Džeko und Wölfe heiß auf Fulham
Mittwoch, 7. April 2010
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Nach der nicht unverdienten 1:2-Niederlage im Viertelfinalhinspiel der UEFA Europa League brennt der VfL Wolfsburg in der heimischen Arena gegen Fulham FC auf die Revanche, allen voran Edin Džeko.
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Nach der nicht unverdienten 1:2-Niederlage im Viertelfinalhinspiel der UEFA Europa League brennt der VfL Wolfsburg in der heimischen Arena gegen Fulham FC auf die Revanche, allen voran Edin Džeko.
"Die Niederlage in Fulham hat die Mannschaft gewurmt. Man kann spüren, dass sie hungrig ist und dass sie unbedingt ins Halbfinale will", veranschaulichte Trainer Lorenz-Günther Köstner die Stimmung in der Mannschaft. Wie sehr, das musste am vergangenen Wochenende die TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga erfahren. Mit 4:0 wurden die Kraichgauer vom Platz geschossen. Überragender Mann auf dem Platz war einmal mehr Stürmerstar Džeko, der seine Tore 17 und 18 im Ligabetrieb erzielte. Wie es scheint, stört den Bosnier der Trubel um seine Person und die ständigen Wechselgerüchte ganz und gar nicht, und auch Trainer Köstner gibt sich bei der Causa Džeko äußerst pragmatisch: "Eines ist sicher, Edin Džeko wird die Saison hier in Wolfsburg auf alle Fälle zu Ende spielen."
Dank des späten Tores von Alexander Madlung haben die Wölfe eine relativ gute Ausgangsposition für das zweite Duell mit den Cottagers. Ein 1:0-Sieg würde folglich genügen, um das Halbfinale zu erreichen. Trotzdem sind die Wolfsburger gewarnt, wie Köstner verdeutlichte: "Wir werden nicht von Anfang an volles Risiko spielen. Wir müssen konzentriert sein. Im Hinspiel haben wir bei Fulham einige Schwächen gesehen, die wir aber nicht ausgenutzt haben. Diesmal wollen wir das besser ausnutzen. Wir müssen einen großen Willen haben, eine außergewöhnliche Leistung zu bringen. Wir sind alle gewillt, bis zum Spielende alles zu geben. Egal ob 90 Minuten, 120 Minuten oder bis ins Elfmeterschießen."
Aber nicht nur den Wolfsburgern gelang die Generalprobe, Fulham zeigte eine kämpferische Leistung gegen Wigan Athletic FC, als die Londoner einen 0:1-Rückstand innerhalb von elf Minuten in eine 2:1-Führung umwandeln konnten. Die Treffer erzielten Okaka Chuka und Brede Hangeland. Bei Fulham wurde diesmal nur Topstürmer Bobby Zamora geschont, der das 1:0 im Hinspiel gegen den VfL erzielt hatte. Was Zamora anbetrifft, sieht Köstner neben der eigenen Chancenverwertung einen weiteren Verbesserungspunkt: "Wir haben Zamora im Hinspiel bis zu den beiden Toren gut im Griff gehabt, auch das müssen wir im Rückspiel besser machen."
Spielmacher Zvjezdan Misimović, der das Kopfballtor von Madlung mit seiner Flanke vorbereitet hatte, gibt sich ebenfalls kämpferisch vor dem Rückspiel: "Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen werden. Wir haben 90 Minuten Zeit, das Spiel zu drehen. Wir werden nicht von Anfang an auf Teufel komm raus stürmen. Wir sind hochmotiviert, wir haben eine Riesenchance, ins Halbfinale einzuziehen, und die wollen wir nutzen." Auf das rettende Tor von Madlung in den Schlussminuten sollten die Fans der Wolfsburger aber lieber nicht hoffen. Der Abwehrspieler konnte nur ein leichtes Training absolvieren und muss das Urteil der medizinischen Abteilung abwarten. Der Trend geht aber eher Richtung Bank. Für Kapitän Josué sieht die Prognose dagegen etwas positiver aus.