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Atlético und Valencia auf Augenhöhe

Die Trainer von Club Atlético de Madrid und Valencia CF wissen, dass im rein spanischen Halbfinalduell der UEFA Europa League Kleinigkeiten über das Weiterkommen entscheiden. Dabei hat Valencia noch eine Rechnung offen.

Eine Szene aus dem letzten Ligaduell der beiden Teams
Eine Szene aus dem letzten Ligaduell der beiden Teams ©Getty Images

Im Halbfinale der UEFA Europa League zwischen Club Atlético de Madrid und Valencia CF spricht vieles für ein spannendes Duell. Das sehen auch die Trainer der beiden spanischen Topteams nicht anders.

"Dieses Duell geht an das Team mit mehr Geduld und mit den Spielern, die schon den kleinsten Fehler ausnutzen", sagte Atlético-Trainer Diego Simeone. Ähnlich sieht es sein Gegenüber Unai Emery: "Sie sind uns in jeglicher Hinsicht sehr ähnlich, und die Mannschaften kennen sich sehr gut. Kleinigkeiten werden den Unterschied ausmachen, es kommt darauf an, wer in den 180 Minuten mehr investiert."

In der Liga hat man diese Saison bereits zweimal einen Vorgeschmack auf die ausgeglichene Leistungsstärke der beiden Teams bekommen. Das Spiel in Madrid vor zwei Monaten endete 0:0, und im Hinspiel in Valencia setzte sich der Gastgeber dank Roberto Soldado mit 1:0 durch. Zwar spricht für Valencia ein Punktekonto in der Liga, das sieben Zähler mehr aufweist als das von Atlético, doch die aktuelle Form spricht eher für die Madrilenen, schließlich unterlag Valencia zuletzt am Sonntag mit 0:4 bei RCD Espanyol, was dem Selbstbewusstsein des Teams nicht zuträglich gewesen sein dürfte.

Doch Emery weiß, dass sich sein Team in der UEFA Europa League immer von seiner besten Seite präsentiert, und hofft, dass der "unbändige Wille" seines Teams auch am Donnerstag wieder zum Vorschein kommt. "Wir müssen daran denken, dass wir insgesamt 180 Minuten vor uns haben, aber wir wollen schon in Madrid ein gutes Ergebnis erzielen. Wir müssen versuchen zu treffen - je öfter desto besser."

Simeone ist unterdessen vor der gefährlichen Offensive, besonders dem Flügelspiel, von Valencia gewarnt. "Der einzige Unterschied zwischen den Teams ist vielleicht die Tatsache, dass Valencia mehr über die Flügel spielt, während wir mehr durch das Zentrum angreifen", sagte er UEFA.com. "Wenn sie am Ball sind und über außen kommen, wird es schwer für uns, denn wir haben nicht viele Spieler, die außen dichtmachen können. Aber wenn wir den Ball haben, muss sich Valencia warm anziehen."

Dabei müssen die Gäste ohne den Langzeitverletzten Éver Banega und den gesperrten Antonio Barragán auskommen. Miguel scheint unterdessen einsatzbereit und dürfte als Rechtsverteidiger auflaufen. Für Valencia gilt es auch, Revanche zu nehmen für das Aus gegen Madrid im Europa-League-Viertelfinale vor zwei Jahren. Damals war man für Atlético nur Durchgangsstation auf dem Weg zum Titel.

Emery sagt, daran müsse man sein Team "nicht extra erinnern". Damals verabschiedete sich Valencia nach einem 0:0 in Madrid, nachdem das Hinspiel 2:2 geendet war. Simeone, der auf den gesperrten Diego Godín verzichten muss, erwartet auch diesmal ein ähnliches Ergebnis. "Valencia weiß genau, wie man hier spielen muss, auch wenn ihnen das zuletzt [beim 0:0] nicht so ganz gelungen ist. Auch am Donnerstag wird es ein enges Spiel." Dieser Aussage kann man nur schwer widersprechen.