Torres' Beziehung zu Atlético
Donnerstag, 9. April 2015
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"Es geht um Leistung, Aufopferung, Kampf und Glaube", sagte Fernando Torres im Interview mit UEFA.com, als er über seine lebenslange Liebe zu Club Atlético de Madrid sprach.
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Kurz nachdem Fernando Torres im Alter von zehn Jahren zu Club Atlético de Madrid kam, gewann der Klub das Double. Nach siebeneinhalb Jahren ist der 31-Jährige zurückgekehrt zu seiner ersten Fußballliebe. Er hofft darauf, mit Atlético weitere Erfolge feiern zu können. Im eigenen Lande und in der UEFA Champions League.
UEFA.com: Wie würden Sie Ihre Beziehung zu Atlético erklären?
Fernando Torres: Das kann man nicht wirklich erklären. Ich war schon Fan, als ich mit dem Fußball angefangen habe. Ich hatte das Glück, im Alter von zehn Jahren bei Atlético zu spielen. Wir holten das Double - die Meisterschaft und den Pokal [1995/96] –, und das waren große Momente. Und dann gingen wir durch magere Zeiten, darunter auch der Abstieg in die zweite Liga. Aber mit Hoffnung und Leidenschaft haben es Fans und Mannschaft geschafft, zusammenzuhalten.
Man wächst als Klub und entwickelt sich als Person. Der Klub lehrt einen seine Werte, und diesen folgen und diese verteidigen wir tagin und tageaus. Und auch in unserem täglichen Leben. Es geht um Leistung, Aufopferung, Kampf und Glaube. All das hat mir in allen Aspekten des Lebens geholfen. Ich hatte im Ausland immer das Gefühl, dass ich zurückkehren könnte zu einem Platz, den ich als meine Heimat betrachte. Die ich zwar verlassen habe, aber zu der ich jetzt leicht zurückgekehrt bin.
UEFA.com: Wie war es, in die erste Mannschaft gekommen und mit 19 Kapitän geworden zu sein?
Torres: Das kommt darauf an, wie man es betrachtet. Wir spielten damals in der zweiten Liga, was die Optionen verringert, Spieler zu verpflichten, So muss man sich in der Jugendmannschaft umschauen. Es gab ja nicht nur mich, sondern auch andere wie Antonio López und David Cubillo, die in die erste Mannschaft geholt wurden, um zu versuchen, wieder aufzusteigen. Dort waren unsere Möglichkeiten größer, und ich war glücklich, dass alles gut funktioniert hat. Ich nutzte meine Chance und blieb in der folgenden Saison in der ersten Mannschaft, nachdem wir aufgestiegen waren.
Später gab es eine Menge personeller Änderungen, und so waren ich, Carlos Aguilera und José García Calvo die Kapitäne der Mannschaft. Und das in einem Alter, in dem man nicht zwingend Kapitän wird.
UEFA.com: Ws macht aus Diego Simeone einen solch ausgezeichneten Trainer?
Torres: Es ist sein Charakter als Spieler und sein Charakter als Trainer, der die Mannschaft antreibt. Er weiß, dass wir eine Mannschaft sind, die sich kennen muss - ihre Schwächen und Stärken. Aber trotz unserer Schwächen können wir unsere Qualitäten zur Geltung bringen. Das hat er als Spieler gemacht, als Mannschaftskamerad und als Kapitän. Und nun macht er dies als Trainer. Wir haben nicht die Möglichkeiten, die Real Madrid, Barcelona, Bayern oder Chelsea haben. Wir können nicht Punkte abgeben, um sie uns später wiederzuholen. Wir sind eine Mannschaft, die an ihrem Limit spielt. So war er als Spieler, so war er, als ich erstmals auf ihn getroffen bin. Und als Trainer ist er genauso so, wie er auf dem Platz war.
UEFA.com: Wie weit kann Atlético in dieser Saison in der UEFA Champions League kommen?
Torres: Umso höher das Niveau war, das man in der Vorsaison erreicht hat, umso größer sind die Erwartungen. Aber natürlich sind sie schwer zu erfüllen. In der vergangenen Saison hofften andere Mannschaften darauf, uns zugelost zu werden, aber in dieser Saison sind die Leute nicht sicher, ob sie wirklich gegen Atlético spielen wollen. Wir sind eine Mannschaft, die in den K.-o.-Runden schwer zu schlagen ist. Das müssen wir nutzen.
UEFA.com: Haben Sie sich persönliche Ziele für ihre zweite Zeit bei Atlético gesetzt?
Torres: Ich möchte viele Spiele bestreiten, viele Tore schießen und meine zweite Zeit hier genießen - daheim bei Atlético. Und ich hoffe, dass ich die gleichen Erfahrungen genießen kann wie zu der Zeit, als ich das erste Mal hier war, als Atlético das Double gewann.