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Klassiker der Champions League: Juventus - United 2:3

Unser Hintergrund zur Wiederholung eines denkwürdigen Halbfinals von 1999 auf UEFA.tv.

United ließ in Turin die Muskeln spielen
United ließ in Turin die Muskeln spielen

Auf dem Weg zu dem vielleicht denkwürdigsten Endspiel in der Geschichte der Königsklasse stand United im Halbfinale mit dem Rücken zur Wand.

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Hintergrund

Hinspiel-Highlights: Man. United - Juventus 1:1
Hinspiel-Highlights: Man. United - Juventus 1:1

Nach einer enttäuschenden Vorsaison hatte United 1998/99 das Triple im Visier. Ein mächtiger Dämpfer bei diesem ambitionierten Vorhaben war das 1:1 im Halbfinal-Hinspiel gegen Juventus vor eigenem Publikum. Nun mussten die Red Devils ohne ihren verletzten Mittelfeldstar Ryan Giggs nach Turin, um dort als erster englischer Verein seit Liverpool im Jahr 1985 wieder das Endspiel der Königsklasse zu buchen.

Schlüsselspieler

Roy Keane: Eine Vorzeige-Kämpfernatur in den 1990ern. Der Ire war das Herzstück in der Mannschaft von Sir Alex Ferguson, der von seinen Gegenspielern wegen seiner Entschlossenheit und durchaus groben Gangart gleichermaßen bewundert und gefürchtet wurde.

Filippo Inzaghi: Auch bekannt als "Super Pippo". Der Torjäger hatte 1998/99 mit 20 Pflichtspieltreffern eine für ihn unterdurchschnittliche Saison und hätte mit einer besseren Chancenverwertung im Alleingang für Juves Finaleinzug sorgen können.

Andrew Cole: Wechselte 1995 von Newcastle nach Manchester. Nach einigen Startschwierigkeiten konnte er sich in die erste Mannschaft spielen und bildete zusammen mit Dwight Yorke ein fantastisches Sturmduo, das sich über ein nahezu blindes Verständnis auszeichnete.

So lief das Spiel

Tolle Tore aus der Champions League 1998/99
Tolle Tore aus der Champions League 1998/99

Filippo Inzaghi sorgte mit einem Doppelpack innerhalb der ersten elf Minuten für eine Situation, die auch bei den treuesten United-Fans große Sorgen auslöste. Die Mannschaft von Sir Alex Ferguson wuchs in dieser Zeit aber regelmäßig über sich hinaus und hatte auch in Turin nicht vor, sich kampflos zu ergeben. Roy Keane verkürzte erst auf 1:2 und blieb auch nach einer Gelben Karte, die ihm eine Sperre für ein eventuelles Finale einbrachte, ein furchtloser Anführer.

Dwight Yorke erzielte noch vor der Pause das 2:2 und United hatte aufgrund der Auswärtstorregel die Nase vorne. Juve-Trainer Carlo Ancelotti setzte danach auf mehr Offensive, aber die Abwehr um Ronny Johnsen und Jaap Stam ließ nichts mehr zu. Auf der Gegenseite machte Yorke ein beeindruckendes Comeback der Engländer perfekt.

Stimmen

Sir Alex Ferguson, Trainer von United: "Roy Keane war ein Musterbeispiel für Selbstlosigkeit. So etwas habe ich auf einem Fußballplatz noch nie gesehen. Er ist über jeden Grashalm hinweggefegt, als würde er lieber vor Erschöpfung sterben als zu verlieren. Er hat alle um sich herum inspiriert."

Legendäre Momente: Sir Alex über den Triumpn von 1999
Legendäre Momente: Sir Alex über den Triumpn von 1999

Jesper Blomqvist, United: "Anstatt traurig über die Sperre im Finale zu sein, hat er dafür gesorgt, dass wir ins Endspiel kommen. Er hat uns allen das Leben erleichtert. Dank ihm waren auch wir bereit, immer einen Schritt mehr zu machen."

Roy Keane, United: [Angesprochen auf seine selbstlose Leistung:] "Es ist so, als würde man den Briefträger dafür loben, dass er die Post bringt."

Außerdem an diesem Abend

Beide Halbfinals fanden zeitgleich statt. Bayern München erreichte über ein 1:0 gegen Dynamo Kyiv das Finale, nachdem man im Hinspiel dank eines Endspurts mit zwei Toren zu einem 3:3 gekommen war.

Was passierte danach?

Manchester United - Bayern: Die ganze Geschichte des Endspiels von 1999
Manchester United - Bayern: Die ganze Geschichte des Endspiels von 1999

Das Finale im Camp Nou lieferte einen hochdramatischen Schlussspurt mit einem schmerzhaften K.o. für den FC Bayern. Mario Basler hatte die Münchner mit einem Freistoß früh in Führung gebracht, doch in der Nachspielzeit sorgten Teddy Sheringham und Ole Gunnar Solskjær für eine spektakuläre Wende zugunsten der Red Devils.

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