown zwischen der DFB-Elf und Frankreich.

Beide Teams schafften ungeschlagen den Sprung ins Endspiel, beide holten je vier Siege und ein Remis und beide überstanden auf dem Weg ins Finale je ein Elfmeterschießen. Frankreich bringt es auf ein Torverhältnis von 11:1, die deutsche Mannschaft ist nach fünf Spielen sogar noch immer ohne Gegentor.

Man kann  der Meinung von Bundestrainer Christian Wück also kaum widersprechen, dass sich im Finale die "beiden besten Mannschaften des Turniers" gegenüberstehen.

Zidanes Sohn bringt Frankreich ins Finale
Zidanes Sohn bringt Frankreich ins Finale

"Frankreich ist eine ganz harte Nuss", erklärte Wück gegenüber UEFA.com. "Wir haben vor einem Jahr gegen sie gespielt [und 4:1 gewonnen] – das war ein sehr schweres Spiel und seither haben sie sich sehr gut entwickelt. Sie haben viele körperlich robuste und schnelle Spieler, wir brauchen einen sehr guten Tag, wenn wir sie schlagen wollen. Wir sind glücklich, im Finale zu stehen, es wird eine tolle Erfahrung, gegen Frankreich zu spielen. Es ist unglaublich wichtig für 16- und 17-jährige Spieler, an so großen Spielen teilzunehmen. Für ihre Entwicklung ist das unerlässlich."

DFB-Kapitän Felix Passlack gesteht ein, "ein bisschen nervös" zu sein, dagegen geht Frankreichs Trainer Jean-Claude Giuntini das Finale sehr gelassen an. "Meine Spieler sind ruhig, wie vor allen großen Spielen", sagte er. "Sie sind sehr konzentriert und haben sich vom schweren Spiel gegen Belgien gut erholt."

Für Passlack spielt im Finale "der beste Angriff gegen die beste Abwehr". Vor sechs Jahren stand übrigens Passlacks großes Vorbild Mario Götze in eben diesem Finale und führte die U17 des DFB in Magdeburg vor 24 000 Zuschauern zu einem 2:1-Sieg n. V. gegen die Niederlande. "Ich wäre so stolz auf meine Jungs", betont der Dortmunder Jungstar. "Wir werden alles geben, um zu gewinnen. Wir sind wie eine große Familie."

Die Franzosen erhielten inzwischen Glückwünsche von Stars wie Patrice Evra, Karim Benzema oder Paul Pogba. "Wir sind sehr glücklich, hier zu sein", betont Frankreichs Spielführer Timothé Cognat. "Wir hoffen, den Erfolg von vor elf Jahren wiederholen zu können, aber jedes Spiel ist anders. Wir müssen das wie ein ganz normales Spiel angehen. Wir sollten uns nicht zu sehr unter Druck setzen."

Deutschland stand in zwei der letzten vier Endspiele, unterlag aber 2011 und 2012 jeweils den Niederlanden. Doch egal, wie das Spiel am Freitagabend ausgeht, Wück wird Bulgarien hochzufrieden verlassen. "Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieser Mannschaft zu sein, nicht nur der Spieler, sondern auch der Mannschaft hinter diesem Team, alle machen einen großartigen Job. Sie sind alle unglaublich professionell, wir haben viele echte Experten dabei."

Entspannte Stimmung: Frankreichs Trainer Jean-Claude Giuntini und DFB-Coach Christian Wück vor dem Finale
Entspannte Stimmung: Frankreichs Trainer Jean-Claude Giuntini und DFB-Coach Christian Wück vor dem Finale©Sportsfile