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Dänemark lebhaft, Deutschland geschwächt

Trainer Thomas Frank, der mit Dänemark bisher alle Spiele gewann, will dass seine Mannschaft vor dem Halbfinale gegen ein arg dezimiertes Deutschland daran glaubt, "dass wir wirklich so gut sind".

Thomas Frank gab sich vor dem Halbfinale gegen die DFB-Elf entspannt
Thomas Frank gab sich vor dem Halbfinale gegen die DFB-Elf entspannt ©Sportsfile

Dänemarks perfekte Bilanz bisher bei diesem Turnier und die Tatsache, dass man quasi über den kompletten Kader noch verfügt, steht im starken Kontrast zu Deutschland, dem Gegner im Halbfinale der UEFA U17-Europameisterschaft. Am Donnerstag in Novi Sad treten die Deutschen, die fast ausgeschieden wären, ohne vier gesperrte Spieler an.

Gelbe Karten gegen Serbien und Frankreich bedeuten, dass Dänemarks Trainer Thomas Frank ohne Verteidiger Mads Aaquist auskommen muss. Doch noch schwerer wird es für Steffen Freund, denn ihm fehlen Außenverteidiger Mitchel Weiser, Mittelfeldspieler Nico Perrey, Flügelspieler Fabian Schnellhardt und Toptorschütze Samed Yesil.

Wenn man dann noch bedenkt, dass Jeremy Toljan für den verletzten Levent Aycicek nachnominiert und Ersatztorwart Cedric Wilmes als Feldspieler gemeldet wurde, muss sicher auch Frank einräumen, dass seine Elf, die vor dem Turnier als Geheimfavorit galt, nun die besseren Karten auf das Erreichen des Endspiels hat. "[Deutschland] muss großer Favorit für dieses Halbfinale sein, denn es wäre eine Katastrophe für sie, wenn sie nicht ins Finale kämen", sagte er zu UEFA.com.

"Sie sind eine sehr gute Mannschaft. Sie spielen schnell und haben sehr gute Individualisten, daher denke ich, dass es schwer werden wird, aber es wird auch für Deutschland schwer werden. Ich versuche nicht, meine Spieler auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, denn wir müssen unseren Lauf nutzen und zu selbstbewusst bleiben, wie wir es gerade sind. Es ist wichtiger, daran zu glauben, dass wir wirklich gut sind. Es ist eine fantastische Stimmung in der Truppe. Wir warten nun und hoffen, dass es so weitergeht."

Freund dagegen wird hoffen, dass seine Ersatzspieler ihre Chance nutzen können, nachdem man sich durch ein spätes Unentschieden am zweiten Spieltag gegen die Tschechische Republik und einen Sieg gegen Rumänien doch noch das fast schon nicht mehr erwartete Weiterkommen sicherte. "Wir haben gegen Rumänien gewonnen, die in der Verteidigung vielleicht eine der besten Mannschaften dieser Europameisterschaft sind", sagte er.

"Ich bin ein bisschen überrascht, dass wir noch im Turnier sind, denn normalerweise würde die Tschechische Republik gegen Holland gewinnen und wir wären ausgeschieden. Wir haben [gegen Rumänien] nicht mehr an das Halbfinale gedacht, aber wir waren uns sicher, dass wir gewinnen würden. Das Tor kam früh, aber wir haben gewonnen und daher bin ich stolz auf die Spieler und das ganze Team. Solche Spiele helfen dabei, die Spieler weiterzuentwickeln."

Während Deutschland also, wie es schon fast üblich scheint, im Verlauf eines Turniers immer besser in dieses zu finden scheint, muss Dänemark hoffen, nicht zu früh auf dem persönlichen Höhepunkt angekommen zu sein. "Jeder Trainer möchte Schwung aus Siegen, Siegen, Siegen nehmen", sagte Frank.

"Ich weiß, dass die deutsche Mannschaft diese Tradition hat, immer da zu sein, wenn es darauf ankommt. Eine Sache, die für meine Mannschaft so wichtig ist, ist der Hunger. Wir wollen einfach besser sein. Wir haben dieses Ziel erreicht, aber wir wollen mehr und ins Finale kommen. Wir sind glücklich und wir feiern - wir sind stolz - aber wir wollen mehr."

Freund und seine stark veränderte Elf wollen genau das verhindern, doch der ehemalige Nationalspieler weiß, dass es nicht einfach werden wird. "Sie versuchen nach vorne zu spielen, sie spielen kreativen Fußball und haben individuelle Klasse am Ball", sagte er. "Sie standen nach zwei Spielen als Halbfinalist fest und das ist wirklich, wirklich stark, gegen Favoriten wie Frankreich oder den Gastgeber aus Serbien."