Weg ins Finale: Fulham
Samstag, 8. Mai 2010
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Auf dem Weg ins Endspiel hat Fulham nicht nur den UEFA-Pokal-Sieger ausgeschaltet, sondern auch den zweimaligen Europapokalsieger Juventus und den Hamburger SV.
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Fulham FC hatten bestimmt nicht viele auf der Rechnung, wenn es um potenzielle Kandidaten für das erste Finale der UEFA Europa League in Hamburg ging. Dennoch hat es der Klub aus London geschafft, bei der zweiten Teilnahme an einem europäischen Vereinswettbewerb könnte es gleich mit einem Titel klappen.
Das Abenteuer der Truppe von Roy Hodgson begann im Juli in Litauen und erstreckte sich über insgesamt 18 Spiele in acht Ländern. In der dritten Qualifikationsrunde gab es gegen FK Vėtra einen souveränen 6:0-Gesamtsieg, ehe in den Play-offs die starken Russen vom FC Amkar Perm ausgeschaltet wurden.
UEFA.com fasst Fulhams beeindruckenden Weg ins Finale zusammen.
UEFA Europa League: Gruppe E
Zum Auftakt der Gruppenphase holte Fulham ein beachtliches 1:1-Unentschieden bei PFC CSKA Sofia, ehe ein paar dramatische Partien folgen sollte. Gegen den FC Basel 1893 gab es einen 1:0-Heimsieg, ehe im nächsten Spiel ein 1:1 gegen die AS Roma folgte. Der Ausgleich der Italiener fiel dabei erst in der Nachspielzeit. Nach einer Niederlage im Stadio Olimpico wurde CSKA mit 1:0 geschlagen, damit benötigten die Engländer am sechsten Spieltag drei Punkte in Basel, um die nächste Runde zu erreichen. Die Gäste führten in der Schweiz mit 2:0 und 3:1, ehe Marco Streller drei Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer gelang und Fulham noch einmal zittern musste. Die Gäste brachten den 3:2-Erfolg aber über die Zeit und sicherten sich damit den zweiten Platz in der Gruppe E.
Runde der letzten 32
Fulham FC - FC Shakhtar Donetsk 2:1, 1:1 (gesamt: 3:2)
Fulham geriet gegen den UEFA-Pokal-Sieger der letzten Saison zu keinem Zeitpunkt ins Hintertreffen, im Hinspiel gelang Zoltán Gera bereits nach drei Minuten der erste Treffer der Engländer. Nach dem Ausgleich durch Luiz Adriano und dem Tor von Bobby Zamora fuhren die Londoner mit einem knappen Vorsprung in die Ukraine. Dort gelang Brede Hangeland per Kopf das 1:0 für die Cottagers, die zwar noch den Ausgleich durch Jadson und den späten Platzverweis für Kapitän Danny Murphy hinnehmen mussten, aber das Ergebnis dank einer starken Abwehrleistung über die Zeit brachten.
Achtelfinale
Juventus - Fulham FC 3:1, 1:4 (gesamt: 4:5)
In diesem Duell wuchs Fulham schier über sich hinaus. Nach der 1:3-Niederlage in Turin schien die Lage noch nicht aussichtslos zu sein, wohl aber nach dem Treffer von David Trezeguet in der zweiten Minute des Rückspiels. Dann drehten die Engländer aber auf. Nach dem Platzverweis von Fabio Cannavaro und Treffern von Zamora und Gera war die Hoffnung der Hausherren noch vor der Pause wieder da. Der Ungar legte im zweiten Durchgang per Strafstoß das 3:1 nach, ehe Clint Dempsey acht Minuten vor Schluss den umjubelten Endstand markierte.
Viertelfinale
Fulham FC - VfL Wolfsburg 2:1, 1:0 (gesamt: 3:1)
Das Viertelfinale war ungewohntes Terrain für Fulham, doch die Engländer fanden sich schnell zurecht und nahmen auch diese Hürde. Zamora und Damien Duff sorgten im Hinspiel für eine 2:0-Führung, Alexander Madlung ließ den deutschen Meister mit seinem Kopfballtor kurz vor Schluss noch einmal hoffen. Diese Hoffnung war im Rückspiel allerdings schon nach 25 Sekunden dahin, als Zamora das letztlich einzige Tor der Partie erzielte.
Halbfinale
Hamburger SV - Fulham FC 0:0, 1:2 (gesamt: 1:2)
Der HSV wollte unbedingt das Finale im eigenen Stadion erreichen, doch Fulham hatte andere Pläne. Nach einem torlosen Remis im Hinspiel gelang Mladen Petrić in der englischen Hauptstadt mit einem herrlichen Freistoß das vermeintlich entscheidende Auswärtstor, doch erneut schwang sich Fulham zu einer überragenden Leistung auf. Nach Treffern von Simon Davies und Gera im zweiten Durchgang war der Finaleinzug unter Dach und Fach.