Werder Bremen turmhoher Favorit
Donnerstag, 20. August 2009
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Gegen den FK Aktobe gilt Werder Bremen in den Play-off-Spielen zur Gruppenphase der UEFA Europa League als turmhoher Favorit. Trainer Thomas Schaaf hätte gerne ein 77:0.
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Gegen den FK Aktobe gilt Werder Bremen in den Play-off-Spielen zur Gruppenphase der UEFA Europa League als turmhoher Favorit. Trainer Thomas Schaaf hätte gerne ein 77:0.
Erster gegen Letzter
Auf der einen Seite steht Werder Bremen, der Bundesligist, der in der letzten Saison sogar das Finale des letztmals ausgespielten UEFA-Pokals erreichte, dort in der Verlängerung dem FC Shakhtar Donetsk unterlag und bei der Auslosung zu den Play-offs der gesetzte Klub mit dem höchsten Koeffizienten war. Auf der anderen Seite der FK Aktobe aus Kasachstan. Gerade erst aus der Qualifikation zur UEFA Champions League ausgeschieden und in der Rangliste der ungesetzten Mannschaften bei der Auslosung auf dem letzten Platz zu finden.
Kasachen mit Respekt
"Für uns ist es eine große Ehre, gegen so einen großen Klub wie Werder Bremen zu spielen, sie sind unser bisher stärkster Gegner auf internationaler Ebene", sagte Vladimir Mukhanov, Trainer des FK Aktobe. "Wir würden gerne das Spiel spielen, das wir können. Wenn wir es schaffen, dann spielen wir also auch offensiv. Wir haben keinen Druck, können entspannt in die Partie gehen und an einem guten Tag ist im Fußball alles möglich". Sein Star-Spieler Samat Smakov hofft im Weserstadion auf Fortunas Beistand. "Man spielt nicht jeden Tag gegen so eine Mannschaft wie Werder Bremen. Wir müssen sehr diszipliniert auftreten, dann können wir zusammen ein starkes Spiel machen. Eine gewisse Portion Glück gehört natürlich auch dazu."
Leistung abrufen
Allenthalben besteht Einigkeit, dass sich Werder eigentlich nur selber ein Bein stellen kann. "Ich kenne die Mannschaft nicht, doch genau das ist häufig schwierig, wir müssen aufpassen", sagte Innenverteidiger Naldo, dessen Oberschenkelprobleme ausgestanden sind, am Vortag der Partie. "Klar, die Vorzeichen sind gut, wir sind das Team mit der größeren internationalen Erfahrung und haben international schon ein sehr hohes Tempo gespielt. Unser Ziel ist es, uns ein ordentliches Polster für das Rückspiel herauszuspielen. Doch wir müssen auch abrufen, was uns stark macht, sonst ist es egal, ob wir Favorit sind oder nicht", ergänzte Per Mertesacker.
Wunschergebnis?
77:0 – so das von Trainer Thomas Schaaf erhoffte Ergebnis für die Partie am heutigen Abend im Weserstadion. Doch Gemach – was nach Arroganz klingen mag, war die etwas flapsige Antwort auf die Frage nach einem Wunschergebnis. "So was wie ein Wunschergebnis gibt es nicht. 77:0 wäre ein Wunsch. Doch erst das Spiel wird zeigen, womit man zufrieden sein kann und muss. Und wir werden den Teufel tun, nachlässig an die Sache heran zu gehen. Wir haben Respekt vor dieser Mannschaft und es gibt keinen Grund, sie zu unterschätzen." Während Sebastian Prödl mit Knieproblemen ausfallen wird, soll Neuzugang Claudio Pizarro bereits im Kader stehen.