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Sevilla rettet Remis bei Shakhtar

Shakhtar - Sevilla 2:2
Nach der frühen Gästeführung durch Vitolo drehten die Hausherren die Partie durch Marlos und Taras Stepanenko, ehe Kevin Gameiro den Ausgleich erzielte.

Highlights: Shakhtar 2-2 Sevilla
  • Vitolo bringt die zunächst forschen Gäste nach sechs Minuten in Front
  • Marlos (23.) gelingt der Ausgleich, Taras Stepanenko erzielt die Führung (36.) für Shakhtar
  • Kevin Gameiro (82.) markiert vom Elfmeterpunkt den Ausgleich
  • Sevilla kann den Wettbewerb als erstes Team zum dritten Mal in Folge gewinnen
  • Das Rückspiel steigt nächsten Donnerstag, das Finale am 18. Mai in Basel

Sevilla hat sich eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet, zum dritten Mal in Folge ins Endspiel der UEFA Europa League einzuziehen. Der Titelverteidiger holte im Halbfinal-Hinspiel ein 2:2-Remis bei Shakhtar Donetsk.

Sevilla übernahm zu Beginn die Kontrolle und ging bereits nach sechs Minuten in Front: Éver Banega passte den Ball scharf in die Spitze zu Kevin Gameiro, der direkt in den Lauf von Vitolo weiterleitete. Im Strafraum ließ der Mittelfeldspieler dann Yaroslav Rakitskiy aussteigen und tunnelte Keeper Andriy Pyatov zum Führungstreffer. Die Andalusier gingen in der Anfangsphase äußert selbstbewusst zu Werke und störten die Hausherren immer wieder entscheidend beim Aufbauspiel.

Nach einer guten Viertelstunde kamen die Ukrainer jedoch besser ins Spiel. Einen ersten Warnschuss von Marlos konnte David Soria nach 18 Minuten noch problemlos entschärfen, doch fünf Minuten später war der Gästetorhüter geschlagen. Rakitskiy passte sehenswert in die Schnittstelle von Sevillas Abwehr zu Marlos, der frei vor Soria aus 15 Metern in die linke Ecke zum 1:1 einschoss. Pech hatten die Ukrainer in der 30. Minute, als Taison aus 17 Metern nur knapp das Tor verfehlte.

Sevilla war jetzt sichtlich beeindruckt und brachte in der Offensive gar nichts mehr zustande, da die Ukrainer in der Arena Lwiw wie aufgedreht spielten und die Gäste nicht mehr zur Entfaltung kommen ließen. Nach 36 Minuten tanzte Marlos auf der linken Außenbahn Banega aus und flankte präzise in den Fünfmeterraum, wo Taras Stepanenko unbedrängt hochstieg und wuchtig unter die Latte köpfte – die Truppe von Mircea Lucescu hatte das Spiel gedreht, und das völlig verdient.

Nach der Pause war Sevilla wieder die tonangebende Mannschaft, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen. Einzig ein Distanzschuss von Daniel Carriço in der 55. Minute stellte Pyatov vor leichte Probleme. Weitere nicht ganz ungefährliche Abschlüsse gab es von Steven N'Zonzi (60.) und Michael Krohn-Dehli (62.). Von den Hausherren war in dieser Phase kaum was zu sehen, weil sie die sich bietenden Räume aufgrund von schlampigen Zuspielen nicht auszunutzen vermochten.

In der Schlussphase legten die Spanier dann nochmals einen Gang zu und erarbeiteten sich hochkarätige Möglichkeiten. Nach Traumpass von Banega jagte Gameiro den Ball in der 77. Minute frei vor Pyatov aus fünf Metern am Tor vorbei. Drei Minuten später rettete Olexandr Kucher fast schon auf der Torlinie vor dem einschussbereiten Gameiro. In der 82. Minute war es dann soweit: Nach Foul an Vitolo besorgte Gameiro vom Elfmeterpunkt den verdienten 2:2-Ausgleich.

Schlüsselspieler: Marlos
Der Abgang von Alex Teixeira in der Winterpause hinterließ ein großes Loch bei Shakhtar - auch drei Monate nach seinem Abschied ist er noch mit Abstand der Toptorschütze. Doch es gibt Zeichen, dass Marlos bereit für die Führungsrolle ist. Sein Tor war fantastisch, doch es ist seine Kreativität, die ihn wirklich auszeichnet, was Stepanenko bestätigen kann.

Erinnerungen an 2007
Zur Vorbereitung auf das Hinspiel zeigte Lucescu seiner Mannschaft die Höhepunkte (oder Tiefpunkte?) der Heimniederlage 2007, als Sevillas Torhüter Andrés Palop in der letzten Spielminute den Ausgleich erzielte und eine Verlängerung erzwang. Doch Shakhtar startete schwach und wachte erst nach dem Gegentor durch Vitolo auf - offensichtlich interessieren sie sich mehr für das Hier und Jetzt.

Eine Vision
In dieser Phase des Wettbewerbs müssen die Klubs oft die Balance zwischen Europapokal und Titelambitionen in der Liga finden, doch dies trifft auf keinen der beiden zu. Abgesehen von den Pokalwettbewerben liegt der Fokus eindeutig auf der UEFA Europa League. Shakhtar hebt sich sein Bestes auf jeden Fall für diesen Wettbewerb auf und Sevilla war kurz davor, das sechste von neun Spielen zu verlieren. Doch Unai Emerys Team darf man nie abschreiben.

©AFP/Getty Images
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PHO