UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Finalvorschau: Real Madrid - Atlético

Während Atléticos Diego Simeone sagte, dass andauernde harte Arbeit und die Fähigkeit, sich neu zu erfinden, die Schlüssel für das Finale gegen Real Madrid sind, will Zinédine Zidane, dass seine Spieler "auf dem Platz alles raushauen".

Highlights: The 2015/16 season so far
  • Real Madrid und Atlético Madrid bereiten sich auf die zweite Begegnung im Finale der UEFA Champions League in drei Spielzeiten vor
  • Wiederholung des Endspiels 2014, in dem sich Real Madrid zurückkämpfte und nach Verlängerung gewann
  • Madrid triumphierte letztes Jahr im Viertelfinale mit insgesamt 1:0 gegen Atleti
  • Diego Simeone: "Nur der Sieg zählt jetzt"
  • Zinédine Zidane: "Wenn man gewinnen will, dann muss man leiden"

Mögliche Aufstellungen
Real Madrid: Navas; Carvajal, Pepe, Ramos, Marcelo; Casemiro, Kroos, Modrić; Bale, Benzema, Ronaldo
Es fehlt: Varane (Adduktoren)
Fraglich: keiner

Atlético: Oblak; Juanfran, Godín, Savić, Filipe Luís; Koke, Gabi, Fernández, Ñíguez; Griezmann, Torres
Es fehlt: keiner
Fraglich: keiner

Zinédine Zidane, Madrid-Trainer
Ich war hier als Spieler und ich bin glücklich, als Trainer hier zu sein. Die Spieler waren phänomenal. Das ist das Sahnehäubchen! Wir sind nur noch ein Spiel entfernt. Wir sind alle bereit. Wir werden gut schlafen und morgen unser Bestes abrufen.

Sollten wir verlieren, wäre es kein Versagen. Wir können nur mit unserer Einstellung versagen. Wir müssen auf dem Platz alles raushauen. Ronaldo ist jetzt sicherlich bei 100 Prozent. Selbst wenn er irgendwelche Wehwehchen spüren würde, verschwinden diese bei einem Endspiel in der UEFA Champions League.

Ich denke, es wird ein schwieriges Spiel, aber hart, aggressiv? Nein. Ich denke, es wird sicherlich extrem schwierig, aber das wissen wir bereits und sind darauf vorbereitet. Wir hatten zwei Wochen zur Vorbereitung, und jetzt wollen die Spieler, dass der Ball endlich rollt.

Einige Spieler sind [nach dem Endspiel 2014l] gegangen, aber das Konzept des Klubs ist immer identisch. Es ist eine großartige Geschichte: Geschlossenheit, Einsatz, Kameradschaft. Wenn ein Spiel ansteht, dann muss man auf dem Feld alles geben. Das wollen wir morgen wiederholen. Es wird ein sehr kompliziertes Spiel. Das wissen wir und haben uns darauf vorbereitet. Wir wissen auch, wie man leidet und das müssen wir tun, zweifellos. In einem Endspiel ist es völlig normal, Schwierigkeiten zu haben. Wenn man es gewinnen will, dann muss man leiden.

Wenn das Spiel beginnt, bin ich ein wenig mehr angespannt, aber das ist auch normal – das ist Teil des Trainerdaseins. Ich mag das, ich mag diese Art von Druck. Das habe ich als Spieler erlebt, aber als Trainer ist es komplett anders. Carlo Ancelotti hat mir das oft mit auf den Weg gegeben. Vor dem Endspiel in Lissabon sagte er mir: "Ich hoffe, Du erlebst das eines Tages mal als Cheftrainer." Jetzt ist es soweit, deshalb denke ich weiter an Carlo.

Diego Simeone, Trainer von Atlético
Das Spiel wird zu Beginn mit Sicherheit sehr angespannt und ausgeglichen sein. Mit Casemiro hat Real einen Spieler, der es dem Team ermöglicht, sich nach Ballverlusten schnell wieder zu ordnen. Wer die frühen Zweikämpfe im Mittelfeld gewinnt, wird im Vorteil sein – Madrid wird mit ihren technischen Qualitäten vielleicht mehr spielen wollen.

Der Klub, die Spieler, die Gruppe, die wir hier haben, erfindet sich die ganze Zeit neu. Das ist das wertvollste an diesem Klub. Jeder arbeitet mit der gleichen Idee von Verbesserung und Wachstum, und das ist das Leben – wenn man die ganze Zeit arbeitet, bekommt man, was man will.

Ein Finale zu spielen ist einfach fantastisch, zu gewinnen noch besser. Nach so einer Erfahrung will man diese Momente wieder und wieder erleben. Es ist nicht leicht; man muss sich wieder motivieren, neu erfinden, die Spieler verändern sich. Aber das Engagement, die Werte und die Arbeit müssen gleich bleiben. Wenn man immer weiter arbeitet, ist man beharrlich und kann Dinge erreichen.

Wir werden für dieses Spiel nicht viel verändern – kein Team wird das tun. Madrid hat sich [seit 2014] nicht viel verändert; wir haben uns mehr verändert aber wir haben die gleiche Struktur. Casemiro macht Madrid auf dem Konter wesentlich stärker – so haben sie die Halbfinals gegen Manchester City bestritten. Manche denken, dass das schlecht ist – ich nicht. Es könnte andere Spielsituationen geben, aber es ist klar, dass Madrid gefährlich ist, wenn man ihnen Platz lässt.

Ich habe gerne 113 Jahre Geschichte hinter mir – ich mag das, ich liebe den Druck. Nur ein Sieg kann mich zufriedenstellen.

Highlights: So hat Real Madrid das Finale erreicht

Letzte Ergebnisse
Deportivo La Coruña - Real Madrid 0:2 (7., 25. Ronaldo)
Die schwachen Hoffnungen der Königlichen, Barcelona den Titel unter der Nase wegzuschnappen waren vergeblich, da Luis Suárez die Katalanen zum 3:0-Sieg gegen Granada führte. Madrid gab alles und Cristiano Ronaldos frühes Tor bedeutete sogar, dass Real 15 Minuten lang die Blitztabelle anführte. Ronaldo schoss schnell ein zweites Tor – sein 35. Ligatreffer in dieser Saison – doch Madrid war zu diesem Zeitpunkt schon sicher Zweiter.

Highlights: So hat Atlético das Finale erreicht

Atlético Atlético Madrid - Celta Vigo 2:0 (51. Torres, 54. Griezmann)
Atlético, denen der dritte Platz schon sicher war, beendete die Saison in der Liga mit einem Routinesieg. Fernando Torres schoss das erste Tor nach einer feurigen wenn auch torlosen ersten Hälfte im Estadio Vicente Calderón. Antoine Griezmann löste mit seinem 44. Treffer Radamel Falcao als Atleti-Toptorschütze der Simeone-Ära ab. Jan Oblak kassierte in dieser Saison nur 18 Gegentore in der Liga und zog mit Francisco Liaños Rekord gleich.

Formkurve (wettbewerbsübergreifend, aktuellste Ergebnisse zuerst)
Real Madrid: SSSSUS
Atlético Madrid: SNNSSS

Reportereinschätzung: Andrew Haslam (@UEFAcomAndrewH)
Zwar ist es bereits das vierte Europapokalfinale, das in Mailand stattfindet, aber keines davor hatte einen solchen Stallgeruch wie in diesem Jahr. Real Madrids Sieg gegen Atlético vor zwei Jahren in Lissabon war das erste Europapokalfinale zwischen zwei Mannschaften aus derselben Stadt - auch aus diesem Grund wird es den Mannen von Trainer Diego Simeone sicherlich nicht an Motivation fehlen. Das Team ist seit 2014 gegen spanische Kontrahenten ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis) und könnte - wenn es denn tatsächlich zum Titelgewinn kommt - als insgesamt 23. Club den Henkelpott in die Luft strecken.

Sicht aus Madrid: Joseph Walker (@UEFAcomJoeW)
Im finalen Showdown werden Simeone und Atlético alles daran setzen, sich für die Endspielniederlage 2014 zu revanchieren. Genügend Selbstbewusstsein sollten die Rojiblancos haben: Von den letzten zehn Aufeinandertreffen mit Real verlor man nur eins, außerdem wurden auf dem Weg ins Finale fußballerische Schwergewichte wie der FC Barcelona und der FC Bayern aus dem Weg geräumt. Real Madrid dagegen könnte aus den Vorkommnissen in Lissabon einen psychologischen Vorteil für sich ziehen - und aus der Tatsache, dass der einzige Sieg gegen Atlético in den letzten zehn Spielen in der letztjährigen Champions-League-Spielzeit zustande kam (1:0 im Viertelfinalrückspiel).

Hätten Sie es gewusst?
Es ist die vierte Europapokalbegegnung der beiden Teams und Real Madrid gewann die letzten drei: das Halbfinale 1958/59, das Finale 2014 und das Viertelfinale letzte Saison. Lesen Sie mehr in unserem ausführlichen Hintergrund.

Real Madrid gewinnt 'La Décima gegen Atlético'