Fokus auf die Freitagsspiele

Das Topspiel am Freitag lautet Deutschland gegen Polen, Schottland ist in Georgien gefordert; in Gruppe F steht das richtungsweisende Duell zwischen Ungarn und Rumänien auf dem Programm.

Deutschland trifft auf Tabellenführer Polen
Deutschland trifft auf Tabellenführer Polen ©AFP/Getty Images

Gruppe D
Deutschland gegen den Tabellenführer
Wenn der in Polen geborene Lukas Podolski gegen seine alte Heimat antritt, dann schlagen irgendwie auch immer zwei Herzen in der Brust des deutschen Angreifers. "Wie bei vielen Dingen im Leben sind die Premieren immer besonders", sagte er. "Das erste Mal Achterbahnfahren ist wahnsinnig aufregend, beim zehnten Mal macht es noch Spaß, aber man kennt jede Kurve, die Aufregung ist weg. Das heißt aber nicht, dass ein Spiel gegen Polen für mich ein Spiel wie jedes andere ist. Das wird auch nie so sein, die Konstellation ist schließlich speziell. Ich spiele gegen das Land, in dem ich geboren wurde, das Land, in dem Teile meiner Familie leben. Selbstverständlich ist diese Paarung für mich mit besonderen Emotionen verbunden." Deutschland muss auf den verletzten Marco Reus verzichten, der mit angebrochener Zehe wieder abgereist ist. Podolski hofft derweil auf ein gutes Ende für beide Teams: "Meine Wunschvorstellung ist, dass wir als Gruppenerster die Qualifikation schaffen und die Polen als Zweiter hinter uns."
Deutschland - Polen – 20.45 Uhr MEZ

Schotten wollen Revanche
Schottland kann eine schmerzliche Erinnerung ausmerzen, wenn es in Tiflis gegen Georgien geht. Vor acht Jahren schienen die Schotten unter Alex McLeish nahe dran zu sein, mal wieder ein großes Turnier zu erreichen, nachdem sie nach zwei Siegen gegen Frankreich die Tabellenführung in der Qualifikation zur UEFA EURO 2008 übernommen hatten. Dann verloren sie jedoch 0:2 in Georgien, ehe eine Pleite gegen Italien im letzten Qualifikationsspiel das Aus besiegelte.
Georgien - Schottland – 18.00 Uhr MEZ

Erstes Spiel für Wood
Jeff Wood, zuvor Assistent von Vorgänger Dave Wilson, wird erstmals als Hauptverantwortlicher auf der Bank sitzen, wenn Gibraltar auf die Republik Irland trifft. Das neueste UEFA-Mitglied hat bislang alle sechs Partien in Gruppe D verloren.
Gibraltar - Republik Irland – 20.45 Uhr MEZ

Gruppe F
Ungarn kann nach Punkten gleichziehen
Die Rivalität zwischen Ungarn und Rumänien kann auf internationalem Level intensiv sein, aber für Gästekapitän Răzvan Raţ zählt in Budapest nur das Resultat. "Mit drei Punkten würden wir einen großen Schritt Richtung Qualifikation machen", sagte er. "Die Rivalität zwischen den beiden Ländern ist mir egal." Ungarn hat seit 34 Jahren nicht mehr gegen Rumänien gewonnen.
Ungarn - Rumänien — 20.45 Uhr MEZ

Färöer treffen auf Nordirland
Wahlen auf den Färöer Inseln haben die Aufmerksamkeit weg vom Fußball gelenkt, und Rechtsverteidiger Jónas Tór Næs zeigt sich vor den kommenden Spielen verhalten optimistisch. "Wir haben mit Nordirland und Finnland zwei schwere Spiele vor uns, das sind gute Mannschaften, aber vielleicht können wir Nordirland zu Hause überraschen. Darauf hoffen wir." Währenddessen will Nordirland in Tórshavn eine der interessantesten Statistiken der Qualifikation bisher aufrechterhalten – noch hat die Mannschaft von Trainer Michael O'Neill in der ersten Halbzeit kein Tor kassiert.
Färöer Inseln - Nordirland – 20.45 Uhr MEZ

Besondere Hilfe für die Finnen
Finnland trainiert seit Dienstag in Griechenland, und Trainer Markku Kanerva hat sich Unterstützung von den ehemaligen Nationalspielern Mika Nurmela und Jonatan Johansson geholt. Die beiden sind zum ersten Mal Teil des Trainerteams. Nurmela, der für seine Flanken bekannt war, denkt, dass er der Mannschaft helfen kann. "Wir konzentrieren uns auf Situationen, in denen der Ball ruht. Ich weiß nicht, ob ich den Spielern etwas Besonderes beibringen kann, aber ich werde die Flanken selbst ausführen. Gegen Griechenland hat unsere Verteidigung nichts Schwereres zu erwarten."
Griechenland - Finnland – 20.45 Uhr MEZ

Gruppe I
Hovsepyan will ein starkes Finish
Armeniens Qualifikationschancen liegen praktisch bei Null, doch die Schlüsselspieler sind endlich alle fit und in Form – Henrikh Mkhitaryan hat in den letzten fünf Spielen für Borussia Dortmund acht Tore erzielt und fünf vorbereitet. "Wir wollen den Menschen wieder zeigen, dass Fußball jeden glücklich machen kann, und das kann man nur mit seinen stärksten Spielern", sagte Sargis Hovsepyan. "Jeder kann das Spiel entscheiden, doch ich kann nicht bestreiten, dass Mkitaryan, Yura Movsisyan und Aras Özbiliz sehr wichtig für uns sind."
Serbien - Armenien – 20.45 Uhr MEZ

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