Salzburg feiert Sieg in letzter Sekunde
Donnerstag, 5. November 2009
Artikel-Zusammenfassung
PFC Levski Sofia - FC Salzburg 0:1
Trotz 30 Minuten Überzahl sicherte sich der FC Salzburg erst in der Nachspielzeit den vierten Sieg in der Gruppe G.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
FC Salzburg kam dank eines Last-Minute-Treffers von Franz Schiemer zu einem 1:0-Erfolg bei PFC Levski Sofia. Die Mozartstädter stehen mit der maximalen Punktausbeute von zwölf Punkten aus vier Spielen der Gruppe G bereits mit einem Bein in der K.o.-Runde der UEFA Europa League.
Starker Beginn
Salzburg-Trainer Huub Stevens schickte seine Mannschaft vor 8 000 Zuschauern in Sofia wie gewohnt im 4-5-1-System aufs Feld. Marc Janko agierte als einzige Spitze, Somen Tchoyi und Dušan Švento sollten über die Flügel für Druck nach vorne sorgen. Die Mozartstädter starteten gut ins Spiel und setzten die Hausherren zu Beginn unter Dauerdruck.
Pfosten rettet
Janko (2., 9.) und Innenverteidiger Rabiu Afolabi (5.) kamen zu guten Chancen, konnten den Ball jedoch nicht im gegnerischen Tor unterbringen. In der elften Minute verhinderte Aluminium den frühen Salzburger Führungstreffer. Nach Flanke von Tchoyi klatschte die Direktabnahme von Janko an die Pfosten. Die Hintermannschaft der Bulgaren zeigte sich durch die furiosen Anfangsminuten der Gäste verunsichert und ließ die nötige Kompaktheit vermissen.
Levski schaltet Gang hoch
Nach rund 15 Minuten erholten sich die Gastgeber jedoch von ihrer Lethargie und konnten das Spiel offener gestalten. Hristo Yovov (16.) brachte den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unter, aber in der 28. Minute zappelte das Leder dann im Netz. Der Torjubel von Darko Tasevski, der einen Abpraller von Torhüter Edward Gustafsson über die Linie schob, währte aber nur kurz. Der türkische Schiedsrichter Cüneyt Cakir erkannte den Treffer aufgrund einer Abseitsposition von Tasevski zu Recht nicht an. In der Schlussphase der ersten Hälfte flachte das Niveau der Partie ab.
Schiemer trifft
Nach der Pause blieben Torraumszenen zunächst Mangelware. Salzburg stand in der Defensive sicher und ließ kaum Chancen des Gegners zu. Bei der ersten gefährlichen Möglichkeit wusste sich Georgi Sarmov (62.) gegen den einschussbereiten Švento nur noch mit einem Foul zu helfen und wurde wegen einer Notbremese des Feldes verwiesen. Doch auch gegen zehn Mann tat sich die Stevens-Elf schwer. In nahezu letzter Sekunde konnte Schiemer (93.) die Partie dann doch noch zugunsten der Gäste entscheiden. Nach weitem Einwurf von Christian Schwegler war der 23-Jährige mit dem Kopf zur Stelle. Die Bulgaren bleiben in der Gruppenphase damit weiterhin tor- und punktelos.