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Salzburg trauert vergebenen Chancen nach

Laut Florian Klein hätte Salzburg "nach einer halben Stunde 4:0 oder 5:0 führen können oder müssen", während Marco Streller die "internationale Erfahrung" von Basel als Erfolgsgarant sah.

Salzburg trauert vergebenen Chancen nach
Salzburg trauert vergebenen Chancen nach ©UEFA.com

Maßlos traurig und betrübt waren die Spieler des FC Salzburg nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Basel 1893 im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League, als Hauptgrund sahen sie vor allem die vielen vergebenen Torchancen. Bei den Schweizern war man vor allem stolz auf den Charakter, den die Mannschaft in Unterzahl gezeigt hat.

Florian Klein, Verteidiger FC Salzburg
Wir haben einfach unsere Chancen nicht verwertet. Ich glaube, wir hätten heute nach einer halben Stunde 4:0 oder 5:0 führen können oder müssen, so viele Hundertprozentige haben wir das letzte Mal gehabt gegen Fenerbahçe, und da haben wir sie auch nicht genutzt. Es ist bitter, dass es bei solchen Spielen nicht so gelingt, wie wir uns das vorstellen und auch verdienen. Es kann nicht bei jeder Partie so sein, dass wir fünf oder sechs Tore machen, bei uns ist es eh schon fast die Regel, dass wir diese Anzahl an Toren erzielen, aber heute war es zu diesem Zeitpunkt das wichtigste Spiel und das ist es uns nicht gelungen. Es überwiegt die Enttäuschung, weil wir wieder ein überragendes Spiel abgeliefert haben, wie eigentlich die ganze Saison schon. So haben wir uns das nicht verdient.

Stefan Ilsanker, Mittelfeldspieler Salzburg
Es war kein schlechtes Spiel von uns, wir haben von Anfang an richtig Gas gegeben. Bis zum Zwischenfall mit den Fans haben wir ein Feuerwerk abgefackelt. Wir haben sie unter Druck gesetzt, sie sind nur selten über die Mittellinie gekommen und wir hätten Chancen für zwei, drei, vier Tore gehabt, haben sie aber leider nicht gemacht. Durch zwei Standards sind sie zurück ins Spiel gekommen und sind dann 2:1 vorne gelegen. Nach dem 1:2 hat man gemerkt, es ist allgemein die Stimmung auch im Stadion nicht mehr ganz so euphorisch gewesen. Wir haben keine so guten Kombinationen nach vorne mehr gespielt und sind nicht mehr so torgefährlich gewesen wie am Anfang.

Robert Žulj, Stürmer Salzburg
Es ist sehr bitter. Ich glaube, dass wir klar die bessere Mannschaft waren, wir haben einfach die Chancen nicht genutzt. Und dann gerätst du so bitter in Rückstand, dann ist es gegen eine erfahrene Mannschaft einfach schwer.

Marco Streller, Kapitän Basel
Wir haben schon sehr viel erlebt in internationalen Spielen, dass das schlussendlich auch den Unterschied ausgemacht hat, diese internationale Erfahrung. Dieses Team haut eigentlich nichts mehr um, weil wir schon sehr erfolgreich waren und auch schon großen Mannschaften ein Bein stellen konnten. Aber natürlich ist es so, wenn du gegen eine Mannschaft spielst, die außer gegen uns alles gewonnen hat in Europa, dann ist es nicht einfach, wenn du zu Zehnt spielst 80 Minuten und du weißt, sie sind in der Offensive extrem gefährlich. Aber ich glaube, nach der Unterbrechung, wo wir auch das System gewechselt haben, ging das sehr, sehr gut und aufgrund der zweiten Halbzeit ist das Weiterkommen auch verdient, denke ich.

Valentin Stocker, Mittelfeldspieler Basel
Nach diesem Spiel ist es schwierig zu sagen, ob das Weiterkommen verdient ist. Ich glaube nicht, dass es unverdient ist, aber es hätte ganz einfach auch auf die andere Seite kippen können. Nach der Roten Karte, nach der Unterbrechung waren wir in der Kabine und haben gesagt, jetzt haben wir sowieso verloren. Ich glaube, da war dann der Knackpunkt, dass wir uns nicht mehr groß Sorgen gemacht haben. Wir haben gesagt, wir probieren als Team jetzt noch mal zusammenzustehen, vielleicht fällt er ja irgendwie rein. Und dann fiel das 1:1 durch einen stehenden Ball, unglaublich. Das war ein bisschen der Genickbruch für Salzburg und uns hat es natürlich extrem Hoffnung gegeben.