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Europa League: Themen der Hinspiele

Sevilla FCs Offensivkraft, FC Dnipro Dnipropetrovsks Effizienz und was ACF Fiorentina und dem SSC Napoli fehlte - die Reporter von UEFA.com diskutieren, was ihnen aufgefallen ist.

Napolis Dries Mertens gegen Dnipros Schlussmann Denys Boyko
Napolis Dries Mertens gegen Dnipros Schlussmann Denys Boyko ©AFP/Getty Images

Unai Emery hat keine Angst
Wenn man bedenkt, dass Joaquín und Mohamed Salah zwei der gefährlichsten Waffen von ACF Fiorentina sind, dann hätte man es verstehen können, wenn Sevillas Coach Unai Emery seine Außenverteidiger dazu aufgefordert hätte, zunächst einmal hinten dicht zu machen, und dann erst zu den eigenen Angriffen beizutragen. Die Idee, Aleix Vidal, der eigentlich Mittelfeldspieler ist, als Rechtsverteidiger aufzustellen, sollte sich aber auszahlen. Er war den ganzen Abend über gefährlich, markierte zwei Tore und hätte sogar vier oder fünf schießen können. Benoît Trémoulinas musste sich auf der linken Seite auch nicht wirklich zurückhalten. Tom Kell

Napoli hat noch alle Chancen
Nach dem 1:1 zuhause gegen den FC Dnipro Dnipropetrovsk waren die Spieler des SSC Napoli in der Kabine ziemlich niedergeschlagen, doch es gibt Grund zu Optimismus. Wäre das Spiel ein Boxkampf gewesen, wären sie klarer Punktsieger gewesen: Ballbesitz 63:37 Prozent, 19:3 Torschüsse, 14:1 Ecken. Es müssen also nur Kleinigkeiten besser werden. "Wir müssen uns nun erholen und unser Spiel durchziehen", meinte Christian Maggio zu UEFA.com. "Wir müssen das Resultat holen, nur darauf kommt es an." Mit Rafael Benítez verfügen sie über einen Trainer, der sich genau damit bestens auskennt. Ben Gladwell

Dnipro mit dem perfekten Timing
Dnipro schoss in Neapel sein erst zwölftes Tor in dieser Saison der UEFA Europa League und unterstrich damit, dass es nicht nur darauf ankommt, so viele Treffer wie möglich zu erzielen. Es kommt darauf an, zur rechten Zeit zu treffen. Yevhen Seleznyov hätte keinen besseren Zeitpunkt zum Ausgleich der Führung der Italiener finden können, denn nun hat Dnipro die besseren Karten in der Hand. Ein 0:0 im Rückspiel würde bedeuten, dass eine Mannschaft im Endspiel von Warschau stünde, die weniger Tore erzielt hätte, als 18 andere Mannschaften in diesem Wettbewerb (von denen viele nicht mal aus der Gruppenphase herauskamen). Das ist pure Effizienz. Ben Gladwell

Dnipros solide Basis
Die Aufgabe für Napoli wird darin bestehen, einen Weg durch die Defensive Dnipros zu finden. Zuerst einmal gilt es, Douglas zu überwinden, einen brasilianischen Verteidiger, der immer irgendwie ein Bein oder ein Knie dazwischen kriegt. Wenn man diese Mauer durchbricht, steht man vor einer weiteren: Denys Boyko. Der Schlussmann erhielt nach einer weiteren großen Leistung ein Sonderlob von Myron Markevych, nachdem er zwei Mal im Eins-gegen-Eins gegen Gonzalo Higuaín parierte. Boyko hat alle 15 Spiele Dnipros durchgespielt, inklusive der Qualifikation. Er hat bisher nur elf Gegentore zugelassen.

Fiorentina braucht einen Torjäger
Schon im Viertelfinale gegen den FC Dynamo Kyiv ließ die Fiorentina große Chancen aus und machte es nun in Sevilla nicht besser. Vor der Partie waren sie der einzige Halbfinalist, der mehr neben (74 Schüsse) als auf (68) das Tor geschossen hatte – man konnte erneut sehen, warum das so ist. In der ersten Halbzeit hatten Mario Gomez, Matías Fernández und Salah jeweils Gelegenheiten, aus denen zumindest ein Tor hätte rausspringen müssen. Wie man das in einem Halbfinale erwarten kann, mussten sie diese Nachlässigkeit teuer bezahlen. Dass auf der anderen Seite ein Mittelfeldspieler, der in der Abwehr auflief, zwei Treffer erzielte, muss Salz in die Wunden der Fiorentina gewesen sein. Tom Kell