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Sevillas starker Kader der Schlüssel

"Das sind lauter starke Spieler und wenn sie Platz haben, können sie dir wehtun", meine Mönchengladbachs Verteidiger Oscar Wendt nach der bitteren 0:3-Pleite in Sevilla.

Sevilla durfte sich über die ersten drei Punkte freuen
Sevilla durfte sich über die ersten drei Punkte freuen ©Getty Images

Sevilla hat in der Abwehr derzeit zwar personelle Probleme - die Verteidiger Daniel Carriço, Nicolás Pareja und Adil Rami sowie Torhüter Beto fallen verletzungsbedingt aus - in anderen Mannschaftsteilen hat Trainer Unai Emery dafür einige Alternativen.

Beim 3:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach zum Auftakt der Gruppe D am Dienstag haben die Mittelfeldspieler und Stürmer in Emerys gewaltig umformierter Mannschaft eine ganz starke Vorstellung gezeigt.

"Die Eingewöhnung ist ein Prozess, der bei manchen Spielern länger dauert als bei anderen, aber wir werden sie alle brauchen", erklärte der Trainer anschließend. "Alle Spieler wissen, wie stark unser Kader ist - wie viel wir gewinnen wollen und welche Ziele wir diese Saison haben. Wir brauchen alle, um in jedem Wettbewerb auf dem höchsten Niveau mithalten zu können."

Der Kampf um die Stammplätze ist hart, niemand darf sich ausruhen, denn die Ersatzspieler machen Druck auf die Stammkräfte. Dieser Druck hat in den letzten beiden Jahren in der UEFA Europa League zum Erfolg geführt, und auch gegen Mönchengladbach schien er förderlich zu sein.

Kevin Gameiro gab in Sevillas 4-2-3-1-Formation die vorderste Sturmspitze. Der Franzose fand immer wieder die freien Räume und wurde in der zweiten Halbzeit für sein Engagement belohnt, als er per Elfmeter das 1:0 markierte. Im Nacken sitzen ihm allerdings mit Fernando Llorente und Ciro Immobile zwei weitere starke Angreifer, deshalb kann es sich Gameiro nicht leisten, den Fuß vom Gas zu nehmen.

Gladbachs enttäuschter Torhüter Yann Sommer
Gladbachs enttäuschter Torhüter Yann Sommer©AFP/Getty Images

"Auswärts gegen Sevilla ist sicherlich kein einfacher Start in die Champions League", sagte Gladbachs Verteidiger Oscar Wendt gegenüber UEFA.com. "Gameiro, [José Antonio] Reyes, Vitolo und [Éver] Banega waren die ganze Zeit unterwegs - sie haben viele Freiheiten. In der ersten Halbzeit kamen wir damit noch gut zurecht, doch nach dem ersten Tor haben sie immer mehr Platz gehabt. Das sind lauter starke Spieler und wenn sie Platz haben, können sie dir wehtun."

Und genau das haben sie gemacht. Kapitän Reyes war praktisch überall, er trieb seine Mannschaft unermüdlich an. Vitolo, der letzte Saison in der Runde der letzten 32 der UEFA Europa League zweimal gegen die Fohlen traf, war auch diesmal ein ständiger Unruheherd, innerhalb von drei Minuten holte er zwei Elfmeter heraus - den einen konnte Gameiro wie erwähnt verwandeln, beim anderen scheiterte er an der Latte.

Das Sahnehäubchen für Emery war der eingewechselte Yevhen Konoplyanka, der für Publikumsliebling Reyes kam. Der Ukrainer traf mit seiner ersten Ballberührung, als er es mit einem überraschenden Schuss vom rechten Flügel auf den kurzen Pfosten versuchte. Wenn Sevilla so weitermacht, dürfte es auch für Manchester City und Juventus schwer werden.