Schlechte Vorzeichen für den VfB
Dienstag, 1. Februar 2005
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Parma ist gegen eine deutsche Mannschaft zu Hause noch ungeschlagen, während der VfB Stuttgart noch nie in Italien gewonnen hat.
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Es ist zwar die erste Begegnung dieser beiden Klubs in einem UEFA-Vereinswettbewerb, doch bisher hat Parma, die einzig verbliebene italienische Mannschaft im UEFA-Pokal, zu Hause noch nie gegen eine deutsche Mannschaft verloren. Stuttgart wartet währenddessen noch immer auf den ersten Sieg auf italienischem Boden.
Parma stand 1994/95 zum dritten Mal in Folge in einem Europapokalendspiel und gewann gegen Juventus FC den UEFA-Pokal. In der Runde der letzten Vier traf die Mannschaft dabei zum ersten Mal auf einen deutschen Kontrahenten, Bayer 04 Leverkusen. Faustino Asprilla trug sich damals sowohl im Hin- als auch im Rückspiel in die Torschützenliste ein. Der Treffer des Kolumbianers beim Hinspiel in Deutschland sicherte Parma einen 2:1-Sieg, nachdem zuvor bereits Dino Baggio erfolgreich war. Zu Hause folgte dann ein 3:0-Erfolg. Asprilla traf nach drei und nach 55 Minuten, das zwischenzeitliche 2:0 markierte Gianfranco Zola.
Bei Parmas nächsten beiden Duellen gegen deutsche Teams gab es zu Hause jeweils Siege und auswärts jeweils Niederlagen. In der UEFA Champions League der Saison 1997/98 behielt Parma gegen BV Borussia Dortmund in Italien dank eines Treffers von Hernán Crespo die Oberhand. Trotzdem schied man aus dem Wettbewerb aus, weil Andreas Möller beim Rückspiel im Westfalenstadion einen Doppelpack erzielte. Zwei Jahre später hieß der Gegner in der vierten Runde des UEFA-Pokals Werder Bremen. Crespo sorgte im Hinspiel erneut für die Entscheidung, doch am Ende konnte auch der Auswärtstreffer von Mario Stanic die 2:3-Gesamtniederlage nicht verhindern.
In der dritten Runde des UEFA-Pokals 2000/01 setzten die Gialloblù ihre ungeschlagene Serie gegen Bundesligamannschaften mit einem 2:2 gegen den TSV 1860 München fort. Parma lag nach den Toren von Stephen Appiah und Johan Micoud nach elf Minuten schon mit 2:0 in Führung, dennoch langte es nicht zum Sieg. Beim Rückspiel im Olympiastadion sollte es aber nach den Treffern von Marcio Amoroso und Sergio Conceição zum Erfolg reichen, was der Mannschaft den fünften Sieg im achten Spiel gegen einen deutschen Gegner bescherte.
Stuttgart hat zwar noch nie in Italien gewonnen, in der ersten UEFA-Pokal-Runde 1979/80 setzte sich der Klub aber dank der Auswärtstorregel gegen Torino Calcio durch. Walter Kelsch sorgte beim Hinspiel in der 70. Minute für das goldene Tor, doch Torino gewann das Rückspiel ebenfalls mit 1:0. In der Verlängerung musste Stuttgart zuerst das 0:2 hinnehmen, ehe Bernd Klotz in der letzten Minute der Siegtreffer gelang.
Im Finale des UEFA-Pokals der Saison 1998/99 trafen die Schwaben erneut auf eine italienische Mannschaft, nämlich den SSC Napoli. Mauricio Gaudino brachte Stuttgart auswärts nach 17 Minuten in Führung, ehe man schließlich doch noch mit 1:2 unterlag. Das spannende Rückspiel endete 3:3, und deshalb ging die Siegertrophäe nach Südeuropa. Napoli konnte vorher schon einmal gegen Stuttgart gewinnen, und zwar mit einem Gesamtergebnis von 1:0 in der zweiten Runde des Messe-Pokals 1969/70.
Das letzte Aufeinandertreffen mit einem italienischen Team hatten die Stuttgarter in der dritten Runde des UEFA Intertoto Cups 2002. Damals behielten die Schwaben gegen den AC Perugia mit 4:3 die Oberhand und qualifizierten sich am Ende für den UEFA-Pokal. Das Rückspiel ging dabei mit 1:2 verloren, und damit endete jedes Gastspiel des VfB in Italien mit einer Niederlage.