Freiburg - Aston Villa: Im Finale der Europa League im Fokus
Dienstag, 12. Mai 2026
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Die wichtigsten Aspekte, auf die man achten sollte, wenn Freiburg und Aston Villa um den Triumph in der UEFA Europa League kämpfen.
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Freiburg steht zum ersten Mal im Finale eines UEFA-Wettbewerbs und trifft im Endspiel der UEFA Europa League in Istanbul auf den Europapokalsieger von 1982, Aston Villa.
Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Aspekte im Vorfeld des Endspiels am Mittwoch, den 20. Mai 2026.
Die Ausgangslage
Freiburg stellte 2022/23 mit dem Erreichen des Achtelfinals der Europa League einen neuen Vereinsrekord auf und wiederholte diesen Erfolg in der Saison 2023/24. Die Mannschaft von Julian Schuster hat nun mit dem Einzug in ihr erstes großes europäisches Finale einen völlig neuen Maßstab gesetzt. Zwar hat sie noch keinen großen nationalen Titel gewonnen – am nächsten kam sie dem mit der Niederlage im DFB-Pokalfinale 2021/22 –, doch diese kämpferische Mannschaft ist stolz darauf, neue Standards zu setzen.
Aston Villa hingegen hat in England Meisterschaften und Pokale gewonnen und holte zudem 1981/82 den Europapokal: Die Mannschaft von Tony Barton besiegte damals im Finale in Rotterdam dank eines Treffers von Peter Withe den FC Bayern München mit 1:0. Obwohl der Verein aus Birmingham in den letzten Jahren in der UEFA Champions League vertreten war, hat er seit dem Ligapokal 1995/96 keinen nennenswerten Titel mehr gewonnen. Doch 30 Jahre des Leidens haben sie nie davon abgehalten, weiter zu träumen.
Wichtige Statistiken
Freiburg war noch nie zuvor in der Türkei, und die einzige Erfahrung, die die Mannschaft bisher mit englischen Gegnern gemacht hat, waren vier Spiele gegen West Ham in der Europa-League-Saison 2023/24 (1 Sieg, 3 Niederlagen), wobei die Hammers (die ein ähnliches burgunderrotes und blaues Trikot wie Aston Villa tragen) sie schließlich im Achtelfinale aus dem Wettbewerb warfen.
Villa hat in dieser Saison 28 Tore erzielt, bei Freiburg sind es 25; zudem haben die Engländer weniger Gegentore kassiert (acht gegenüber zehn bei Freiburg) und sie können sich der ungewöhnlichen Auszeichnung rühmen, in den letzten drei Spielen in Istanbul kein Gegentor kassiert zu haben (2 Siege, 1 Unentschieden). Die Bilanz gegen Bundesliga-Gegner ist gut (4 Siege, 2 Niederlagen) und umfasst auch den Erfolg im Finale gegen Bayern, die zufällig dieselben roten Heimtrikots tragen wie Freiburg in europäischen Heimspielen.
Die Verantwortlichen auf der Bank
Julian Schuster verbrachte den Großteil seiner aktiven Karriere als Mittelfeldspieler bei Freiburg und blieb dem Verein nach dem Ende seiner Karriere als Co-Trainer erhalten. Sein Debüt als Trainer auf europäischer Ebene gab er im Oktober 2022, als sein Chef Christian Streich wegen einer COVID-Infektion ein Spiel verpasste. Seit er im März 2024 das Ruder übernommen hat, führte er den Verein zu einer seiner besten Platzierungen in der Bundesliga (Fünfter in der vergangenen Saison) und nun in sein erstes europäisches Finale.
Unai Emery, der seit Oktober 2022 bei Aston Villa im Amt ist, kann einen deutlich beeindruckenderen Lebenslauf vorweisen, nicht zuletzt, weil er die Europa League viermal gewonnen hat (mit Sevilla in den Spielzeiten 2013/14, 2014/15 und 2015/16 sowie mit Villarreal in der Saison 2020/21). Der ehemalige Mittelfeldspieler führte Paris Saint-Germain zudem 2017/18 zum Ligue-1-Titel. Doch auch wenn der Spanier über mehr europäische Erfahrung verfügt als sein Gegenüber, kann Freiburg Mut aus der Tatsache schöpfen, dass Emerys bisher einzige Niederlage in einem Europa-League-Finale auf der Bank einer englische Mannschaft erfolgte: Bei Arsenal in der Saison.
Verbindungen auf dem Platz
Der Großteil des Freiburger Kaders hat seine gesamte Karriere ausschließlich in Deutschland verbracht, obwohl die Spieler zusammen rund 150 Länderspieleinsätze in acht verschiedenen Nationalmannschaften vorweisen können, wobei der 51-fache deutsche Nationalspieler Mattias Ginter und der 40-fache österreichische Nationalspieler Philipp Lienhart den Großteil davon ausmachen. Die Spieler im Kader von Villa für die Europa League kommen auf rund 600 Länderspiele.
Während kein Spieler der Freiburger Mannschaft bisher in der Premier League gespielt hat, verfügen einige Stars von Aston Villa über Bundesliga-Erfahrung, nicht zuletzt der ehemalige Leverkusener Stürmer Leon Bailey und der frühere Dortmunder Flügelspieler Jadon Sancho. Während Sanchos erster Zeit beim BVB (2017–21) spielte er an der Seite des Freiburgers Maximilian Philipp (2017–19), und möglicherweise ist er auch auf Patrick Osterhage und Jan-Niklas Beste gestoßen, die damals in den Jugendmannschaften des Vereins spielten.