Jol fiebert erneutem Nordderby entgegen

Glaubt man Martin Jol, Trainer vom Hamburger SV, wird es beim heutigen Halbfinalrückspiel im UEFA-Pokal zwischen dem HSV und Werder Bremen eine ähnliche Atmosphäre geben wie beim Derby im Norden Londons.

Martin Jol (Hamburger SV) will diese Saison noch einen Titel holen
Martin Jol (Hamburger SV) will diese Saison noch einen Titel holen ©Getty Images

Glaubt man Martin Jol, Trainer vom Hamburger SV, wird es beim heutigen Halbfinalrückspiel im UEFA-Pokal zwischen dem HSV und Werder Bremen eine ähnliche Atmosphäre geben wie beim Derby im Norden Londons.

Große Emotionen
Jol hat als Trainer von Tottenham Hotspur FC zwischen 2004 und 2007 die Rivalität zwischen den Spurs und Arsenal FC hautnah miterlebt und hofft nun, dass sein HSV auf Kosten von Werder das Endspiel des UEFA-Pokals erreicht. Um am 20. Mai in Istanbul dabei zu sein, benötigen die Rothosen nach dem 1:0-Auswärtssieg vor einer Woche mindestens ein Unentschieden. "Es ist ein großes Derby, man könnte es mit den Spielen Spurs gegen Arsenal oder Arsenal gegen Chelsea vergleichen", so Jol gegenüber uefa.com vor der Partie. "Sie [Bremen] waren im letzten Jahrzehnt wahrscheinlich die beste Mannschaft im Norden, davor war es der HSV. Es ist ähnlich wie bei den Spurs und Arsenal. Jetzt würden wir gerne wieder die beste Mannschaft im Norden sein, also gibt es sehr viel Rivalität und große Emotionen bei Spielen zwischen diesen Mannschaften."

Alles noch drin
Als Anhaltspunkt für den heutigen Ausgang dürfe man die letzten Duelle beider Mannschaft nicht hernehmen, so Jol, der in dieser Saison mit dem HSV schon zum vierten Mal auf Werder trifft. In der Hinserie der Bundesliga gewann Hamburg, ehe sich Bremen im DFB-Pokal-Halbfinale revanchierte und nach einem 1:1 nach 120 Minuten mit 3:1 im Elfmeterschießen triumphierte. "Im ersten Spiel haben wir sie mit 2:1 geschlagen, aber sie waren wahrscheinlich die bessere Mannschaft", gibt Jol zu. "Auswärts [im UEFA-Pokal] war es etwas einfacher. Man kann nicht sagen, dass sie besser gespielt haben als wir. Wir waren einfach etwas konstanter. Wir waren während der kompletten Saison unter den ersten Fünf und waren schon fünf Mal Tabellenführer, während sie Probleme haben. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, warum sie sich so schwer tun", meint Jol über den Tabellenzehnten.

Titel so nah
Setzt sich der HSV gegen den Nordrivalen durch, ist ihnen das Endspiel gegen den Sieger der rein ukrainischen Partie zwischen FC Shakhtar Donetsk und FC Dynamo Kyiv sicher. Für Jol hätte der Finaleinzug einen ganz hohen Stellenwert: "Es wäre eine große Ehre für mich, weil dies ein sehr großer Verein ist. Wir haben das Stadion drei oder vier Monate vor dem Ende der Saison ausverkauft und die Erwartungshaltung ist sehr hoch. Man könnte es mit den Spurs in England vergleichen. Ich würde dem Verein nur zu gern ein Titel bescheren und sie haben den UEFA-Pokal ja auch noch nie gewonnen."