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Khomukha: "Wir haben noch nichts gewonnen"

Dmitri Khomukha fordert von seinen Russen noch mehr, nachdem diese im Elfmeterschießen gegen Schweden ins Finale der UEFA-U17-EM einzogen.

Ramil Sheydaev mit dem entscheidenden Elfer
Ramil Sheydaev mit dem entscheidenden Elfer ©Sportsfile

Russlands Trainer Dmitri Khomukha sagte seiner siegreichen Mannschaft, dass sie "noch nichts gewonnen habe", nachdem sie sich im Elfmeterschießen gegen Schweden durchgesetzt und das Finale der UEFA-U17-Europameisterschaft 2013 erreicht hatte.

Dmitri Khomukha, Trainer Russland
Wir haben einige Torchancen ausgelassen, denn das Turnier ist lang und man braucht einiges an Kraft, um erfolgreich zu sein. Unsere Ressourcen sind nicht endlos. Die Jungs waren einfach ein wenig müde. Ich glaube nicht, dass die Rote Karte uns negativ beeinflusst hat. Wir haben Chancen heraus gespielt, waren im Angriff aber nicht effektiv genug.

Ein Finale ist nie einfach, da dort die beiden besten Mannschaften des Turniers aufeinandertreffen. Daher wird es ein extrem schwieriges Spiel, von der ersten bis zur letzten Minute. Es gibt wenig Zeit zu feiern. Wir müssen uns erholen und auf das entscheidende Spiel vorbereiten. Wir haben noch nichts gewonnen.

Anton Mitryushkin, Torhüter Russland
Es war so ein schwieriges Spiel. Wir sind so froh über diesen Sieg. Bei meinem Elfmeter war ich sehr nervös, aber ich habe mir den Ball geschnappt und einfach geschossen. Ich habe von Beginn an vorgehabt, es einfach nur mit Kraft zu versuchen. Wir haben unsere Chancen in dem Spiel nicht genutzt. Das ist aber nicht schlimm, da wir im Elfmeterschießen gewonnen haben.

Wir haben das Elfmeterschießen nicht geübt, die, die geschossen haben am Anfang, haben sich einfach gemeldet. Ich wusste nicht, wie ich voraussagen sollte, wohin sie schießen – ich bin einfach meiner Intuition gefolgt. Wir haben gegen Italien in der Gruppenphase gespielt, das ist ein großes Plus. Wir kennen ihre Stärken und Schwächen. Wir werden alles tun, was wir können, um das Finale zu gewinnen.

Ramil Sheydaev, Stürmer Russland
Ich hatte nicht erwartet, für dieses Turnier nachnominiert zu werden, aber so geht es manchmal. Wir sind jetzt im Finale, das ist ein Schritt, aber der wichtigste liegt noch vor uns. Wir haben unsere Überzahl in der regulären Spielzeit nicht nutzen können, aber so ist Fußball.

Ich kann nichts über Italien sagen, da ich gegen sie noch nicht gespielt habe. Ich weiß nicht, ob man mich Elfer-Spezialist nennen kann. Ich schieße sie oft im Training und bin zuversichtlich, wenn ich schieße. Wir selber entscheiden, wer die Elfmeter schieße. Khomukha vertraut uns.

Roland Larsson, Trainer Schweden
Es war eine heldenhafte Leistung von uns. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie stolz ich auf die Jungs bin, denn sie haben die ganze Zeit gekämpft, sogar zu zehnt. Es war ein wirklich gutes Spiel, das einen als Trainer zehn Jahre altern lässt. Wir sind zufrieden mit dem Turnier, aber enttäuscht über das Elfmeterschießen.

Ich denke, dass wir eine exzellente erste Halbzeit gespielt haben. Wir hätten treffen müssen. Ich denke, dass wir auch gut in die zweite Halbzeit gekommen sind, aber wir haben nicht getroffen. Das war Pech, denn dann hätte es vielleicht auch nach 80 Minuten 1:0 gestanden. Aber ich bin zufrieden mit den Jungs. Sie haben wirklich gut gespielt und der Fortschritt in ihrem Spiel während des Turniers ist fantastisch.

Wir haben heute Elfmeter geübt. Aber bei Elfmetern weiß man nie, es geht immer um die Nerven. Manchmal ändert man seine Meinung darüber, wo man hinschießen will. Elfmeterschießen ist ein Glücksspiel.