Der nächste Schritt: Vom Verlierer zum Sieger

Yevhen Konoplyanka hat sich im Sommer Sevilla angeschlossen und wechselte vom unterlegenen Finalisten der UEFA Europa League zum Titelträger. Diesen Weg haben schon einige Akteure vor ihm gewählt.

Der nächste Schritt: Vom Verlierer zum Sieger
Der nächste Schritt: Vom Verlierer zum Sieger ©AFP/Getty Images

Wechsel vom unterlegenen Finalisten zum Sieger
Raymond Kopa (Stade de Reims zu Real Madrid)
nach dem Endspiel des Pokals der europäischen Meistervereine 1956
Dem offensiven Mittelfeldspieler blieb im ersten Endspiel um den Pokal der europäischen Meistervereine kein Treffer vergönnt, doch Real zeigte sich dennoch beeindruckt und holte den Franzosen zur kommenden Saison nach Madrid. "Es tat weh, dieses Finale zu verlieren, aber danach habe ich keines mehr verloren", sagte Kopa - Spitzname "kleiner Napoleon" - später zu UEFA.com. Mit den Königlichen gewann er anschließend drei Titel (1957, 1958 und 1959)

Dmytro Chygrynskiy (Shakhtar Donetsk zu Barcelona)
nach dem UEFA-Superpokal 2009
Angeblich war der Transfer schon vor dem UEFA-Superpokal 2009 in trockenen Tüchern, doch wenn es noch irgendwelche Zweifel an seiner Qualität gab, konnte Chygrynskiy diese bei der Partie in Monaco wegwischen. Shakhtar unterlag erst in der Verlängerung, wenige Wochen später wechselte der Innenverteidiger für 25 Millionen Euro die Seiten. Jedoch konnte er in Barcelona nicht seine Topform finden und blieb nur eine Saison.

Nemanja Matić (Benfica zu Chelsea)
nach dem Endspiel der UEFA Europa League 2013
"Er hat sich als Spieler in Portugal weiterentwickelt und ist jetzt ein fantastischer, kompletter Mittelfeldspieler", sagte José Mourinho bei der Ankunft von Nemanja Matić im Januar 2014. Der serbische Nationalspieler hatte zwischen 2009 bis 2011 unter Carlo Ancelotti kein Glück an der Stamford Bridge gehabt, blühte nach seinem Wechsel zu Benfica aber wieder auf. Nach dem Finale in der Europa League 2013, das Chelsea in Amsterdam gegen die Portugiesen gewann, wagte er einen zweiten Anlauf bei den Blues.

Mario Götze (Borussia Dortmund zu Bayern München)
nach dem Endspiel der UEFA Champions League 2013
Im April 2013 gab der FC Bayern die Verpflichtung von Götze bekannt und sorgte für großes Aufsehen, allerdings konnte der Mittelfeldspieler und spätere WM-Held aufgrund einer Verletzung nicht am Finale in Wembley teilnehmen. "Das komplette Paket war entscheidend für mich: Verein, Mannschaft, Trainer, Philosophie, Perspektive", so Götze bei seiner Vorstellung in München. Ein Jahr später folgte ihm Robert Lewandowski an die Isar.

Highlights: Watch Sevilla’s 2015 glory
Highlights: Watch Sevilla’s 2015 glory

Yevhen Konoplyanka (Dnipro Dnipropetrovsk zu Sevilla)
nach dem Endspiel der UEFA Europa League 2015
Sechs Wochen nach dem verlorenen Finale gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber trag der ukrainische Flügelstürmer seinen Dienst in Sevilla an. "Wir haben einen besonderen Spieler geholt, dem viele Angebote vorlagen. Wir haben viel investiert, um ihn zu bekommen", erklärte Präsident José Castro, der nun Leistung sehen will. "Er weiß, dass dies ein Verein ist, bei dem man sich nicht ausruhen darf." Der Anfang war auch vielversprechend, so traf Konoplyanka als Joker im UEFA-Superpokal gegen Barcelona.

UEFA-Frauenpokal/UEFA Women's Champions League
Petra Wimbersky (Turbine Potsdam zu FFC Frankfurt)
nach dem Endspiel um den UEFA-Frauenpokal 2006
Mit Potsdam gewann sie den Titel 2005, danach war Wimbersky in der Mannschaft von Turbine, die zwölf Monate später mit 2:7 nach Hin- und Rückspiel gegen Frankfurt unterlag. Anschließend trug sie vier Jahre lang das Trikot von Frankfurt, gewann zweimal das nationale Double und feierte 2008 erneut den Titel im UEFA-Frauenpokal. Später schlossen sich auch Conny Pohlers, Stephanie Ullrich, Nadine Angerer und Ariane Hingst den Frankfurterinnen an, Babett Peter und Peggy Kuznik wurden nach Wimberskys Abgang im Jahr 2010 verpflichtet.

Vom Sieger zum Verlierer
Marcel Desailly (Marseille zu AC Milan)
nach dem Endspiel der UEFA Champions League 1993
Desaillys Marseille setzte sich im ersten Finale der UEFA Champions League gegen Milan durch, der Defensivspezialist sah seine Zukunft aber dennoch in Italien. Unter Fabio Capello entwickelte er sich zu einem der besten Mittelfeldspieler seiner Generation. Später verpflichtete Milan auch fünf Akteure von Ajax, gegen das man 1995 mit 0:1 im Finale der Königsklasse verloren hatte: Michael Reiziger, Clarence Seedorf, Edgar Davids, Patrick Kluivert sowie Winston Bogarde – allerdings kam keiner in der direkt folgenden Saison.

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