Sturm zum Siegen verdammt
Samstag, 5. November 2011
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Der FC Lokomotiv Moskva benötigt gegen Sturm Graz nur einen Punkt, um den Einzug in die K.-o.-Phase perfekt zu machen, während die Österreicher nur bei einem Sieg noch träumen dürfen.
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Wenn der SK Sturm Graz doch noch Hoffnungen auf den Einzug in die Runde der letzten 32 der UEFA Europa League haben will, dann müssen die Österreicher in der Gruppe L beim FC Lokomotiv Moskva unbedingt gewinnen und mindestens zwei Tore schießen.
Bisherige Begegnungen
• Lokomotiv konnte das Hinspiel am 1. Spieltag für sich entscheiden. Die Russen waren von Beginn an die bessere Mannschaften, doch nach 14 Minuten gerieten sie überraschend durch Imre Szabics in Rückstand. Mit einem Doppelschlag sorgten Victor Obinna (28.) und Dmitri Sychev (29.) für die Wende zu Gunsten der Gäste, die ihre Führung bis zum Schlusspfiff verteidigten.
• Sturm bestritt bisher fünf Partien gegen russische Vertreter, unter anderem jeweils zwei Spiele gegen Lokomotivs Hauptstadtrivalen PFC CSKA Moskva und FC Spartak Moskva. Dabei gab es einen Sieg, ein Unentschieden und drei Niederlagen für Sturm - ein Remis sowie eine Niederlage davon in Moskau.
• Bei der 0:2-Heimniederlage gegen Spartak in der UEFA Champions League 1998/99 saß der jetzige Sturm-Trainer Franco Foda auf der Ersatzbank, wurde aber nicht eingewechselt.
• Lokomotiv bestritt bisher acht Spiele gegen österreichische Teams. Den vier Siegen stehen dabei jeweils zwei Niederlagen und zwei Unentschieden gegenüber (davon ein Sieg, ein Unentschieden sowie eine Niederlage in Russland). Eines dieser Duelle, gegen den FC Wacker Innsbruck im Jahr 2001, wurde in drei Partien entschieden, weil das Spiel in Österreich wiederholt wurde.
Hintergrund
• Lokomotivs Bilanz aus sieben Heimspielen in Gruppenphasen von UEFA-Pokal und UEFA Europa League steht bei drei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen.
• Sturms 2:1-Erfolg bei AEK FC am 2. Spieltag ist der einzige Sieg der Grazer aus fünf Auswärtsspielen in Gruppenphasen von UEFA-Pokal und UEFA Europa League. Davor waren sie acht Auswärtsspiele in UEFA-Wettbewerben ohne Sieg, seit dem 1:0 beim FC Metalist Kharkiv in den Play-offs zur UEFA Europa League am 27. August 2009.
Rund um die Teams
• Sturms bosnischer Mittelfeldspieler Samir Muratović spielte von 2001 bis 2003 in Russland für den FC Saturn Ramenskoye Oblast, ehe er zu Sturms Lokalrivalen Grazer AK wechselte. Nun trifft er mit Senijad Ibričić, der im Moment in Diensten von Lokomotiv steht, auf einen ehemaligen Kollegen aus der Nationalmannschaft.
• Lokomotivs Trainer José Couceiro war am Ende der Saison 2010/11 Interimstrainer beim Sporting Clube de Portugal, ehe er im Juli Nachfolger von Yuri Krasnozhan bei Lokomotiv wurde. Seit seinem Engagement bei Portugals U21-Nationalmannschaft von 2006 bis 2007 arbeitete er für FBK Kaunas, Litauens Nationalteam und Gaziantepspor.
• Der deutsche Verteidiger Foda beendete seine Spielerkarriere bei Sturm, nachdem er zuvor für Bayer 04 Leverkusen und den VfB Stuttgart aktiv war. Nach dem Karriereende schloss er sich sogleich dem Trainerstab der Grazer an, und nach einer ersten kurzen Amtsperiode im Jahr 2003 übernahm er den Klub 2006 schließlich endgültig als Cheftrainer.