Freiburg - Braga 3:1 (Gesamt: 4:3): Breisgauer schreiben Geschichte und stehen im Finale
Donnerstag, 7. Mai 2026
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Freiburg zieht durch einen verdienten Sieg gegen Braga ins Endspiel der Europa League ein.
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Freiburg setzte sich im Halbfinal-Rückspiel der UEFA Europa League verdient gegen Braga durch und zog ins Endspiel ein. Durch einen Doppelpack von Lukas Kübler und einen Treffer von Yohan Manzambi machten die Breisgauer die Niederlage aus dem Hinspiel vergessen und stehen erstmals im Finale eines europäischen Wettbewerbs.
Schlüsselmomente
19.: Kübler bringt Freiburg in Führung
41.: Manzambi erhöht für die Breisgauer
72.: Kübler schnürt den Doppelpack
79.: Pau Víctor verkürzt für Braga
Spiel in Kürze
Freiburg war von Beginn an anzumerken, dass man unbedingt ins Finale einziehen wollte und den ersten Aufreger gab es bereits in der siebten Minute, als Mario Dorgeles als letzter Mann Jan-Niklas Beste zu Fall brachte und vom Platz flog.
Die Gastgeber drängten in der Folgezeit auf den Führungstreffer und belohnten sich in der 19. Minute. Nach einer Flanke von Vincenzo Grifo von der linken Seite klärte Vítor Carvalho per Kopf vor die Füße von Lukas Kübler, der den Ball mit etwas Glück aus dem Getümmel heraus im Tor unterbrachte.
Die Breisgauer blieben weiterhin am Drücker und erhöhten in der 41. Minute, als sich Johan Manzambi nach Zuspiel von Philipp Treu aus der Distanz ein Herz fasste und den Ball sehenswert ins rechte obere Eck setzte. In der Nachspielzeit wurde dann auch Braga erstmals gefährlich. Zunächst scheiterte Victor Gómez am Pfosten, bevor Rodrigo Zalazar den Nachschuss freistehend nicht verwerten konnte.
Unverändertes Bild auch zu Beginn des zweiten Durchgangs. Freiburg spielte auf das dritte Tor und kam durch Grifo, Matthias Ginter und Manzambi zu guten Chancen. Auf Seiten der Portugiesen stellte Jean-Baptiste Gorby Noah Atubolu mit einem Flachschuss auf die Probe.
Nachdem dann João Moutinho einen Schlenzer knapp am Kasten vorbeisetzte, waren wieder die Freiburger am Dücker. Igor Matanović scheiterte nach einer Ecke von Beste per Kopf an Gäste-Torhüter Lukáš Horníček, bevor der Schlussmann auch den Nachschuss von Ginter stark parierte.
In der 72. Minute jubelten die Freiburg-Fans dann zum dritten Mal. Nach einem Freistoß von Grifo stieg Kübler im Zentrum am höchsten und köpfte zum 3:0 ein. Die Gäste gaben aber noch nicht auf und verkürzten durch Pau Víctor, der nach Zuspiel von Victor Gómez aus kurzer Distanz traf.
Braga warf am Ende noch einmal alles nach vorne, doch Freiburg hielt dem Druck stand und rettete das Ergebnis über die Zeit. Damit stehen die Breisgauer erstmals im Finale eines europäischen Wettbewerbs.
Stimmen
Julian Schuster, Trainer Freiburg: "Ich spüre einfach so eine unglaublich große Freude, wenn ich in die Gesichter der Menschen schaue. Das ist das, was überwiegt und das für alle Ewigkeiten auch bleiben wird. Ich glaube, das Allerwichtigste ist wirklich in solchen Momenten genau zu wissen, wer man ist und das ist so ein Punkt für mich, der ganz wichtig ist und den wir alle hier auch richtig einschätzen können. Und das zeichnet die Menschen auch hier in der Region einfach aus, dass wir wissen, was alles notwendig ist, um solche besonderen Momente gemeinsam erleben zu dürfen."
Matthias Ginter, Innenverteidiger Freiburg: "Wir müssen jetzt einfach den letzten Schritt noch gehen. Wir sind so weit gekommen, haben jetzt das wichtigste Heimspiele in der Vereinsgeschichte gehabt. Und jetzt haben wir das Wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte, das wir natürlich jetzt natürlich auch gewinnen wollen."
Lukas Kübler, Verteidiger Freiburg: "Ich glaube, es ist ein einmaliger Abend hier. Es ist einfach, die Stimmung war unglaublich. Es war so laut das ganze Spiel über. Ich glaube, das Publikum hat uns getragen. Ich würde sagen, wenn wir jetzt im Finale stehen, dann wollen wir auch den Titel holen."
Igor Matanović, Offensivspieler Freiburg: "Es ist wunderbar. Ich muss sagen, als wir zum Warm-up schon rausgegangen sind, wusste ich, dass wir das Spiel gewinnen. Gar nicht, weil wir gut drauf waren oder sonst irgendwas. Wir haben heute 34.000 gegen Elf gespielt, beziehungsweise auch lange Zeit auch gegen Zehn. Da wusste ich, dass wir das Spiel ziehen."
Carlos Vicens, Trainer Braga: "Wir haben in beiden Spielen viel Charakter gezeigt. Dieses Team hat im Laufe der Saison bewiesen, dass wir nie aufhören zu glauben, dass wir, wenn wir scheitern, wieder aufstehen und weiterkämpfen. Das haben wir heute getan. Wir haben auch viel Persönlichkeit gezeigt und daran geglaubt, dass es möglich ist. Wir haben uns Chancen erarbeitet, obwohl wir so lange nur zu zehnt waren. Ein großes Lob an die Jungs für das, was sie geleistet haben, für den Einsatz, den sie gezeigt haben, und für das Bild, das sie als Mannschaft vermittelt haben."
João Moutinho, Kapitän Braga: "Wir sind stolz auf das, was wir in dieser Saison erreicht haben, aber es hat nicht zum Einzug ins Finale gereicht. Herzlichen Glückwunsch an Freiburg."
Interessante Statistiken
- Freiburg steht erstmals im Finale eines europäischen Wettbewerbs.
- Damit sind die Breisgauer der elfte deutsche Klub, der das Finale des UEFA-Pokals/der UEFA Europa League erreicht hat.
- Freiburg hat die letzten elf Heimspiele in der Europa League gewonnen und damit den Rekord von Sevilla zwischen 2014 und 2016 eingestellt.
- Dies war Bragas 101. Spiel in der Europa League (von der Gruppenphase bis zum Finale) – mehr als jedes andere Team.
- Braga hat alle drei Duelle mit Hin- und Rückspiel in UEFA-Wettbewerben gegen deutsche Gegner verloren.
Aufstellungen
Freiburg: Atubolu - Kübler (79. Makengo), Ginter, Lienhart, Treu - Eggestein, Höfler - Beste (81. Ogbus), Manzambi, Grifo (90.+1 Höler) - Matanović
Braga: Horníček - Victor Gómez, Vitor Carvalho (65. Gabriel Moscardo), Paulo Oliveira, Lagerbielke - João Moutinho, Demir Ege Tıknaz (76. Gabri Martínez), Gorby - Dorgeles, Zalazar (65. Fran Navarro), Pau Víctor
Nächster Halt: Istanbul
Freiburg trifft am Mittwoch, dem 20. Mai, im Finale der UEFA Europa League im Beşiktaş Park in Istanbul auf Aston Villa. Anpfiff ist um 21:00 Uhr MEZ.